„Wer Freiheit.gegen Sicherheit eintauscht, verdient weder eines von beidem, noch wird er es jemals bekommen".

(Benjamin Franklin, US-Staatsmann und Erfinder des Blitzableiters 1706-1790)

 

 

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Gefahrenstufen-

indikator

für Demokratie & Rechtsstaat

 » 01. September 2008 « 

 

 

                              

 

 

 

 

 

 


                                 Freenet/ARD-Zensur


Es geht um dieses journalistische "Meisterwerk" einer Nachrichtenmeldung bei Freenet: black01_next.gif»Russische Marine versenkt georgisches Kriegsschiff«. Nein, eigentlich geht es nicht mal so sehr um den Artikel selbst, sondern genauer gesagt um die dazugehörigen Leserkommentare. Oder noch präziser, um die NICHT MEHR VORHANDENEN Leserkommentare.

Sieben Stück – recht belanglose – sind es noch! Das sagt euch zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht mehr viel. Ich aber habe das Anfangs ein wenig beobachtet!! Und glaubt mir, kaum war ein nennenswert kritischer Kommentar eingestellt, war er kurz darauf auch gleich wieder "spurlos verschwunden". Leider war ich nicht geistesgegenwärtig genug (und hatte dann irgendwann zudem keine Zeit mehr!), um noch mehr der gelöschten Kommentare abzuspeichern.

Einen der anscheinend nicht gesellschaftsfähigen Beiträge habe ich jedoch retten können. Quasi als Beweis, möchte ich diesen im "Originalton" nun zunächst mal vollständig wiedergeben:

hallo freenet-Team      Datum: 11.08.2008 09:25

Autor: VERNUNFTOHNEGRENZEN

Alle Kommentare ansehen     Bewerten des Kommentars ist nur mit Login möglich.      Kommentarbewertung: neutral, 0 positive und 0 negative

Als 1.Kommentar kann diese Mitteilung an freenet und interessierte wohl NUR diejenigen stören die hier unberechtigt löschen!
Bei freenet wird ein freier Meinungsaustausch, wie in einer DIKTATUR durch einige wenige Leute massiv durch Löschen der Kommentare unterbunden !!!
Ich möchte mir nicht von Rechten /Linken oder anderen Leuten den Mund oder meine Meinung verbieten lassen !!!
WIR HABEN MEINUNGS UND PRESSEFREIHEIT IN DEUTSCHLAND
Es wird durch ein automatisches lösch-System verursacht unter MELDEN durch User UNBERECHTIGT ausgeführt!!!

Diese Möglichkeit zu Löschen wurde durch einige Nutzer dieses Kommentarforum herausgefunden, die das jetzt zum leidwesen ALLER ausnutzen!
es haben sich hier im Forum schon viele ZAHLENDE-freenet-KUNDEN beschwert die bei freenet wegen des löschens sogar kündigen wollen!!!

DU BIST AUCH BETROFFEN? WIRST DU AUCH DAUERND GELÖSCHT? KOPIERE DIESEN AUFRUF UND STELLE ES ALS KOMMENTAR EBENFALLS EIN!!!

HIER EINIGE ANTWORTEN: Die Autoren sind mir bekannt!

dem kann ich nur zustimmen!!! auch mir sind schon einige beiträge gelöscht worden. in einem freien land kann es nicht sein das die meinung "ausgesucht" wird. ich bin zwar der meinung das es keine pressefreiheit in deutschland gibt. aber lasst doch die freiheit wenigstens in einem forum.
1.)******
Ärgere dich nicht, hier bei freenet sind eh zu viele Rüpel und Proleten, es gibt noch andere foren. Ausserdem ist der techniche Standard der Server und die Programmierung bei freenet steinzeitlich, habe es von verschiedenen Rechnern aus ausprobiert, Freenet ist eine Bruchbude !
2.)******
Eine ähnlich formulierte Meinung habe ich vor einigen Tagen geschrieben. Sie entsprach in jeder Hinsicht den Forderungen der freenet für die Teilnahme an diesem Forum. Wurde aber trotzdem gelöscht. Wer ist für diese Zensur, darum handelt es sich doch hier, verantwortlich? Kann man sich in diesem Forum nicht argumentativ und in einer zivilisierten und gesitteten Form auseinandersetzen? Der Sinn des Forums ist doch nicht der Austausch gleichgeschalteter Meinungen, sondern ihr Kennenlernen in ihren ganzen Vielfalt. Das wärs zur Unsitte des Löschens!
3.)******
Genau so ist es!!!
4.)******
Bei mir wurde sogar der alte Nickname gelöscht. Aber ist mir vollkommen wurscht. Es gibt wirklich andere Dingen im Leben die wichtiger als dieses Forum wo nur gepöbelt wird
5.)******
Also, eine Nachricht, die nun im 2. Tage zu lesen ist, und noch kein Kommentar dazu vorhanden ist, da wird wohl wieder die Meinungsfreiheit geklaut, und die Kommentare munter gelöscht. Nur Löschung von Beiträgen, mit produktivem Inhalt, die nicht der politischern und Medienmeinung entspricht, das ist dreistweg einem Redeverbot, und Verbieten der eigenen Meinung gleichzusetzen...
6.)******
nur Merkwürdig, daß meine an dich direkt gerichteten Kritiken eine Lebensdauer von maximal einer Stunde haben, und daß dann ganz plötzlich weitere Kommentare verschwinden. Wie erklärst du dir das? Antwort von mir: Also Capitano, kannst sicher sein, von mir wird mit SICHERHEIT kein Kommentar gelöscht! Ich kann Kritik ab und auch damit umgehen. Nur wenn meine Kommentare gelöscht werden, sind logischerweise auch Deine antworten weg! Ich möchte erreichen,dass hier jeder seine Meinung sagen darf ohne gelöscht zu werden! Es sei denn er verstößt gegen die AGB bei freenet!
7.)******
ist es nicht jedem frei gestellt, was er/sie liest??
wenn mich etwas nicht interessiert oder ich beim anlesen merke es ist für mich schwachsinn, muss ich es ja nicht weiterlesen. ich muss es nicht kommentieren und schon gar nicht löschen lassen. kann doch da stehen bleiben, andere interessierts vielleicht doch, oder sie sind sogar der gleichen meinung. woher willst du das denn wissen? das löschen von kommentaren oder auch profilen find ich armseelig.
8.)******
schließe mich dem an und Konsequenzen für die Unterdrückung der Meinungsfreiheit nicht mehr aus!
9.)******
dem kann ich nur zustimmen!!! auch mir sind schon einige beiträge gelöscht worden. in einem freien land kann es nicht sein das die meinung "ausgesucht" wird. ich bin zwar der meinung das es keine pressefreiheit in deutschland gibt. aber lasst doch die freiheit wenigstens in einem forum.
10.)******
es werden Kommentare gelöscht ohne Sinn und Verstand, wieso??? Ist es so schlimm, wenn man seine Gedanken formuliert und dann auch noch schreibt??? Nun ja, ich versuche es eben noch einmal...
11.)******
Hier verschwinden gerade ne Menge kritische Kommentare. Weg sind sie. Was solln das, ich war noch nicht mit lesen fertig.
12.)******
Muss leider feststellen, dass seitens FREENET weiter gelöscht wird. Also geht meine Campagne im privaten und beruflichen Bereich gegen Freenet weiter. Das wird Freenet etliche Kunden kosten. Das ist schlicht und einfach eine Schweinerei.

Nun denn, dann sucht diesen Kommentar mal auf der aktuellen Seite (nochmal der black01_next.gif»Link«). Nix iss!! Weg isser!!

Und der hier dargestellte Kommentar ist ja schon die Reaktion auf etwas; nämlich die Reaktion auf vorherige Säuberungsaktionen!! Wie gesagt, ich habe das persönlich eine bisschen verfolgen können. Was "Autor: vernunftohnegrenzen" da beschreibt, entspricht der Wahrheit!! Kritische und tiefergehende Stellungnahmen gingen in der Tat ruckzuck in den Orkus. Wobei es sich dabei keineswegs um "Alles Scheiße hier!" oder ähnlich sinnentleertes Dummgelaber handelte (dergleichen braucht kein Mensch, die Entfernung solcherlei Schwachsinns wäre ja noch verständlich gewesen; wer eine Homepage/Gästebuch o.ä. sein eigen nennt, weiß wovon die Rede ist). Nein nein, da waren echt brauchbare Sachen dabei!! Offenbar aber nicht brauchbar genug, um sie dem "depperten, gemeinen Volke" vorsetzen zu dürfen. Am End bilden die sich dann noch eine eigene Meinung ... Himmel hilft!!!

Ähnliches muss auch den Zensor der ARD bewegt haben. Unter dem ganz und gar unverdächtigen Titel black01_next.gif»Neun Minuten Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut« erhalten wir Qualitätsjournalismus à la GEZ-Abzocker. Denn so unverdächtig der Titel auch daherkommt, so UNVOLLSTÄNDIG ist die Wiedergabe des Interviews. Ganz offensichtlich ist das der ARD aber keine Erwähnung wert!! Schließlich müssen wir ja nicht alles wissen!!

Dieser Ungeheuerlichkeit hat sich der black01_next.gif»Spiefelfechter ("Das [vollständige] Interview")« angenommen. Zum Appetit machen, möchte ich hier nur kurz zwei Stellen zitieren.

»[...] Warum die ARD für dieses interessante und hochbrisante Stück Fernsehjournalismus keine halbe Stunde Sendezeit über hatte, bleibt fraglich. An einem starren Sendefenster kann es nicht gelegen haben. Nach dem Putin-Interview sendete man bei der ARD von 23:30 bis 5:00 morgens eine Sondersendung mit dem Namen “Der Kampf ums Weiße Haus - Die lange Nacht der US-Wahlen” - warum man nicht 20 Minuten dieser Sendung für ein zeithistorisches Dokument hätte kürzen können, ist unerklärlich. Ebenso fraglich bleibt es, warum aus dem Interview gerade die Stellen herausgefiltert wurden, die der westlichen Position widersprechen. Mit der vorgenommenen Kürzung erhält das Interview einen vollkommen anderen Informationsgehalt.[...]«

»[...] Besondere Mühe machte sich der Blogger Azot, der auf Blogspot.com einen eigenen Blog einrichtete, auf dem er das offizielle Transscript des Interviews auf Deutsch übersetzte und die gekürzten Teile markierte. Dieses interessante Dokument möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten...[...]«

Ich ergänze diese (rethorischen?) Fragen dahingehen, als dass es absolut nicht nachvollziehbar ist, wieso, wenn schon ob der Länge nicht das komplette Interview filmisch gezeigt werden konnte, nicht wenigstens das Script vollständig ins Netz gestellt wird?!?!? Andererseits wurde das ja eigentlich doch schon beantwortet: "Ebenso fraglich bleibt es, warum aus dem Interview gerade die Stellen herausgefiltert wurden, die der westlichen Position widersprechen."

Sämtliche dieser Fragestellung bleiben meines Erachtens auch dann noch bestehen, nachdem wir ein »Update durch tagesschau.de Webmaster (01.09.2008, 16:57 Uhr): black01_next.gif»Thomas Roth zum Putin-Interview im Ersten: Von Zensur kann keine Rede sein« zur Kenntnis nehmen. »[...] Selbstverständlich ist unser journalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen. Das geschieht am Dienstag, den 2. September um 6:20 Uhr im WDR-Fernsehen und wird danach auf www.tagesschau.de auch in schriftlicher Form veröffentlicht.[...]«

Was wäre wohl geschehen, wenn die ARD nicht »so viele E-Mails erhalten« hätte?? Kann es denn wirklich so schwer sein, das komplette Script direkt reinzustellen? Und warum fehlen bis dato in der ARD-Fassung ausgerechnet in der Tat entscheidende Aussagen von Putin (?) und werden diese in der kommenden Veröffentlichung auch gekennzeichnet? Wäre ohne "Druck von unten" tatsächlich das komplette Script von der ARD selbst reingestellt worden?? Ich weiß es letztlich natürlich auch nicht! Vielleicht. Vielleicht auch nicht! Aber für mich bleibt zumindest ein ungutes G'schmäkle.

Wie auch immer, ihr solltet euch das jedenfalls nicht entgehen lassen!!! Darum noch mal der  Link: black01_next.gif»Spiefelfechter ("Das [vollständige] Interview")«.

Nochmals kurz zurück zum Thema Leserkommentare. Ich will das nun nicht überstrapazieren und/oder in "operativer Hektik" machen. Nichtsdestotrotz werde ich persönlich das Gefühl nicht los, dass diesbezüglich so langsam aber sicher die Daumenschrauben zumindest mal bereitgelegt werden.

[Süddeutsche zu ihrer Kommentierungsmöglichkeit, Beispiel black01_next.gif»hier«] Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.

[FTD zu ihrer "Debatte" >>Im Zuge einer Umstrukturierung der Debatte können die Nutzer keine eigenen Themen mehr anlegen. Sie können gerne nach wie vor jederzeit Kommentare in existierenden Debatten abgeben. Künftig wird es aktuelle Debatten des Tages geben, die von der Redaktion angelegt werden.

Zum Teil kann ich das sogar durchaus nachvollziehen. Ich deutete es bereits oben an, wer eine eigene Homepage, vielleicht sogar mit Gästebuch, betreibt, der weiß, wie viele Vollidioten unterwegs sind und was diese Hirnentleerten mitunter für "Schaden" anrichten könn(t)en. Ganz abgesehen von der Problematik Spam und sonstigem Datenmülls usw. Trotzdem komme ich aus einem ureigenem Empfinden heraus irgendwie nicht umhin, vorsichtshalber wenigstens mal mahnend den Finger zu heben. Denn genannte Gründe, wie Spam und Vollidioten usw., lassen sich auch perfekt als Begründung vorschieben, zukünftig vielleicht doch wahrhaftig zensierend einzugreifen. Zumindest sollten wir weiterhin ein Auge drauf behalten!!

Zu guter Letzt folgt noch ein Link zu einem Artikel (Herzlichen Dank an Martin S.!!), der wirklich für sich spricht und kaum einer weiteren Kommentierung bedarf. Außer dieser, dass alles, was diese seltsamen, subversiven Paranoiker , ständig völlig ungerechtfertigt, überzeichnend und überzogen, panisch als völlig utopische Szenarien in die Welt setzen, Schritt für Schritt immer wahrscheinlicher und wahrscheinlicher werden – wenn nicht sogar schon schlicht wahr, ohne ...scheinlich!

 


                                 Malaysia: Parlamentarier fordern DNA-Zwangserfassung von Babys


»[...] Geht es nach den Abgeordneten Dr. Mohd Puad Zarkashin von der regierenden Nationalen Front (Barisan Nasional, BN) und Dr. Mohd Hayati Othman von der oppositionellen Islamistischen Partei (Parti Islam Se-Malaysia, PAS), sollen beispielsweise in Zukunft Profile von allen Neugeborenen in der neuen DNA-Datenbank hinterlegt werden. [...] Mit welchen Gedanken sich die Politiker bei der DNA-Datenbank-Planung noch befassen, zeigt unter anderem ein Bericht der Zeitung The Star zur parlamentarischen Debatte am gestrigen Montag. Danach erteilte der stellvertretende Innenminister Datuk Chor Chee Heung einem weiteren Antrag von Puad Zarkashi eine Absage, der gefordert hatte, dass von sämtlichen Dienstmädchen im Land DNA-Proben genommen werden sollten, weil diese so häufig weglaufen würden. Den Angaben zufolge flüchteten allein im vergangenen Jahr rund 12.000 meist ausländische Mädchen und junge Frauen vor ihren Arbeitgebern. Chor Chee Heung begründete seine ablehnende Haltung damit, dass man nicht sicher sei, dass die Kosten für solche DNA-Tests von den Arbeitgebern auch übernommen würden.

black01_next.gif»Komplett...«

 

Gefahrenstufen-

indikator

für Demokratie & Rechtsstaat

 » 08. August 2008 « 

 

 

                               

 

 

 

Nach quasi ewiger Zeit mal wieder ein "kleines" Update (irgendwie kam ständig was anderes dazwischen). Niemand sollte sich in Sicherheit wiegen!!

 

 

Nicht das ihr denkt, nebenstehender »Gefahrenstufenindikator« würde von mir stammen. Mitnichten!! Vielmehr hat den »ravenhorst«, freundlicherweise, auf seiner ganz ausgezeichneten Seite der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt (black01_next.gif»HIER!!«).

»[...] Über die verwendeten Begrifflichkeiten, welche Staatsformen aufeinanderfolgen oder welche sich aus einer anderen ergibt und welche "Gefahrenstufe" gerade erreicht ist, darüber wird jeder eine andere Meinung haben,[...]«

Dem schließe ich mich zwar allemal an – dergleichen Dinge lassen immer ausreichend Interpretationsspielraum für zünftige Meinungsverschiedenheiten –, nichtsdestotrotz halte ich es für eine schöne Veranschaulichung des Status Quo (weshalb ich ihn zukünftig auch "im Programm behalte"). Auch und insbesondere, wenn ich an das Zitat von Martin Niemöller denke (rechts), das einem stets Mahnung sein sollte, frühzeitig die "Signale" zu erkennen und den eigenen Möglichkeiten nach entgegen zu Steuern.

Wie ich schon "andeutete", ist die black01_next.gif»Seite von ravenhorst« erstklassig dazu geeignet, die Signale, die mitunter schon kompletten Bläsertruppen gleichen, zu erkennen. Im Grunde reicht der regelmäßige Blick dorthin, und man ist schon hervorragend informiert!! (Und ich brauch hier nichts mehr zu schreiben . Der macht das eh viel besser als ich!!)

Auch wenn ihr natürlich selbst hinüber Springen könnt, will ich an dieser Stelle trotzdem schon mal Teile zweier seiner Beiträge mopsen und hier aufzeigen. Direkt der erste Beitrag (= der letzte vor seiner Sommerpause) der da lautet »Sex & Crime & Holidays«:

In dem Abkommen zwischen Deutschland und den USA heißt es:

Personenbezogene Daten, aus denen die Rasse oder ethnische Herkunft, politische Anschauungen, religiöse oder sonstige Überzeugungen oder die Mitgliedschaft in Gewerkschaften hervorgeht oder die die Gesundheit und das Sexualleben betreffen, dürfen nur zur Verfügung gestellt werden, wenn sie für die Zwecke dieses Abkommens besonders relevant sind.

Für Zwecke diese Abkommens besonders relevant ... Also noch viel weniger konkret ging eigentlich nicht. Das kann (und wird ziemlich sicher) vollkommen willkürlich ausgelegt werden. Und tatsächlich, die Saat ist gesät:

Der letztgenannte Entwuf enthält auch noch in Artikel 13 und 26 die passenden Klauseln, damit bereits abgeschlossene Abkommen wie der Deal zwischen Deutschland und den USA nicht von den Bestimmungen zum "Datenschutz" im Rahmenbeschluß berührt werden und die Erlaubnis für einen EU-Mitgliedsstaat, der bereits von einem anderen EU-Mitgliedsstaat Daten geliefert bekommen oder bezogen hat, zur Weitergabe dieser Daten an zuständige Stellen in Drittstaaten wie den USA oder internationalen Institutionen wie der NATO oder die UN, wenn das nationale Recht so ausgelegt ist (bzw. wird, das muss man noch hinbiegen), dass dies erlaubt ist und die erwähnten Datenschutzmechanismen existieren, sprich der Datenausverkauf und -handel auch hübsch protokolliert und beaufsichtigt wird:

Dazu formuliert er zwar etwas drastisch seine resultierenden Überlegungen ...

Kurzum, die "Schützer des Freiheits und des Rechts" wollen in Zukunft mehr darüber wissen, wie ein verdächtiges Subjekt vögelt, woran es glaubt, welchen religiösen, philosophischen oder politischen "Gedankenverbrechen" es anhängt, ob es gesund ist oder an welchen Krankheiten es leidet und welcher Rasse es angehört. In Datenbanken und Internierungslagern ist genug Platz.

... denen man nichtsdestoweniger vollumfänglich zustimmen muß LEIDER!!!! Sein "Datenbanken-Link" – und damit komme ich zum zweiten Beitrag, mit der Überschrift »1.000.000 "Terroristen"« – verweist auf einen Text »über die Einträge in der konsolidierte Beobachtungsliste des Terrorist Screening Centers des FBI, in der alle Personen, die von allen anderen US-Geheimdiensten und -Sicherheitsbehörden als Terroristen und Terrorverdächtige eingestuft wurden, gespeichert sind.« und bei der »jeden Monat 20.000 Personen dazukommen.«. Womit das black01_next.gif»Original« (= ACLU / American Civil Liberty Union) inzwischen bei weit über 1.000.000 angelangt ist.

[...] Die Seite zum Zähler listet weitere Beispiele auf, wer sich alles unfreiwillig auf der Liste wiederfindet. Für die Betroffenen, die nicht so prominent sind wie Mandela, können sich daraus erhebliche Konsequenzen ergeben: Verhöre, Befragungen von Arbeitskollegen und Bekannten, Probleme bei der Ein- und Ausreise, Ermittlung und Durchleuchtung seitens Polizei- und Geheimdienstbehörden, Einstellungsschwierigkeiten bis zum Verlust des Arbeitsplatzes, gesellschaftliche Stigmatisierung, Einfrieren von Vermögen bei Banken und Kreditinstituten bis hin zu Schwierigkeiten, wieder von der Liste geöscht zu werden, um dem Spuk der Spooks ein Ende zu setzen. Nicht nur die USA führt diese "Watchlists", es gibt sie von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und in Deutschland haben wir unsere eigene kleine Anti-Terror-Datenbank.

In Frankreich setzt man laut der futureZone Meldung Datenbank für "potenzielle Störer" mit der "Edvige" (exploitation documentaire et valorisation de l'information générale) Datenbank noch einen drauf, um im Vorfeld der Terror-Beobachtungsliste nach britischem Vorbild alle Personen vom Kindesalter an zu erfassen, aus denen sich später "Terroristen" entwickeln könnten, wenn alles zusammenkracht.

Ich bitte um Verzeihung, aber eine derartige UNGEHEURLICHKEIT muss ich einfach in Gänze zitieren!!!

EDVIGE wird "Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen und juristische Personen archivieren, die wegen ihrer individuellen oder kollektiven Aktivitäten voraussichtlich gegen die öffentliche Ordnung verstoßen werden". Nicht nur diese Personen werden in der Datenbank verzeichnet (ohne dass sie sich je eines Vergehens schuldig gemacht hätten), sondern auch "jene, die den direkten und nicht zufälligen Kontakt und die Verbindung mit diesen Personen sucht oder gesucht haben" [Anm.: Auf Deutsch: "Kontaktpersonen"]. Die Aufzeichnungen beginnen beim Alter von 13 Jahren.

Damit werden klarerweise alle in die Datenbank eingespeist, um in allen französischen Orten und Regionen "die Regierung und die Vertreter des Staates zu informieren". Anders gesagt, EDVIGE, die durch einen Erlass am 27. Juni 2008 im Rahmen der Zusammenlegung zweier französischer Geheimdienste (RG und DST) gegründet wurde, ist damit das perfekte Instrument einer politischen Polizei.

EDVIGE wird Daten über "Familienstand und Beschäftigung; physische Adresse, Telefonnummern, e-Mailadressen; physische Merkmale, Fotos und Verhalten, Identitätsnachweise; Autonummernschilder; Steuerinformationen und Erbinformationen; Umzüge und rechtliche Aktenvermerke" enthalten.

EDVIGE ist aber nicht alleine. Ihre Zwillingsschwester CRISTINA wurde am gleichen Tag geboren. CRISTINA will die "inländischen Geheimdienste für den Heimatschutz und nationale Interessen zentralisieren". Mehr wissen wir nicht über CRISTINA: die Regierung hat unter Bezugnahme auf Artikel 26.III im französischen Datenschutzgesetz entschieden, dass kein Erlass über die Schaffung von CRISTINA veröffentlicht werden wird.

Regelmäßig, wenn ich mich mal wieder etwas intensiver mit dem Thema beschäftige, beschleicht mich das überaus beängstigende Gefühl, das Niemöllers letzter Absatz, auch heuer wieder nicht mehr allzu weit entfernt scheint:

»[...] Als sie mich dann holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte!«

Was für ein Glück, daß wir ja alle nicht zu verheimlichen haben . Und überhaupt, was rege ich mich eigentlich so auf? Es trifft ja nur die Franzosen, und auch dort nur die, die »voraussichtlich gegen die öffentliche Ordnung verstoßen werden.«. »Niemand hat die Absicht, eine Mauer bauen!!!«   WÜRG!!!!

Um den Würgereiz gar nicht erst abklingen zu lassen – wir sind schließlich nicht zum Spaß hier  – geht's just in diesem Stil weiter. Zwei Meldungen, die man, trotz "interner, vertraulicher" (??) Papiere und "ominöser" (??) Informanten, vorsichtshalber nicht leichtfertig abtun sollte. Dafür ist "die Sache" einfach zu weitreichend. Lieber von vornherein auf die sichere (verdächtigende) Seite schlagen. In jedem Fall lohnt die vollständige Wiedergabe!!!

 


                                 EU-internes Papier: RFID-Chips versehende Ausweise zum Kauf von Benzin notwendig


In einem EU-internen Arbeitspapier sind die ersten Ergebnisse einer Beratergruppe dokumentiert, die "Pläne für die Ausgestaltung europäischer Innenpolitik über das Jahr 2009 hinaus" (also nach dem Auslaufen des Haager Programms) entwickeln soll. Einem unserer Informanten wurde nun in Brüssel Einblick in dieses noch streng vertrauliche Papier gewährt - und was er las, übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. George Orwell, der Autor des bekannten Buches "1984", hätte manches davon gewiß nicht in seinen kühnsten Träumen geahnt!

Es geht bei den Überlegungen im wesentlichen um den Einsatz der neuen, mit RFID-Chips versehenen Ausweise, die die Bürger der EU in Zukunft bei allen möglichen Verrichtungen des täglichen Lebens vorzulegen hätten.

Wer an eine Tankstelle fährt, soll in ganz Europa nur noch dann Kraftstoff erhalten, wenn er sich zuvor mit Hilfe seines Ausweises auch legitimiert hat. Auf diese Weise kann exakt festgestellt werden, wer wo und wann getankt hat. Und ganz nebenbei wäre es auch noch möglich, z.B. deutsche Tankstellenkunden in ganz Europa bei ihrem Kraftstoffbezug mit den (europaweit mit am höchsten) deutschen Steuersätzen zu "erfreuen". Dem vom deutschen Fiskus immer stärker beklagten "Tanktourismus" (bei dem die Bürger nur von ihrem Recht Gebrauch machen, dort einzukaufen, wo es am preiswertesten ist) würde gewissermaßen nebenbei seine Basis entzogen....

"Ganz nebenbei" regen die Autoren des Papiers ebenfalls an, in einer ferneren Stufe auch Lebensmitteleinkäufe mit der zwangsweisen Ausweis-Vorlage zu verbinden. So könne man im Krisenfall "Hamsterkäufen wirksam begegnen und zugleich soziale Gerechtigkeit verwirklichen", schwadronieren die Autoren.

Dies vorweggeschickt, verwundert es nicht, wenn die Augen mancher EU-Experten in diesen Tagen nach Malaysia gerichtet sind, wo die seit einiger Zeit staatlich "subventionierten" Kraftstoffpreise ab sofort nur noch für Einheimische gelten sollen. Der "Einheimischenstatus" muß bei jedem Tanken mit Hilfe des Ausweises nachgewiesen werden, der ebenfalls bereits über einen RFID-Chip verfügt. Zur Zeit werden alle Tankstellen mit entsprechenden Lesegeräten ausgestattet. Doch in Malaysia werden nicht nur Kraftstoffe "subventioniert", sondern auch die Preise für etliche Grundnahrungsmittel. Dazu zählt auch Reis, der in letzter Zeit schneller teurer wurde als Benzin. Nicht nur in Brüssel gehen deshalb etliche Fachleute davon aus, daß das an den malaysischen Tankstellen eingeführte Identifikationssystem schon bald auf den Erwerb von Grundnahrungsmitteln ausgedehnt werden könnte!

Man kann von Malaysia lernen, werden manche Bürokraten und Politiker nicht nur in den EU-Amtsstuben denken. Wir finden das nicht - jede weitere Einschränkung der persönlichen Freiheit und Erweiterung der staatlichen Kontrollmöglichkeiten ist und bleibt in unseren Augen ein Gräuel! (>>)

 


                                 US-Dienste bekommen "gläserne Bürger" frei Haus geliefert


US-Dienste bekommen "gläserne Bürger" frei Haus geliefert Laut einer kurzen Notiz der in diesem Bereich gewöhnlich sehr gut informierten „New York Times“ verhandeln Vertreter der EU-Kommission und der US-Regierung über ein streng vertrauliches Geheimdienstabkommen, bei dessen Zustandekommen alle in der Europäischen Union lebenden Menschen für die US-Dienste zu gläsernen Bürgern würden! Man plant danach, außerhalb der offiziell bestehenden Datenschutzgesetze praktisch allen US-amerikanischen Sicherheitsbehörden (darunter beispielsweise die CIA) einen unbeschränkten Zugriff auf die Daten aller EU-Bürger zu ermöglichen.

Dazu zählen private Daten wie die aus den Steuerbescheiden ersichtlichen Einkommensverhältnisse ebenso wie die Daten von Kreditkarten, im Internet hinterlassene Datenspuren, die von den Telefonunternehmen aufgezeichneten Kommunikationsdaten oder auch anhand der Buchungen offenkundig gewordene Reisepläne.

Auszug aus den wöchentlich erscheinenden Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 3778 (>>)

Vorausgesetzt, diese HORRORmeldungen stimmen in der dargebotenen Weise und inhaltlich – was mich kein bißchen überraschen würde –, dann ... Die Schlinge zieht sich zu, weitgehend unbemerkt vom "Volke" (wie mir meine persönlichen Umfeld-Erfahrungen zumindest nahelegen). Irgendwann in ... ja in welchem zeitlichen Horizont ?? ... naher (?), mittelfristiger (?), weiter (?) (nie?) Zukunft, wird es wiederholt keiner hat kommen sehen können!!

Obwohl, die Zukunft hat im Grunde schon längst begonnen!! Ein Buchauszug bei black01_next.gif»FoeBuD e.V.«:

 


                                 Alles überallhin verfolgen – Die Bedrohung durch RFID


Stellen Sie sich eine Welt vor, in der es keine Privatsphäre mehr gibt.

In der jeder Ihrer Einkäufe überwacht und in einer Datenbank gespeichert wird und in der jedes einzelne Teil in Ihrem Besitz nummeriert ist. In der irgendwer in einer anderen Stadt oder vielleicht in einem anderen Land eine Liste hat, in der alles verzeichnet ist, was Sie jemals gekauft haben, alles, was Sie je besessen haben, jedes einzelne Kleidungsstück in Ihrem Schrank – jedes Paar Schuhe. Zusätzlich können diese Dinge auch noch aus der Ferne verfolgt werden.

Sobald jedes Ihrer Besitztümer in einer Datenbank erfasst ist und verfolgt werden kann, können auch Sie selbst aus der Ferne verfolgt und beobachtet werden, nämlich durch die Dinge, die sie an haben, die Sie bei sich tragen, mit denen Sie jeden Tag umgehen.

Wir stehen möglicherweise am Übergang zu dieser furchtbaren Welt, sollten globale Unternehmen und Regierungsstellen ihren Willen bekommen. Das ist die Welt, die Wal-Mart, Target, Gillette, Procter & Gamble, Kraft, IBM, sogar die Post der Vereinigten Staaten im Laufe der nächsten zehn Jahre einführen wollen.

Das ist die Welt der Radio Frequency Identification.

black01_next.gif»Wenn euch alles andere zu viel Leserei ist, dann euch schaut wenigstens den zugehörigen Rest an!!!!«

Ernsthaft!! Ist das kein absolut erschreckendes Szenario? Und bestimmt kein unrealistisches!! Oder geht meine Phantasie mit mir durch? Wie auch immer ... heute habe ich den kompletten verdammten Tag Meldungen über ein (angebliches?) Verbot der Überraschungseier (ihr wisst schon, "In jedem siebten Ei..." usw.) vernehmen dürfen.

Ja herrgottsakradiundmalundzugenäht usw., 1984 wird in durchaus absehbarer Zeit ein Fliegenschiss gegenüber dem höchstwahrscheinlich Kommenden sein, und ich muß den lieben langen Tag Berichte über Ü-Eier über mich ergehen lassen??? Ja merk ich noch was ?? Nicht zu fassen!!!

Verhehlen will ich in diesen Zusammenhängen allerdings auch nicht, daß es ...

Technologie ist ... etwas Seltsames. Sie gibt uns mit der einen Hand großartige Geschenke und rammt uns mit der andern das Messer in den Rücken.  – C.P. Snow, New York Times, 1971

... auch für RFID definitiv sinnvolle Einsatzgebiete gibt. Nur habe ich keinen Schimmer, wie es möglich sein soll, daß eine (Stellen Sie sich eine Welt vor, in der es keine Privatsphäre mehr gibt.) von dem anderen zu trennen. Vor allem deswegen, weil eine solche Trennung meines Erachtens natürlich von vornherein unerwünscht ist. Dafür bietet diese Technik einfach zu viele Möglichkeiten für gewisse Kreise. Geradezu unglaubliche, paradiesische, perfekte Möglichkeiten, aus dem "richtigen" Blickwinkel betrachtet.

Die nächste Generation von Berufstätigen könnte darauf konditioniert sein, diese entwürdigende Überwachung gehorsam zu akzeptieren, indem sie ihr schon in jungen Jahren zwangsweise unterworfen wird.

Ich weiß, dass ich die folgende Metapher schon häufiger verwendet habe, gleichwohl schiebt sie sich mir zu solchen (eindringlichen) Aussagen immer wieder vor Augen.

Setzt man einen Frosch in einen Wasserbottich, der sich auf einer Herdplatte befindet, die sich nur sehr langsam erhitzt, dann wird der Frosch bei lebendigem Leibe langsam gekocht, weil die geringe Temperaturzunahme pro Zeiteinheit für den Frosch nicht erkennbar ist und er deshalb nicht flieht. Würde man den Frosch dagegen in bereits kochendes Wasser werfen, würde er sofort herausspringen. (>>)

Dieses Szenario beschreibt sehr gut, wie es derzeit mit "Big Brother" läuft (und nicht nur damit!!). Überall um uns herum kocht es, aber zu wenige scheinen zu bemerken, was hier passiert. Heutige Situation, per Zeitmachine 30 Jahre zurück projeziert, ein Aufstand wäre die Folge. Ich kann mir nicht helfen ... einerlei wo die Gründe letztlich zu finden sind, irgendwie haben wir – betont mich eingeschlossen – "unterwegs" verlernt, den berühmt-berüchtigten Zivilungehorsam noch ausüben zu können. Wahrscheinlich – ich pauschalisiere wissentlich – lässt sich, neben dem "alltäglichen"  (debitistischen ) Stress, der meist schon komplett ausreicht, um darüber hinausgehend nicht noch allzu viel auf die Beine stellen zu können, mit übervollem Bauch einfach schlecht aufstehen.

Tja, ich weiß auch nicht!! Vielleicht ist das auch nur mein ganz persönlicher, paranoia'scher Schwachsinn, habe zu viele schlechte Filme gesehen, und übersehe dabei etwaige positive Entwicklungen?!!? Wie auch immer ... "Hier stehe ich, ich kann nicht anders".

BIS NEULICH !!

 

 

 » 13. Januar 2008 « 

 

Nach längerer Zeit mal wieder eine kleine Auffrischung des Irrsinns!

Eindringliche Bildlichmachung der Situation, sozusagen. Andererseits ist 2007 als Todesdatum natürlich ein wenig spät angesetzt. Kennt ihr den Film black01_next.gif»Staatsfeind Nr. 1« aus 1998 mit Will Smith und Gene Hackman? Letzthin geht es in dem Streifen um die Überwachungsmöglichkeiten der Staatsschergen. Das Interessante hierzu findet sich in einem Kommentar eines Rezesenten:

»Mir wird wohl immer schleierhaft bleiben wie man behaupten kann, daß dieser Film übertrieben wäre, jeder der sich auch nur 10min. mit dem Thema Überwachungsstaat befaßt hat, weiß wie ernst zunehmen dieses doch ist. Die Technologie, die der Film darstellt, war schon als dieser ins Kino kam Schnee von Gestern. Gene Hackman hatte z.B. bei der CIA direkt nachgefragt, wie realistisch die Satellitenüberwachungstechnologie denn nun wirklich sei, um mitgeteilt zu bekommen, "wir (die CIA) sind schon etwa 10 Jahre weiter, als im Film dargestellt wurde".«

Selbstverständlich habe ich keinen blassen Dunst, ob Herr Hackman wirklich dort nachgefragt und auch noch ein solche Antwort erhalten hat. Aber erstens halte ich es für durchaus möglich. Und zweitens spielt das eigentlich keine Rolle. Selbst wenn das frei erfunden sein sollte, ändert es meines Dafürhaltens nichts am Wahrheitsgehalt.

Spätestens seit der Einführung von Google-Earth dürfte jedem klar geworden sein, was möglich ist. Und wenn Google-Earth - oder ähnliches - die freigegebene Version für's Fußvolk darstellt, ja was wird dann erst die Version der professionellen Überwacher so alles ermöglichen? Da gibt es auch durchaus ganz "praktische" Anwendungen. Hausbesitzer beispielsweise sollten sich in Acht nehmen. black01_next.gif»Satellitenbilder zum Aufspüren von Gebäudeänderungen oder -erweiterungen« sind in der Tat angedacht (oder vielleicht sogar schon Usus??). Diese Meldung bezieht sich zwar auf Großbritannien, soll mir aber bloß niemand damit kommen, daß das für hierzulande völlig utopisch ist. »Neben der Frage der Finanzierbarkeit ... wird deutlich, dass ein Beamter irgendwo in seinem Büro die Aussicht geniessen kann von Menschen, die sich gedacht haben, dass sie ihre Privatsphäre geniessen könnten.« Was für Aussichten!

Und wie so häufig bei derartigen "Dingen", ist, bevor die flächendeckende Einführung für jederman kommt, die "Alltagserstanwendung" eine, die man der Bevölkerung recht gefahrlos als Versuchsballon unter die Nase reiben kann. Welcher gute Staatsbürger kann schon was dagegen haben, wenn black01_next.gif»Sexualtäter satellitenüberwacht werden«. Führen wir uns aber eine Aussage des britischen Präsident der Association of Chief Police Officers Ken Jones zu Gemüte, bekommt das auf einmal völlig andere Dimensionen. Der Typ sagt: »“Wenn wir in der Lage sind, Autos zu überwachen, warum sollten wir nicht auch Menschen überwachen”«.

Tja, so locker-flockig-leicht geht das heutzutage den Verantwortlichen über die Lippen! Zunächst mal werden Gruppen erfasst, gegen deren Sicherheitsüberwachung nun wirklich niemand was haben kann. Es sei denn, er will sich partout mitverdächtig machen, oder moralisch ins Abseits stellen. Verbrecher, Terroristen, Sozialschmarotzer etc, all dieses Geschmeiß sollte zur Sicherheit aller Anderen unter der Lupe stehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in Deutschland ist das nicht anders: black01_next.gif»Die Polizei darf satellitengestützte Überwachungstechnik zur Verfolgung mutmaßlicher Straftäter einsetzen.«. Selbst popelige "Sicherheitsunternehmen" verwenden das "schon" standardmäßig, ist doch »Satellitenüberwachung von Werttransporten, Satellitenortung von gefährdeten oder zu überwachenden Personen, ... dank modernster Technik und Elektronik ein Kinderspiel.« (>>) Der Gewöhnungeffekt stellt sich dann ruckzuck ein. Alsbald ist als nächste Stufe auch die Allzeitbeobachtung von chronisch Kranken, Alkoholikern, Kinder von überbesorgten Eltern, über 70-jährigen usw. nichts besonderes mehr und bedarf keiner weiteren Erwähnung. Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, ist es dann in der Tat das Normalste der Welt, das jeder zu jeder Zeit abrufbar wäre.

GENAU DAS IST DIE CRUX bei der Sache. Gar nicht mal das tatsächlich jeder zu jeder Sekunde überwacht wird, sondern das jederzeit die Möglichkeit besteht, wenn es die Herren/Damen Staats- und Staatsähnliche Gewaltigen nur wollen! UND SIE WOLLEN!! Immer und überall!! Das war zu jeder Zeit so und wird immer so bleiben. Gibt es die Gelegenheit - und die gibt es selbstredend, da ja von ihnen selbst eingeführt -, wird sie früher oder später auch gnadenlos (aus)genutzt! Nur EIN Beispiel dafür, das mir dank (!!) Martin S. unter die Maus kam. Vergleichbares - und/oder gar Schlimmeres - gäbe es natürlich noch zu Hauf aufzuführen. Ich denke jedoch, ihr versteht wohin die Reise geht. Von daher soll das hier erst mal genügen.

black01_next.gif»Harms wütet ohne Folgen ... Generalbundesanwältin Monika Harms verstößt bei ihren Terrorermittlungen regelmäßig gegen geltende Gesetze.«

Die in einem dergestaltetem System Heranwachsenden, die ihrem Auftrag gemäß dann eigentlich gegen dergleichen etablierte Konformitäten auzubegehren haben, können das gar nicht mehr; schlicht weil sie nichts anderes kennen!! Die gedanklichen Alternativen fehlen! Ganz so weit sind wir zwar noch (!!) nicht, aber der Weg ist glasklar vorgezeichnet. Was für Menschen werden dadurch "produziert"? GENAU DIE, die sich jeder politische Teil des Staates wünscht...

»Wer sich überwacht fühlt, wird scheu und konform, traut sich nicht mehr aufzumucken. Und gegen Gefühle ist selbst Herr Schaar machtlos.« (>>)

Geradezu paradiesische Zustände tun sich da für die Mächtigen dieser Welt auf! Ich meine durchaus feststellen zu können, daß sich die Wirkung schon einstellt! Es ist mehr ein Gefühl, aber an winzigen Änderungen der Einstellungen, an unbedacht hingeworfenen Sätzchen, an Reaktionen auf dies und das, ganz allgemein an diversen Kleinigkeiten, und nicht zuletzt an mir selbst wird es zunehmend erkennbar, wie ich meine. Dieses subtile, aber sets vorhandene Gefühl im Hinterkopf, beobachtet zu werden, es wird nicht gerade kleiner!

Das ist schon verflixt! Für jede hast-du-wirklich-gerade-in-der-Nase-gebohrt(?)-Überwachungstechnik, die so überaus beliebt bei den großkopferten "Brüdern" sind, gibt es freilich auch absolut sinnvolle Anwendungen für den Alltagsgebrauch für dich und mich. Google-Earth zum Beispiel, verwenden auch wir im Büro häufiger. Wir benötigen ab und an einfach ein paar Grundstücksdraufsichten. Sehr praktisch das Ganze! So gesehen ist eine generelle Schelte echt schwierig!

Ich weiß nur eins ziemlich sicher: Jede Technik, die einmal eingeführt und für die Staats- und sonstige Kraken als Standardanwendung greifbar wird, wird niemals nicht mehr zurück genommen. Ganz im Gegenteil, sie wird unter Garantie sukzessive ausgebaut und verfeinert. Das Resultat ist zunehmend erschreckend, weil der für mich alles entscheidende Faktor dabei kaum noch eine Rolle spielt. Die FREIWILLIGKEIT der Anwendung!

 

 

 » 28. Oktober 2007 « 

 

 

Tja, WIE DER TEUFEL SO WILL, nach meiner "Schonfrist" Urlaub darf ich nun unmittelbar danach bis mindestens Ende November heimatfern für zusätzliches BIP sorgen und dort der Maloche frönen. Bedeutet, ich werde zwar immer mal wieder Zuhause sein, daß aber unregelmäßig und nur ganz kurz, sodaß ich einfach nicht in der Lage sein werde, bis dahin hier noch was sinnvolles zu bewerkstelligen. Im Grunde ist dieses Jahr NEWSmäßig somit LEIDER größtenteils gelaufen (möglicherweise klappt vor der Weihnachtspause noch was "Schnelles" im Dezember). Ich werde schlichtweg kaum bis keine Zeit dafür haben. Auch bei mir schlägt der Debitismus unerbittlich zu, und die Arbeit hat selbstredend Priorität - die Krake Staat will schließlich gefüttert werden! SO LEID ES MIR TUT, wir werden uns wohl so richtig erst wieder Anfang nächsten Jahres sehen! Sollte sich daran was ändern (was nervtötenderweise recht häufig vorkommt) ... ähhh, naja, alsooo ... eigentlich bekommt ihr das dann nur mit, wenn ihr immer mal wieder hier reinschaut. ICH BITTE UM PARDON!!!

 

 

Aus gerade beschriebenen Gründen, die leider jetzt schon zu greifen beginnen, kann ich diesmal nur ein paar Links setzen und muß auf eigene Kommentierungen verzichten (ich gehe davon aus, daß euch das in tiefe Trauer versetzt ). Lesen und - vor allem - auch drüber nachdenken, sollte sich trotzdem lohnen!!

black01_next.gif»Fingerabdruck im Reisepass: Risikoexperiment an der Bevölkerung beginnt«

black01_next.gif»Britische Schule testet RFID-Chips in der Schulkleidung«

black01_next.gif»Die BigBrotherAwards 2007« (*WÜRG*!!)

black01_next.gif»Staatsschutz Aachen hätte gern IP-Adressen vom Elo-Forum«

black01_next.gif»Netzbespitzelung, die Pest der „PC-Online-Durchsuchung“«

black01_next.gif»Videokameras in U-Bahn bringen keine Sicherheit« 

 

 

 » 20. September 2007 « 

 

So, Leute, jetzt habt'ers !! Das ist vorrübergehend (!!) die letzte Aktualisierung! Komme was da wolle - und ich hoffe inständig, daß das nicht zuuuu arg wird, was da u.U. kommt -, Urlaub und homepagefreie Zeit ist angesagt!! Ich brauch dringend 'ne Pause!

Wie lange? Also zwei Wochen "Total"abstinenz (mal sehen, wie "total" ich das durchhalte ) habe ich mir selbst schon auferlegt (bis auf einige Mailantworten höchstwahrscheinlich, da hänge ich doch um einiges hinterher (sorry!!), ein paar werde ich wohl endlich schaffen). Bis ich nach diesen zwei Wochen dann wieder in der Materie bin, Interessantes zusammengesammelt und irgendwas dazu geschrieben habe, ich denke bis dahin vergehen dann schon vier bis fünf Wochen. Grobe Richtschnur: Ende Oktober!! Wie gesagt, wird höchste Zeit dafür!! Okay, bis dahin!! Ich hoffe es geht unterdessen nicht komplett in die Grütze!! Schöne Zeit zusammen - trotz allem!!

 

Weiter unten findet ihr noch »Verschärfte Bargeldkontrollen bei der Ein- und Ausreise an den Grenzen ab 15.6.2007«

 

Der CCC wird's mir verzeihen: Obgleich die Meldung nicht ganz taufrisch ist, muss ich sie einfach zeigen, und zwar in Gänze! Keinesfalls darf das untergehen!! Meines Dafürhalten geht's viel brisanter nicht mehr. Der Weg ist klar vorgezeichnet.

 

 

 


                                 Chaos Computer Club veröffentlicht Entwurf des BKA-Gesetzes


31. August 2007 (presse@ccc.de)
Wie kürzlich bekannt wurde, ist die Online-Durchsuchung nur die Spitze des Eisbergs innerhalb der Planungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zur Ausweitung der Überwachung der Bevölkerung. Dem Chaos Computer Club liegt ein anonym zugespielter Entwurf des neuen BKA-Gesetzes vor. Darin ist u. a. vorgesehen, dass der Einsatz des Bundestrojaners auch ohne die Genehmigung eines Richters erfolgen soll, der normalerweise bei einem Grundrechtseingriff dieser Art obligatorisch ist. Durch die weitgehenden Befugnisse für die Ermittler entsteht der Eindruck, der Bundesinnenminister ignoriere die Vorgaben des Grundgesetzes vollständig.

Auch die Pflicht der Behörde, nach dem Ende von Überwachungsmaßnahmen die betroffenen Bürger zu benachrichtigen, wird durch den Gesetzentwurf weiter eingeschränkt. Wie es heute schon bei Telefon- und Internetüberwachung gängige Praxis ist, wird der Ausspionierte also in Zukunft von der Online-Durchsuchung nur in seltenen Ausnahmefällen Kenntnis erlangen. Dies widerspricht den rechtsstaatlichen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. [2]

Das BKA soll zudem personenbezogene Daten auch aus den Datenbeständen von Unternehmen erheben, speichern und verstärkt auf die erkennungsdienstliche Behandlung zurückgreifen dürfen. Für Ermittlungen ist der praktisch unregulierte Einsatz von Observationen auch mit Hilfe technischer Mittel vorgesehen. Dies beinhaltet die akustische und optische Überwachung der Betroffenen sowie den Einsatz von V-Leuten und verdeckten Ermittlern auch innerhalb von Wohnungen. Zu diesem Zwecke sollen Mitarbeiter des BKA auch Urkunden (wie z. B. E-Mails anderer Behörden zur Übertragung von Trojanern) verändern und fälschen dürfen. Ebenso wird das Recht eingeräumt, die Anfertigung von Lichtbildern und Tonaufnahmen in Wohnungen Unbeteiligter vorzunehmen, sofern sich ein Betroffener dort aufhält. Diese Maßnahmen werden auch den absolut geschützten Kernbereich privater Lebensgestaltung betreffen. Eine Unterbrechung von Aufnahmen, die intime Details eines Menschen offenbaren würden, kann in Einzelfällen sogar unterbleiben.

Wenn das BKA-Gesetz in der vorliegenden Fassung verabschiedet wird, entsteht de facto eine Geheimpolizei, wie sie in Deutschland zuletzt in der DDR existierte. Angesichts der sich häufenden Berichte über privaten und behördlichen Mißbrauch von Überwachungsbefugnissen warnt der Chaos Computer Club davor, dem Gesetz auch nur teilweise zuzustimmen. Das Trennungsgebot von Polizei und Geheimdiensten darf nicht weiter ausgehöhlt werden.

Passend hierzu vermeldet die Berliner Zeitung vom Freitag eines der zahlreichen Probleme behördlicher Überwachungsbefugnisse in der Praxis. Durch die Ausweitung der technischen Möglichkeiten und die weitgehende Automatisierung, die auf eine menschliche Überprüfung verzichtet, steigt das Missbrauchspotential drastisch an. [3]

Der CCC übergibt der Öffentlichkeit das Dokument gerne zur Ansicht. [1]

[1] Der Entwurf des BKA-Gesetzes in der Version vom 11.07.2007 (6,5 MB, PDF)

[2] BVerfGE 109, 279 (363 ff.)

[3] Beamter unter Verdacht

In dem verlinkten Artikel »Beamte unter Verdacht« finden wir eine Aussage, die deutlicher kaum machen könnte, wie weit wir schon sind...

 »"Wir können uns jetzt eine Diskussion über den Missbrauch von elektronischen Überwachungsmöglichkeiten eigentlich nicht leisten", sagt ein Sicherheitsbeamter.«

black01_next.gif»BKA-Chef Ziercke: Weg vom Misstrauen gegen den Staat«

Misstrauen gegenüber der Regierung ist grundlegendes Element der Demokratie. Sonst bräuchte man auch keine Gewaltenteilung.
Gerade weil Ziercke also fordert, dass man doch bitte aufhören solle mit dem Misstrauen gegenüber dem Staat, misstraue ich Ziercke!

...und, vor allem, wie die Gedankenwelt der Spitzelknechte gestrickt ist. Wir können uns jetzt also keine Diskussion über den Mißbrauch leisten? Ja verdammt noch mal, wann dann, wenn nicht jetzt? Am besten wohl NIEMALS !! So was Arrogantes und Abgehobenes, einfach nicht mehr zu fassen! Absolut keinerlei kritisches Hinterfragen mehr möglich. Befehlsempfangende Marjonetten, denen jegliches geistiges Eigenleben verlustig gegangen ist. Alles schon mal dagewesen!  Unter anderem genau solche Aussagen von Sicherheitsexperten (siehe auch Kasten rechts) sind es, die die "paranoiden Wahnvorstellungen" einiger Verrückter, immer weiter in Richtung Realität rücken! Meine Fresse, mir wird's ganz anders!!

Und sage und schreibe 32 Prozent sind laut einer N-TV black01_next.gif»Umfrage« dafür, »...schnellstens die umstrittenen Online-Durchsuchungen zur Terrorabwehr auf den Weg zu bringen.«. Noch besser wird's bei der black01_next.gif»Frage«, ob »...wir schärfere Gesetze im Kampf gegen den Terrorismus brauchen?«. 47 Prozent meinen doch tatsächlich JA!! Darüber hinaus:

In Deutschland steht derweil der Stammtischmichel weiter stramm zur "Online-
Durchsuchung", wenn man dem
heutigen ZDF-Politbarometer Glauben schenken darf:

Ich muß mich wiederholen: »Manchmal, da gibt es Augenblicke, da fühl ich mich richtig müde, aber so richtig...«    (black01_next.gif»Der großartige...«)

Ja klar, bei China wundert man sich über gar nichts mehr. Dort ist dergleichen, wie ein black01_next.gif»Massives Internet-Säuberungsprogramm«, quasi an der Tagesordnung. So widerwärtig das auch ist, wirklich verwundern tut es einen nicht! Es ekelt einen an, aber letztlich rechnet "man" mit nichts anderem!

Alle drei Maßnahmen sehen vielmehr nach einem bewußt geplanten Programm der "verbrannten Erde" aus, mit dem zuerst nach und nach alle Bereiche des chinesischen Internets auf Null herunterfährt und anschließend die Spreu vom Weizen trennt, das heißt, anschließend nur noch die Anbieter der technischen Infrastrukturen und Internetplattforem nach einer erneuten Registrierung durch die Internetkontrollbehörden zulässt, die glaubhaft machen können, den vorgegebenen Selbstverpflichtungen zur Selbst-Zensur und -Überwachung folgen zu können und die ihre Nutzer nur nach Registrierung ihrer persönlichen Daten das schreiben lassen, was der Regierungsdoktrin entspricht.

Auch in dieser Hinsicht könnte das chinesische Regime Modellcharakter für die Absichten westlicher Regierungen haben, das Internet für die Bekämpfung des Terrorismus oder der Kriminalität endlich nahezu vollständig unter Kontrolle zu bringen.

So wie ich die Dinge sehe, befinden wir uns - bildlich - schnurstracks auf dem Weg nach China! black01_next.gif»Zensor Frattini« läßt grüßen:

Und die Internet-Provider und Suchmaschinenbetreiber werden vollständig in die Rolle versetzt und erhalten den Status, die ihnen vom Präventionsstaat seit langem zugedacht sind: Nicht mehr Zugangsvermittler und Durchleiter zu sein, der reaktiv tätig werden muss, wenn ihm strafwürdige Inhalte "zu Ohren kommt", sondern proaktiven Polizeitruppe im Dienste des Präventionsstaates. Arcor macht es vor.

In diesem Zusammenhang vielen Dank (!!!) an Martin, für den Mail-Hinweis auf Frattinis "Terrorbekämpfungs"schwachsinn. Ich will enden mit einem Zitat von Martin aus der Mail, dem nichts mehr hinzuzufügen ist:

»Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode! Ich werd' noch irre in diesem System!«

 


                                 Verschärfte Bargeldkontrollen...


...bei der Ein- und Ausreise an den Grenzen ab 15.6.2007

Ja, verehrtes Publikum, so schnell geht das heutzutage, ein widerwärtiges, kriminelles, strengstens zu ächtendes Subjekt zu werden!

Statt der bisherigen Grenze von 15.000 Euro gilt auch an den deutschen Grenzen seit 15.6.2007 ein Schwellenwert von 10.000 Euro.
[...]
Selbst wenn sich im Rahmen einer Bargeldkontrolle keine Anhaltspunkte für eine Geldwäsche ergeben, können die Bediensteten der Zollverwaltung oder des Bundesgrenzschutzes die aus der Kontrolle erlangten Erkenntnissen und personenbezogenen Daten an andere Behörden (z.B. Finanzämter) übermitteln. Hierfür reicht seit 1.1.2000 bereits aus, dass ihre Kenntnis zur Durchführung eines Besteuerungsverfahrens von Bedeutung sein könnte (Art. 23 des Steuerbereinigungsgesetzes 1999; BGBl 1999 I S. 2621). Ein konkreter Anhaltspunkt für Geldwäsche ist daher jetzt für die Datenübermittlung nicht mehr erforderlich.

In seiner abschließenden Bewertung kommt der oberste deutsche Datenschützer daher zu dem Ergebnis, dass die grenzüberschreitenden Kontrollen des Bargeldverkehrs entgegen der erklärten Absicht des Gesetzgebers hinsichtlich einer effektiveren Bekämpfung der organisierten Kriminalität in erster Linie dazu dienen, ins Ausland abgewanderte Kapitalanleger mittels einer "mobilen Steuerfahndung" zu ermitteln.

black01_next.gif»Komplett...«

1)

Staat:

Keiner mag mich leiden ! Von nun an werde ich mit vorgehaltener Waffe dafür sorgen, daß dies anders wird. Sie werden mich leiden mögen MÜSSEN!

2)

Therapeut:

Lieber Staat, macht es nicht viel mehr Sinn, wenn du dich mal selbst fragen würdest, WARUM dich keiner mag? Nur so kannst du doch das eigentliche Problemnämlich die Ursache - bekämpfen. Ist die Ursache nicht vielleicht du selbst? Das, was du machst, ist das nicht lediglich die Symptombekämfung?

3)

Staat:

Hää? Ähhh...watt? Ey mann, laß mir die Ruhe!! Das geht schon! Ähh, die Waffe muß nur groß genug sein, mann!

4)

Therapeut:

Werden sie dich nicht noch viel weniger mögen, wenn du die Waffe immer größer wählst?

5)

Staat:

6)

Zurück zu 1) !!

 

 

 » 14. August 2007 « 

 

 

 


                                  Je mehr Not - desto mehr Notstand oder:... 


...Der Staatsumbau seit 1990

 

Grundgütiger!!! Das wir schon sooo weit sind, war auch mir nicht bewußt!!!

»[...] Kurz zuvor, im Februar 2007, ist in der Militärzeitschrift "Europäische Sicherheit" ein Artikel vom Oberstleutnant im Generalstab Philipp Leyde zu Übungen der Bundeswehr zu lesen. Auf einem Foto sind Soldaten und Panzerfahrzeuge zu sehen. Die Bildunterschrift lautet: "Soldaten des JgBtl 292 bei der Ausbildung gegen Demonstranten". Sämtliche Demonstranten tragen Blaumann. Von wegen Schwarzer Block....

Was verbirgt sich dahinter?

Seit Januar 2007 wird der Aufbau eines flächendeckenden militärischen Heimatschutzes von Bundeswehr, Reservisten und zivilen Organisationen vorangetrieben. Allen 16 Landesregierungen stellt der deutsche Generalstab Bundeswehroffiziere zur Seite, sogenannte "Landeskommandos"; - so am 18. April in der Münchner Residenz abgeschirmt von der Öffentlichkeit die "Feierliche Indienststellung" des bayerischen Landeskommandos. Es ist vom "Ansprechpartner der Landesregierung in allen Fragen der möglichen Unterstützungsleistungen der Bundeswehr" die Rede (Streitkräftebasis der Bundeswehr).

In allen 426 Landkreisen und kreisfreien Städten werden "Verbindungskommandos" ortsansässiger Reservisten installiert. (anfangs je 12, also insgesamt ca. 5.000; die CDU/CSU verlangt als Ziel eine Gesamtzahl von 250 000.) Zur ständigen Präsenz sollen sie in den Rathäusern und Landratsämtern Räume erhalten. Da reicht ein Gang ins nächste Zimmer, um sich eine Anforderung im Rahmen der "Amtshilfe" zu organisieren. Auch in Heiligendamm wurde der Einsatz der Bundeswehr mit der sog. Amtshilfe legitimiert. Dutzendweise wurden im voraus sozusagen auf "Vorrat" Amtshilfegesuche gestellt. Die decken keinen verfassungsgemäßen militärischen Bundeswehreinsatz ab, - aber wer weiß das schon. "Per Amtshilfe" kann nicht verfassungswidrig der Einsatz der Bundeswehr angefordert werden. Wenn dem so wäre, hatte es ja die Notstandsgesetze nie gebraucht, und müsste Schäuble keine Grundgesetzänderung wollen. (Siehe Kasten) [...]«

black01_next.gif»Komplett...«

Noch ein Link dazu:

»Notstand der Republik«

Seit Anfang des Jahres sitzen Heimatschutz-Truppen im Frankfurter Rathaus. Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit bezogen sie im April Quartier im Technischen Rathaus. Heimatschutz - Sie wissen nicht, was das ist? Das sollten Sie aber, denn er kann Sie eines Tages Kopf und Kragen kosten.

black01_next.gif»Komplett...«

Und damit niemand denkt, daß das erfundene Panikmache ist und/oder theoretische Gehirnquallen sind, folgend ein Zitat aus angesprochenem black01_next.gif»Weissbuch zur Bundeswehr« (Seite 127):

»Die Wehrbereichskommandos, die ihnen unterstellten elf Landeskommandos und das Standortkommando Berlin bilden das Herzstück der bis 2007 abzuschließenden territorialen Neuausrichtung. Mit der Aufstellung von ca. 470 vorzugsweise aus Reservisten bestehenden Kreis- und Bezirksverbindungskommandos wird die flächendeckende Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) auf den einsatzentscheidenden unteren und mittleren Ebenen intensiviert. Zusätzliche Unterstützung kann mit den bundesweit stationierten ZMZ-Stützpunkten - derzeit Pioniere, Sanitätsdienst und ABC-Abwehr - für die zivilen Katastrophenschutzbehörden geleistet werden. Neben strukturellen Maßnahmen werden die militärischen Einsatzgrundsätze vermehrt an den Bedarf der für Gefahrenabwehr und Katastrophenhilfe zuständigen zivilen Seite und die Erfordernisse eines wirkungsvollen Schutzes Deutschlands angepasst«

Tja ja, der »wirkungsvolle Schutz Deutschlands«. Schutz vor wem? Schutz vor was? Wer oder was ist dermaßen furchterregend, daß sämtliche Staatsschergen zusammengeschaltet werden müssen? Und wenn so ein MIst erst mal installiert ist, wird es der Befugnisse für diese ZMZ'tler und der restlichen "Staatsschützer" zukünftig ganz sicher nicht weniger geben.

*Originalzitat eines mir bekannten BW-Majors, auf die prinzipielle Frage, während einer Diskussion über den Einsatz der BW im Innern, ob er sich bei solchen Einsätzen etwaigen Demonstranten entgegenstellen würde. Wobei er noch das Wörtchen »Natürlich« voranstellte!

»Gib' einem Menschen Macht und Du erkennst seinen Charakter.«
Abraham Lincoln

Offenbar werden wir in den kommenden Jahren mehr als ausreichend Gelegenheit bekommen, den Charakter von tausenden "Kleinmächtigen" auf die Probe zu stellen! Denn »Befehl ist schließlich Befehl!«*

Und damit die kommenden Heimatschutz-Truppen auch genau wissen, welche(r) der heimatlichen Terroristen(innen) sie denn so vor sich haben, gibt es seit neuestem auch eine ganz individuelle black01_next.gif»(Steuer)Nummer« für jederman, -frau und -baby (Dank an Martin S. für den Link!!!). Selbstverständlich zunächst mal "nur" zu Steuerzwecken! Ist das per se schon schlimm genug, eröffnen sich mit dieser Kopfnummer gänzlich neue (Albtraum)Szenarien! Aus Sicht der Nummernsammler geradezu ein unübertreffliches Überwachungs-Eldorado! Ein Kommentar zu black01_next.gif»Wenn der Unfall spricht« fasst das recht eindringlich zusammen:

»Unter dem Deckmäntelchen der Reduzierung von Unfalltoten wird dem Bürger das System bei Kauf eines Neufahrzeugs "untergeschoben". Ein Großteil der Neufahrzeugkäufer wird bestimmt begeistert sein - dient es doch nur dazu, ihn im "Falle eines Falles" vor den schwerwiegenden Unfallfolgen zu bewahren. Dafür lässt man sich doch gerne ein bisschen überwachen.

Jetzt braucht's eigentlich nur noch die europaweite Einführung des RFID-Chips, den man ohne große Komplikationen unter die Haut implantieren kann, mit der Begründung, dass damit Betrug bei Sozialleistungen, ärztlicher Hilfe, ... praktisch unmöglich wird und wir befinden uns in einem Überwachungsstaat von orwellschen Dimensionen.

Wenn man das ganze dann noch als wirkungsvolle Anti-Terror-Maßnahmen verkaufen kann, steht dem Erfolg dieser "im einzelnen völlig harmlosen und kaum erwähnenswerten Methoden" nichts mehr im Wege.«

Und wo wir nun schon alle so'en Nümmerchen haben, kann der RFID-Chip auch gleich mit derselben versehen werden. Nabelschnur ab, Chip rein ... der Rest hat sich, unter Strafandrohung bei nicht erscheinen, gefälligst am XX.YY.ZZZZ im zuständigen Heimatschutzbüro des Standortkommandos einzufinden, um sich seinen/ihren Chip einpflanzen zu lassen! Auslesegeräte erhalten selbstredend nur die "Befehl-ist-Befehl"-Roboter. Usw. usf. etc......

In Auschwitz war er nur noch Häftling 58866 – die Nummer wurde gleich nach der Ankunft im Konzentrationslager in seinen Arm eintätowiert. (>>)

Mal ganz im Ernst! Bin ich einfach nur zu paranoid? Geht meine Phantasie mit mir durch? Bin ich vielleicht wirklich nichts anderes als ein notorischer Schwarzseher? Ich weiß es nicht!!

Wie auch immer, ich kann mir einfach nicht helfen! Mich erinnert derartiges jedenfalls spontan an längst vergangen geglaubte Zeiten (siehe rechts!!). Nur eben in digitaler, statt in physischer Form. Was die Sache zwar subtiler, aber leider nicht weniger gefährlich und menschenverachtender macht!

Bei dergleichen Thematik können wir in der Tat nur hoffen, daß die paar tausend Warnlampen, im millionenfachen Lichtermeer des Desinteresses, ganz und gar daneben liegen. Nichts wäre mir lieber! Aber wenn nicht (?!?!?!?), sollten wir uns für die nicht übermäßig weit entfernte Zukunft schonmal verschärft in black01_next.gif»Das Leben ist schön«-Selbstsuggestion üben!!

 

 

 » 15. Juli 2007 « 

 

 

Wenn es nicht so ernst und traurig wäre, könnte man der Ironie vom Chaos-Computer-Club direkt was amüsantes abgewinnen. Tja, wenn es nicht so ernst und traurig wäre....

Ach so, es handelt sich dabei um folgenden Fakt:
 

»Verbot von Computersicherheitswerkzeugen öffnet Bundestrojaner Tür und Tor«

»[...] Durch die ausgesprochen weite Fassung des Gesetzes wird der Besitz, die Herstellung und die Verbreitung von präventiven Werkzeugen, mit denen die Sicherheit von Computern geprüft werden kann, in Deutschland strafbar. Diese Werkzeuge sind jedoch essentiell, um die Sicherheit von Computersystemen zu gewährleisten. Das allgemeine Verbot dieser Software ist etwa so hilfreich wie die Herstellung und den Verkauf von Hämmern zu verbieten, weil damit manchmal auch Sachbeschädigungen durchgeführt werden.

Andy Müller-Maguhn, Sprecher des Chaos Computer Club, kommentierte: "Das Verbot des Besitzes von Computersicherheitswerkzeugen öffnet auch dem Einsatz des Bundestrojaners Tür und Tor. [...]«

black01_next.gif»Komplett...«

Ist, was das betrifft, tatsächlich noch jemand so naiv und hält dies für überzogenen Panikmache? Voila...
 

»Antivirus-Firmen und der Schweizer Staatstrojaner«

Die Schweiz ist beim Thema Online-Durchsuchungen von Internet-PCs schon ein wenig weiter als Deutschland. Die Schweizer wollen Antivirus-Hersteller verpflichten, die staatlichen Spionageprogramme zu übersehen.

black01_next.gif»Komplett...«

"Bundestrojaner"? In wenigen Jahren "Business as usual" ... jede Wette! Und wie jede, zunächst nur "vereinzelt" und konkret "verdachtsbezogene" Neuigkeit, wird auch diese früher oder später flächendeckend eingesetzt werden. Das Schlimmste daran, ist diese verfluchte Ohnmacht, einfach nichts dagegen tun zu können! Das kann einen - in jedem Fall mich - schier Kirre machen!!

Aber es geht sogar noch bösartiger:
 

»US-Regierung will gegen amerikanische Blogger wie gegen feindliche Propagandisten vorgehen«

»Das Militär, das Heimatschutzministerium und das weiße Haus schärfen ihre Messer für den Kampf gegen alle Kritiker des "Krieges gegen den Terror"

[...] CENTCOM infiltriert Blogs und Foren um sicherzustellen dass Leute "die Möglichkeit haben, positive Geschichten zu lesen",... [...] Das weiße Haus hat vollkommen klargestellt dass es jene amerikanische Bürger ins Visier nehmen wird, welche Informationen verbreiten die den Interessen der US-Regierung schaden können und jene Bürger als "feindliche Kämpfer" klassifizieren wird. [...]«

black01_next.gif»Komplett...«

Langsam macht sich doch eine gewisse Resignation bei mir breit! Ich zitiere diesbezüglich einen ganz Großen der Literaturgeschichte :

»Manchmal, da gibt es Augenblicke, da fühl ich mich richtig müde, aber so richtig...«    (black01_next.gif»Der großartige...«)

 

 

 » 05. Juli 2007 « 

 

 

Zuvörderst will ich schonmal auf den oberfreiheitsbekämpfer-ich-bin-geil-auf-Biometrie Otto Schily von weiter unten hinweisen!! Wie, zum Geier, soll unsereins bei dergleichen Verarsche noch ruhig bleiben!!
 

 

 


                                 !!ALLTAG UND GEWOHNHEIT!!


Ein kurzer, gedanklicher Exkurs eines Laien (nämlich mir!):

1Ein schönes, anscheuliches Beispiel hierfür, ist für mich die Spinne und das Auto! Fast jeder hat "Angst" vor Spinnen (oder doch zumindest "Respekt"), vor Autos dagegen fürchtet sich niemand. Und das, obwohl hierzulande durch Autos ungleich mehr Menschen ums Leben kommen, als durch Spinnen. Autos sind also um ein vielfaches gefährlicher!! Warum nur, haben wir trotzdem keine Angst vor Autos??

Unser Gehirn, als letztendliche Wahrnehmungs"machine", ist evolutionär1 so "programmiert", daß es auf schnelle, heftige Änderungen (z. B. ein lauter Knall oder überschnelle Bewegungen etc) unmittelbar reagiert. Denn diese Änderungen, abseits des "Alltags", können Gefahr bedeuten. Der Alltag, das Gewöhnliche, die Gewohnheit hingegen, stehen für Sicherheit, "Ruhe" und Gefahrlosigkeit (weil dutzende Male erprobt und als ungefährlich abgebucht) und sind auf Grund dessen keiner besonderen Gegenmaßnahmen- oder reaktionen würdig! Was ja auch Sinn ergibt, ansonsten würden wir den ganzen Tag nur Angstschweiß gebadet durch die Gegend laufen! Nochmal: Alltag, Gewöhnliches, die Gewohnheit, wird von uns also als »sicher« gedeutet; schnelle, heftige Änderungen als Gefahr, auf die wir zu unserem Schutz reagieren!

Wie kann dieser Schutz im "Bedarfsfall" ausgehebelt werden, wenn es jemand wirklich drauf anlegt? Raubtiere beispielsweise schleichen sich an. Sie verstecken ihre Gefährlichkeit hinter der Langsamkeit der Bewegung! UND GENAU DAS, funktioniert auch bei uns Menschen! Mach "die Gefahr" schleichend, laß sie allmählich auftreten, ganz sachte, aber eben doch schrittweise (kleine Schritte) nach vorne, dem Opfer entgegen, und kein Mensch wird sie Wahrnehmen!!!

Just das ist es, was an uns seit Jahren praktiziert wird - Trippelschritt für Trippelschritt!! Das Opfer ist der Verlust der Freiheit, der Eigenbestimmung, der Eigenverantwortung usw., die schleichende Gefahr ist ... na ja, eben alles, was hier im Laufe der Zeit thematisiert wurde. Wir werden schleichend weichgeklopft und nehmen sie deshalb einfach nicht mehr wahr, die Gefahr!! Big Brother wird zum Alltag, wird zur Gewohnheit!!
 

Ein black01_next.gif»Forenbeitrag« (inkl. ein paar Folgepostings mit weiter Links und Nachrichten), den ich einfach mal in Gänze übernehme:
 

Implantierte Chips für mehr Sicherheit und Vertrauen

Hier gibt es eine sehr schön gemachte Seite, die die implantierten Chips schmackhaft macht.

Zitat: "Wie kann ich als Gechippter andere Chip-Träger erkennen?

Laut Umfrage namhafter Institute fühlen sich gechippte Arbeitnehmer sicherer und verfügen über eine hohe Identifikation mit ihrem Arbeitgeber.
Mit unserem CHIP OFFICER PAKET sind Sie sogar in der Lage, mit anderen Chip-Trägern Daten in .vcf-Format auszutauschen. So ersparen Sie sich künftig das leidige Abtippen und das staubige Archivieren von Visitenkarten."

http://www.i-chip.de/

Nur, diese Firma gibt es gar nicht. Sie ist ein Fake. Ein gut gemachter Fake.

Nur, wer hat denn diese Seite für viel Geld erstellt?

Erstellt wurde sie vom Think Tank 30. Hinter diesem Think Tank steckt Reinhard Mohn von Bertelsmann. http://www.artfond.de/reinhardmohn.htm

Zitat: "Die Arbeitsgruppe Zukunftswelten des Think Tank 30 Deutschland entwarf die Idee für das fiktive Unternehmen, um eine öffentliche Diskussion anzuregen.

Bei der provokanten Aktion "I-Chip" geht es um eine brisante gesellschaftliche Herausforderung: Was muss bereits heute geschehen, damit moderne RFID-Technik im Einklang mit menschlicher Integrität, Sicherheit und Würde gestaltet wird?"
Quelle: http://www.tt30.de/html/aktionen.html#I-Chip

Auf der Startseite erfahren wir, daß Think Tank 30 eine Gründung des Club of Rome ist. Verantwortlich zeichnet dort ein Andreas Barthelmess.

Über Andreas Barthelmes erfahren wir unter Auszeichungen:
"Teilnahme am sicherheitspolitischen Gesprächskreis des Council on Foreign Affairs, New York"

Vielleicht darf er ja, wenn er weiter fleißig deren Ziele verfolgt und Karriere macht, eines Tages zur Bohemian Grove vorgeladen werden. http://www.artfond.de/spermagnostiker.htm

Hier ein PDF dieses Think Tanks mit dem Titel
"Kuscheln mit Funkchips" (ja, kuscheln !)

Zitat:
"Wenn die Gefahr von Terroranschlägen weiter steigt, wie lange wird es dann noch dauern bis die Bürger dem Staat den Kontrolleinsatz von Pervasive Computing-Technologien erlauben? Werden wir in einem selbst gewünschten Überwachungsstaat leben?"

Quelle http://www.tt30.de/Kuscheln-mit-FunkchipsTT30.pdf

Und noch etwas, was ein bißchen zum einleitenden "Exkurs" passt:

 

Bundeswehr im Innern?

»"Die alte Trennung von innerer und äußerer Sicherheit ist von gestern", sagte Merkel [...] Die Kanzlerin bezog dies ausdrücklich auch auf den von der CDU/CSU gewünschten Einsatz der Bundeswehr im Inland.« (>>)

Dazu ein Zitat aus einem (wirklich guten!!!) Artikel von 2001 (black01_next.gif»Bundeswehr im Innern - Die Union rüstet erneut zum Kampf«):

»Welche Rolle die Bundeswehr künftig im Zusammenhang mit der unkontrollierten Verflechtung aller Exekutivapparate spielt, wird wesentlich von der öffentlichen Wachsamkeit gegenüber "kleineren militärischen Hilfeleistungen" abhängen.«

Tja, eine dieser "Hilfsleistungen" war jüngst in Heiligendamm zu bestaunen:

»Die Bundeswehr war mit über 1100 Soldaten rund um den G-8-Gipfel im Einsatz. Neben Tornados waren auch Spähpanzer unterwegs.« (>>)

2Ein gewisser Adolf H. formulierte das in black01_next.gif»seinem Kampf« wie folgt:
»
Die Aufgabe der Propaganda liegt nicht in einer wissenschaftlichen Ausbildung des einzelnen, sondern in einem Hinweisen der Masse auf bestimmte Tatsachen, Vorgänge, Notwendigkeiten usw., deren Bedeutung dadurch erst in den Gesichtskreis der Masse gerückt werden soll.«

Nicht das dies totgeschwiegen würde (nicht mal von der "Systempresse"), das nicht!! Nein, nein!! In diesem Falle wäre da das ja auch nachgerade kontraproduktiv! Denn wir sollen uns schließlich daran gewöhnen! Wir MÜSSEN darüber hören! Je öfter, umso besser! Nur so gewöhnen wir uns daran und verlieren langsam aber sicher die möglicherweise vormals vorhandene Furcht2. Zudem, wo bleiben irgendwelche Konsequenzen??

Okay, urlaubsreif wie ich im Moment bin, kann ich nicht ausschließen , daß diese meine gegenwärtige Denkweise, bzw. Interpretation dieses Sachverhalts, ein wenig zuuuu verquer sein könnte (wenn nichts - oder nur in den üblichen "Revoluzzer-Blättchen" - veröffentlicht worden wäre, hätten wir (ich!!) uns (mich!!) über die schweigende Systempresse aufgeregt). Aber selbst wenn ich im exemplarisch vorliegenden Fall und meine diesbezüglichen "Unterstellungen" vollständig daneben liegen sollte, so ändert das am Großen-Ganzen gar nichts.

Ich wollte damit im Grunde ja auch nur - wiederholend - folgendes grundsätzlich aufzeigen: Wäre die augenblickliche Gesetzeslage (Vorratsdatenspeicherung, biometrische Daten, Kontenzugriffe etc.) vor 10,20 Jahren mit einem Schlag eingeführt worden, hätte selbst der deutsche Michel weit hörbar aufgeschrien und wäre vielleicht noch auf die Strasse gegangen!! Durch die vielen, kleinen, schleichenden Schrittchen, die medial auch noch dementsprechend begleitet werden, fehlt jedoch der Aha-Effekt! Die Wahrnehmung der Gefahr bleibt schlicht aus!! Zumindest bei der überwiegenden Mehrzahl der Bevölkerung. Bedarf es noch eines weiteren "Beweises"?

• Umfrage bei n-tv (>>): Auf die Frage Terrorangst in Deutschland - Dürfen uns Soldaten schützen?

    haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet         (05.07.07; ca.16:45; 855 abgegebene Stimmen)
     

       

       

       

       

      NEIN 47%

       

       

       

       

       

       

       

       

      JA 53%

       

       

       

       

Mit Hurra dem Orwell'schen 1984 entgegen! Ich fass' es einfach nicht mehr!!

Was bei dieser "Promlematik" aber beinahe noch wichtiger ist: Wenn sie ("die Gefahr") doch zur Kenntnis genommen wird, findet sich einfach kein richtiger Angriffspunkt für geeignete Gegenmaßnahmen. Dieses "Klein-Klein" ist schlicht ZU klein, um effektiv dagegen vorzugehen. Die einzelnen Schrittchen für sich genommen, sind oftmals ja "gar nicht so schlimm" - im Verhältnis zum unmittelbaren Vorzustand. Die sind aber einfach nicht effektiv zu packen! Die Summe und die Verknüpfungen der einzelnen macht's aber!! Doch dann ist es im Grunde genommen schon viel zu spät!! Gefickt eingeschädelt, oder nicht!!!

Nun gut, genug des theoretischen Geschwafels! Zurück zur erschreckenden Realität:

ID-Nummern für den Überwachungsstaat

»[...] Mit den durch die Steuer-ID geschaffenen Verkettungsmöglichkeiten wird das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung an die Kette gelegt."

Genau so ist es. Mit der lebenslangen und eindeutigen ID-Nummer des Staates ist der Universal-Schlüssel gefunden, den man in RFID Chips brennen und mit dem man alles verknüpfen und vernetzen kann.

In den USA bereitet man übrigens ein ganz perfides System vor, mit dem A) eine neue eindeutige Kennung jenseits der Social Security Number eingeführt und B) die automatische und zwingende Abgabe biometrischer Daten durchgesetzt wird. Diese eindeutige Kennung nennt das US-Heimatschutzministerium "bioenumeration number". Sie wird aus einem biometrischen Merkmal wie dem Fingerabdruck, der Iris oder der DNA berechnet und soll u. a. als Universalschlüssel zur Vereinheitlichung aller Biometrie- und ID-Datenbanken der US-Sicherheitsbehörden beitragen. [...]«

black01_next.gif»Komplett...«


Und jetzt wird's wirklich unappetittlich (anders kann ich es wirklich nicht mehr ausdrücken)  

Otto Schily

"Zum Einstieg" erst mal ein kurzer (älterer)black01_next.gif»Auszug«:

»Der deutsche Innenminister Otto Schily und Tom Ridge, amerikanischer Minister für innere Sicherheit, plädierten bei einem Treffen in Berlin gemeinsam für einheitliche Biometrie-Standards in Ausweisen und Aufenthaltsgenehmigungen. [...] "Weil wir gemeinsam der Überzeugung sind: Wenn die verschiedenen Staaten mit unterschiedlichen Standards arbeiten, dann wird es zu Verwirrungen führen und den Reiseverkehr erheblich erschweren", kommentierte Innenminister Schily die Pläne einer Zusammenarbeit. Zunächst sollten für Visa Fingerabdrücke und Gesichtserkennung eingeführt werden. Ein drittes Merkmal, Schily hat dabei die Iris-Erkennung im Auge, könne zu einem späteren Zeitpunkt noch hinzugefügt werden. ..." [...] Aber bei verschiedenen Modellen, wie sie derzeit etwa die G8 und die EU untersuchen, werden immer wieder kritische Stimmen laut. So befürchtet man etwa Monopolstellungen einzelner Firmen, wie bei der amerikanische Iridian, die ein weltweites Patent für die Iriserkennungs-Technologie besitzt.[...]«

Und nun dürfen wir, in den gerade ins Netz gestellten Abgeordneten-Zusatzeinnahmen-Pflichtveröffentlichungen, bei ich-mache-jeden-Bürger-gläsernblack01_next.gif»Otto Schily« folgendes zur Kenntnis nehmen:
 

3. Funktionen in Unternehmen

byometric systems AG, Mitterfelden, Mitglied des Aufsichtsrates

SAFE ID Solutions AG, Unterhaching, Mitglied des Aufsichtsrates

byometric systems AG widerum, sagt von sich selbst:

»Die byometric® systems AG in Mitterfelden ist lizenzierter Partner von Iridian Technologies. Seit Anfang 2001 entwickelt und vertreibt byometric® systems auf der Iriserkennung basierende, anwendungsorientierte Lösungen für die Informations- und Zutrittssicherheit. Darunter findet sich auch die Software "byoport", die seit Februar 2004 am Frankfurter Flughafen (Main) die biometrischen Grenzkontrollen steuert. Als alleiniger Inhaber der Entwicklungs- und Distributionsrechte des Patentinhabers Iridian für den deutschsprachigen Raum und die neuen osteuropäischen EU-Staaten ist byometric® systems hier marktführender Anbieter der Iris-Biometrie.«

Und selbstverständlich findet nur ein notorischer Volldepp und Verschwörungstheoretiker die Tatsache einigermaßen befremdlich, daß auf deren black01_next.gif»Website«, unter "Aufsichtsrat", Otto Schily mit keinem Wort erwähnt wird!!

SAFE ID Solutions AG (>>):

»SAFE ID Solutions is the leading provider of complete modern and high-secure passport personalization hard- and software. [...] Governments and Organizations seeking for a fast and reliable way to plan and implement a high secure travel document issuance system will find the perfect partner in SAFE ID Solutions due to the company’s convincing products and its high market experience. Installations in more than 25 countries and the trust of partners and governments worldwide highlight the company’s competence and reliability. [...]«

Übrigens, so nebenbei, sitzt in deren Aufsichtsrat auch noch Dr. Ulrich Schumacher, vormals Infineon Chef.

Okay, auch wenn "das Thema" offenbar schon 2006 spruchreif war (black01_next.gif»Beispiel«), es an mir aber offensichtlich völlig vorbei lief , so ist es nichtsdestotrotz einfach eine Unglaublichkeit! Mehr will dazu gar nicht mehr kommentieren, sonst werde ich pflegelhaft persönlich und mir entgleitet die Contenance und das Niveau!

Mit zwei Links, die es in der Tat wert sind, mal angesehen zu werden, möchte ich dann für heute schließen:

black01_next.gif»Aktuelles zu den Anti-Terror-Paketen und -Maßnahmen«

black01_next.gif»http://www.humanistische-union.de/«

 

 

 » 29. Mai 2007 « 

 

 

 

Wer Lust hat sich zu Informieren und/oder eine "Kleinigkeit" selbst dagegen zu tun, kann sich mal hier umschauen.(bitte aus's Banner klicken). Möglicherweise findet sich ja was interessantes, bzw. hilfreiches für den ein oder anderen?!?!!?

Angesichts solcher "Staatsvertreter" wie unten, kann einem nur Angst und Bange werden. Ein Briefchen (wie gesagt, Banner klicken und ein wenig umschauen) an den "hauseigenen" Abgeordneten sollte da schon drin sein!
 

black01_next.gif»BKA-Chef Ziercke: Weg vom Misstrauen gegen den Staat«
 

Misstrauen gegenüber der Regierung ist grundlegendes Element der Demokratie. Sonst bräuchte man auch keine Gewaltenteilung.
Gerade weil Ziercke also fordert, dass man doch bitte aufhören solle mit dem Misstrauen gegenüber dem Staat, misstraue ich Ziercke!

Dem Staat vertrauen? Wenn das nicht so traurig und ernst wäre, würde ich mich darüber schlapp lachen! Vertrauen? Ausgerechnet dem, der, mehr oder weniger klammheimlich  - selbstverständlich im Namen des Volkes blubbblubbblabla -, so eine Gülle wie das hier beschließ?
 

Verbot von Computersicherheitswerkzeugen
Heute aus der Reihe »Aussterbende Berufe«: Der IT-Sicherheitsexperte. Wie der Chaos Computer Club black01_next.gif»berichtet«, wurde heute im Bundestag das umstrittene Verbot von Computersicherheitswerkzeugen durchgewunken. In einem blinden Rundumschlag verbietet das neue Gesetz das Herstellen, Programmieren, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen von Software, die ein Überprüfen von Computersystemen auf ihre Sicherheit überhaupt erst ermöglicht. Das bedeutet im Klartext: Hackertools dürfen in Zukunft nur noch die Bösen besitzen, wer sich ans Gesetz hält hat keine Möglichkeit, die Wirkung solcher Werkzeuge an seinem eigenen System zu testen. Andy-Müller Maguhn vom CCC hebt hervor, dass durch dieses Gesetz auch dem Bundestrojaner die Tür geöffnet wird, da effektiv niemand mehr sein System auf seine Sicherheit überprüfen kann, ohne sich strafbar zu machen. (>>)

Dem Staat vertrauen ... als wenn das jemals in der Geschichte gut ausgegangen wäre? Vertrauen? Etwa so, wie die Schafe in Großbritannien?
 

Bürgerüberwachung / Die Big-Brother-Briten

In Großbritannien erfassen Überwachungskameras fast jede Bewegung. Nach sprechenden Kameras will die Polizei nun auch noch Drohnen einsetzen. Widerstand aus der Bevölkerung gibt es kaum.

black01_next.gif»Komplett...«

Ich packs nicht mehr, ich verstehe die Welt / Menschen nicht (mehr)! Offensichtlich sind wir Menschen nicht lernfähig! Und ausgerechnet ein Brite hat »1984« geschrieben. Ohhhh man.... Aber es geht - noch eher hypothetisch - noch schlimmer.

Sollen alle Flughafenangestellten Mikrochip-Implantate bekommen?

[...] Anfang dieses Jahres betonte der preisgekrönte Regisseur Aaron Russo in der Alex Jones Show, dass die wahre Absicht der globalen Elite, insbesondere der Familie Rockefeller, eine durchgehend mit Mikrochips implantierte Bevölkerung sei. Eine Bevölkerung ohne Privatsphäre, egal ob du unschuldig, schuldig oder uninteressiert bist. Eine vollständig implantierte Bevölkerung klingt wie eine Szene aus einem dystopischen Science Fiction Film, wobei Fiktion letztlich immer nur die Realität imitiert, wie wir nun in den Debatten im Kongress erkennen. [...]

black01_next.gif»Komplett...«

Keinen Schimmer, ob nun wirklich explizit die Fam. Rockefeller, oder einfach nur die "normale" Sehnsucht der Machthaber, ihre Untergebenen allzeit unter der Fuchtel halten zu können, die antreibende Kraft dazu ist. Für vollkommen abwegig halte ich es jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil, ich fürchte, es läuft tatsächlich alles darauf hinaus!! Wer weiß, was sonst noch alles "angedacht", oder doch zumindest möglich, wird. (siehe vielleicht nochmal unten: RFID-Puder)

_________________

Ich glaube ich hatte den Link schon mal, aber dort ist "alles" so "schön" und umfassend (staatliche + private Schnüffelei) zusammengetragen, daß ich ihn einfach nochmal bringen muß. Lohnt sich in jedem Falle!!!!

 

 

 » 19. Mai 2007 « 

 

 

 


                                 Ex-Justizministerin: Schwarz-Rot probt verfassungspolitischen Aufstand


 

Zum black01_next.gif»kompletten« Artikel von Heise...!!
 

Die dort mehrfach zitierte Rede von Frau Leutheusser-Schnarrenberger sei noch extra gezeigt!

Grenzen der Freiheit und das Unbehagen an der Überwachung

 

[...] Nach § 26 der Geschäftsordnung der Bundesregierung wäre es nämlich deren ausdrückliche Aufgabe, alle von der Regierung in den Deutschen Bundestag einzubringenden Gesetzesentwürfe auf deren Übereinstimmung mit dem Grundgesetz zu prüfen.

 

Statt diesem einmal als ehrenvoll begriffenen Auftrag nachzukommen, erleben wir aber, dass gerade die federführend vom Justiz- oder Innenministerium selbst erarbeiteten Gesetze immer häufiger gravierende verfassungsrechtliche Mängel aufweisen.
Reihenweise werden sie vom Bundesverfassungsgericht ganz oder in ihren wesentlichen Teilen für verfassungswidrig erklärt.

 

Da ich aus meiner eigener Ministererfahrung weiß, dass dies nicht auf mangelnden Sachverstand der Ministerialbeamten zurückzuführen ist, muss dahinter System, muss dahinter ein politischer Wille vermutet werden.

 

Ein politischer Wille, der generell auf den Versuch hinausläuft, das bislang halbwegs ausbalancierte Verhältnis von Freiheit und Sicherheit radikal zu Gunsten der Sicherheit, zu Lasten der Freiheit zu verschieben. [...]

 

[...] Die Schlag- und Stichworte Neuregelung der Abgabenordnung, Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung, Neuregelung der akustischen Wohnraumüberwachung, Neuregelung der Rasterfahndung und des Zollfahndungsdienstgesetzes, Neuregelung des Pass- und des Mautgesetzes, Einführung der Vorratsdatenspeicherung, der online-Überwachung, des Richterbandes und des Bundeswehreinsatzes im Inneren usw. mögen hier als Beispiele dafür ausreichen, dass die Bundesregierung nicht an eine Abkehr von ihrer strafrechtlichen Aufrüstungspolitik zu denken gewillt ist. [...]
 

black01_next.gif»Komplett...«
 

Mein lieber Mann, aus dem Munde einer Ex-Ministerin ist das schon reichlich starker Tobak!!

Ob das hiesige Stasi-System wohl auf die gleiche Art fallen wird (werden muß), wie das Vorgänger-Original? Vom Regen in die Traufe! Dafür also sind hundertausende Montags auf die Strasse gegangen?? Kein Wunder, daß der Hals immer dicker wird und sich Heiligendamm abschottet, als würden die einen Krieg erwarten. Was müssen die Angst vor ihrem eigenen Volk haben.

 

 

 » 09. Mai 2007 « 

 

 

 


                                 Psychiater planen Massenstigmatisierung von Kindern


[...] Bei mindestens 9 der 13 "School Shootings" (Schießereien an Schulen) in den USA, bei denen Dutzende Kinder und Lehrer niedergemetzelt wurden, standen die jugendlichen Mörder unter dem Einfluß psychiatrischer Pillen. Auch bei sogenannten Amok-Schießereien in den USA, die oft weltweit Schlagzeilen machten, sind in aller Regel Psychopillen aus dem Drogenarsenal der Psychiatrie im Spiel. Warum schlagen dann die Mitglieder der INSERM- Expertengruppe vor, bereits Sechsjährige, die als potentielle Verbrecher psychiatrisch überführt wurden, mit Psychopillen zu behandeln? Möglicherweise weil mindestens sechs der acht Mitglieder dieser Gruppe aus dem psychiatrisch/psychologischen Bereich kommen? [...]

black01_next.gif»Komplett...«

Manchmal frage ich mich, wie die Menscheit bis dato überleben konnte?? Ich meine, auch früher gab es sicherlich Horden von potentiellen Verbrechern im Kindesalter. Wie konnte die Menschheit ohne Ritalin & Co. "so weit kommen"?

In Deutschland werden derzeit etwa 71.000 Kindern Psychopillen mit dem Wirkstoff Methylphenidat (Ritalin, Medikinet, Concerta) verabreicht, bei weiterhin stark steigender Tendenz. (1995 waren es gerade mal 5.000 Kinder, wenige Jahre davor wurde die Zahl im Arzneiverordnungsreport noch nicht einmal erwähnt, da sie nicht ins Gewicht fiel.)

Alles nicht so schlimm, die pöhsen Computerspiele sind ja an allem Schuld. Außerdem wird auf uns aufgepasst, denn die Drogenbeauftragte warnt schließlich vor der black01_next.gif»Verharmlosung von Alltagsdrogen«! Ich glaube, ich muß am Wochenende erstmal einen Saufen gehen ! Anders ist der ganze Kack ja nicht mehr zu ertragen!!! Ich Naivling dachte tatsächlich, daß wir derartiges vor 60 Jahren hinter uns gelassen haben!!
"Die Monster, die wir schufen...."

 

 

 » 13. April 2007 « 

 

 

 


                                 Die Herrschaftsmaschine


Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will die Rechtsordnung dieses Landes verteidigen, indem er sie abschafft. Dabei sind Bürgerrechte kein lästiger Bremsklotz, sondern der Kern der deutschen Rechtsordnung.

Verschiedentlich rutscht der etablierten Presse ja doch ein guter Artikel raus -- auch wenn es sich in diesem Falle "nur" um einen Gastbeitrag von Burkhard Hirsch in der Süddeutschen handelt. black01_next.gif»Lesenswert...«

Vor allem den Aufruf »Nun ist Widerstand geboten!« finde ich bemerkenswert!! Auch dem Schlußsatz »„Man bekämpft die Feinde des Rechtsstaats nicht mit dessen Abbau, und man verteidigt die Freiheit nicht mit deren Einschränkung“« kann nur uneingeschränkt zugestimmt werden.

Die Frage, WAS konkret WIR -- das Fußvolk -- aber überhaupt tun können, bleibt jedoch unbeantwortet? Und ICH weiß es erst recht nicht!! Allerdings meine ich vernehmen zu können, daß -- sozusagen -- der "innere Druck" bei vielen durchaus im Steigen begriffen ist. Der Frust nimmt zu! Zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer -- mal positiv gedacht. Also, machen wir den Frust noch größer:

 

 


                                 Datenschützer schlagen Alarm - US-Geheimdienst vor Kontrolle deutscher Bankdaten


Jede Überweisung deutscher Bankkunden ins Ausland kann ohne weitere Kontrolle von US-Geheimdiensten ausgewertet werden. Die Überweisungen werden mit dem so genannten SWIFT-System getätigt, dessen Rechner auch in den USA stehen. Bald könnten auch Überweisungen innerhalb Deutschlands überwacht werden.

black01_next.gif»Komplett...«


Was grundsätzlich bei der ganzen Thematik "Big Brother" eines DER ganz großen "Pferdefüsse" ist, ist folgendes. Zitat von Mister Terrier Otto Schily aus 2005 (>>):

 "Die auf dem neuen Reisepass enthaltenen biometrischen Merkmale sind ausschließlich auf dem Pass gespeichert"

Keine zwei Jahre später muss, neben anderen, der Chaos Compter Club vor einer black01_next.gif»biometrischen Vollerfassung« warnen! Wie üblich (!!!!), alle Versicherungen nur noch Makulatur!! Das ist wie mit jeder guten Steuer ; einmal eingeführt, wird sie nie mehr zurückgenommen und, noch viel schlimmer, ständig erhöht.

Jede Überwachungsmaßnahme wird nachgelagert ausgebaut und verschärft. Jede ursprünglich kleine Barriere, die eingerissen wird, macht den Weg frei, für weitere, noch umfänglichere Maßnahmen. Und er wird immer gegangen, der Weg zu mehr Verschärfungen und weniger Freiheit! Allerdings -- und das ist das wahrlich Hinterhältige dabei -- meist nur mit kleinen, kaum merkbaren Schrittchen, bei denen, jeder für sich genommen, ein großangelegter Widerstand kaum der Mühe wert ist!!! Irgendwie ist das dadurch alles gummiartig und kaum zu greifen. Würde stattdessen ein großer Sprung gemacht, die Chancen auf das selbe Endergebnis würden gegen Null tendieren!

1Mit anderem Geschmeiß wie Germany's Next Topmodel sogar 18,2 Prozent!! (>>)

Das Ziel kann demnach eigentlich nur sein, schon die Anfänge zu verdammen; was aber im Grunde ja schon Geschichte ist. Und so lange es möglich ist, mit so einem Stumpfsinn wie "Big Brother" (die Sendung) -- quasi das geistige Fundament zur, bzw. der Abstumpfung -- neun Prozent black01_next.gif»Marktanteil« zu generieren1 (mööääähhhhh), so lange wird daß auch nichts, mit dem Verhindern der nächsten "kleinen Schrittchen"!! Wer sich so'ne Gülle anschaut, dem kann black01_next.gif»Der Wert der Privatsphäre« nicht viel sagen!

Andererseits, gewissermaßen sagte ich es schon, eine Ohnmächtigkeit gegenüber derlei Entwicklungen ist leider nicht wegzudiskutieren. Was können wir schon groß tun?? Ich weiß es letztlich auch nicht! Aber möglicherweise wäre ein bißchen weniger an Big-Brother-Sendung-schauen und ein mehr an black01_next.gif»den-Verantwortlichen-auf-den-Nerv-gehen-und-sei-es-nur-per-Mail« schonmal ein Anfang!!

 

 

   » 27. Februar 2007 « 

 

 

 


                                 RFID-Puder


Am black01_next.gif»14.10.2004« ließ ich zwei Forenbeiträge "zu Wort kommen", die überaus skeptisch auf die "RFID-Paranoia" eingingen, wie folgende, kurze Beispielpassage zeigt:

»Das Beispiel beschreibt aber genau das hier ständig gebetsmühlenartig wiederholte "RFID-Spionage"-Szenario: Emerald läuft mit seinem prall gefüllten Geldsack durch die Stadt, Hans Eichel richtet seinen RFID-Scanner auf ihn, drückt die "Wievel Geld hat er?"-Taste - und schon erscheint im Display der Betrag. Sorry, Leute, aber das ist Quatsch! Es ist technisch nicht möglich!«

Meine damaligen, eigenen Überlegungen gingen in diese Richtung:

Und 2.), denke ich unwillkürllich an meinen ersten Rechner. Das war vor ca. 10 Jahren. Ein 386'er, mit 'ner 30 Mb Festplatte und noch DOS als Betriebssystem. Damals ein Luxusmodell  ! Rechne ich die Entwicklung in diesem Breieich, auf die Entwicklung der RFID-Chips in den nächsten Jahren hoch..... 

Leider Gottes hat sich die "Paranoia" nun doch bestätigt. Schneller, als selbst ich dachte:

RFID-Puder Advanced für eine markierte Welt

Vor ein paar Tagen machte ja der von den Weblogs und den Medien als "RFID-Puder" getaufte µ RFID-Chip von Hitachi die Runde, der neben dem IME/ASTAR RFID-Chip einer der kleinsten RFID-Chips der Welt ist.

Diesen Titel beansprucht auch der von der Regierung von Malaysia mitentwickelte MM (Malaysia Microchip) RFID-Chip, der gestern marktreif vorgestellt wurde und in drei Versionen auf den Markt kommt.

Mit der Abmessung von 0,5 x 0,5 Millimeter in der kleinsten Variante reicht er aber noch nicht ganz an Hitachis µ RFID-Chip heran, glänzt aber mit anderen Qualitäten.

black01_next.gifKomplett...

Eine dieser prinzipiellen, "glänzenden" Qualitäten ist -- wieder so was ursprünglich "paranoides" -- black01_next.gif»Geldscheine fälschungssicher machen«. Wir brauchen kein Übermaß an Phantasie, um uns vorstellen zu können, was mit dergleichen Partikeln sonst noch alles möglich werden könnte. Und wenn es möglich werden könnte, wird es auch möglich werden!! Man, die Dinger könnte man versprühen und einatmen, ohne daß es irgendjemand mitbekommt.
Wir sollten uns schonmal warm anziehen, angesichts der kalten Big-Brother-Welt, die da am im näher rückenden Horizont aufzieht.

 


                                 BAYERN SCANNTE SEIT JANUAR 45 MILLIONEN NUMMERNSCHILDER


(ADAC 04.10.2006) Seit Beginn des Jahres 2006 sind in Bayern bei verdeckten Kontrollen 45 Millionen Kfz-Kennzeichen ohne jeden Verdacht oder Anlass per Videoscanning elektronisch ausgelesen und mit dem Fahndungscomputer der Polizei abgeglichen worden. Autofahrer werden somit unter Generalverdacht gestellt - so das Fazit eines ADAC-Fachgesprächs zur Nutzung und Kontrolle von elektronischen Daten im Straßenverkehr. Eingeladen waren namhafte Experten, darunter der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar.

Datenschutzrechtlich bedenklich ist aus Sicht des ADAC vor allem, dass beim Scanning durch die Verknüpfung der Fahrzeug- mit den Halterdaten und der gleichzeitigen Verbindung zu den Daten der Kontrollpunkte personenbezogene Bewegungsprofile erstellt werden können und die Kontrollen verdeckt stattfinden. Der Club sieht in der Nutzung der Daten einen Konflikt mit dem von der Verfassung geschützten Grundsatz der informationellen Selbstbestimmung. Danach hat jeder Einzelne das Recht auf "datenfreie Fahrt", solange er sich gesetzeskonform im Straßenverkehr verhält.

black01_next.gifKomplett...

Was soll's, irgendwie muß "der Terrorismus" schließlich bekämpft werden!! Ähh, oder wie war das? Wer oder was wird von wem bekämpft? Wird überhaupt was bekämpft, oder doch vielleicht eher befördert?

black01_next.gif»Bombenbasteln als Hobby - Kleine und große Zusammenhänge«

 

 

   » 07. Februar 2007 « 

 

Ich hab's zunächst nur so zwischen Tür uns Angel mitbekommen, daß BGH-Urteil bezüglich des black01_next.gif"Bundestrojaners". "Hey, es gibt doch noch gute Nachrichten", dachte ich so bei mir. Die Ernüchterung folgte mal wieder auf dem Fuße. Denn soweit ich das Verstanden habe, tadelt das Gericht nicht die black01_next.gifSache an sich, sondern nur die dummerweise fehlende Gesetzesgrundlage. Doch dahingehend, gibt es selbstverständlich hurtig Abhilfe:

Da Gesetze in der großen Koalition jedoch schnell geändert werden können, hatte Bundesinnenminister Schäuble bereits vor der Verhandlung angekündigt, dass im Fall einer negativen Entscheidung des BGH, entsprechende Gesetzesänderungen vorgenommen würden. (>>)

Na siehste, geht doch! Nicht's einfacher als das. Und Schäuble befindet sich selbstredend in guter Gesellschaft:

black01_next.gif»Polizeitrojaner vom BDK unverzüglich gefordert«
[...] Gipfel der Ironie: Daten über die genaue Anzahl der Online-Durchsuchungen der vergangenen Jahre besitze Jansen nicht. Sein Unwissen hinderte ihn aber nicht daran, darauf hinzuweisen, dass das illegale Ermittlungsinstrument mit "sehr viel Augenmaß und rechtsstaatlichem Bewusstsein" eingesetzt worden sei.

Die größten black01_next.gifVerbrechen der Menscheit, sie alle sind auf Grundlage von irgendwelchen Gesetzen geschehen. Und abgesehen vom Bundestrojaner, dergleichen und schlimmere Gesetze sind ganz allgemein wieder en vogue: black01_next.gif»"Immun gegen Suchtfaktoren": Regierung in London plant Anti-Drogen-Impfung für Babys«1. Ganz spontan viel mir dazu ein Dialog aus black01_next.gif»Demolition Man« (Film mit Sylvester Stallone) ein.

NICHTS gibt es umsonst!! Auch nicht die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Entwicklung des Charakters, der freie Wille, ganz allgemein, die Freiheit des Menschen. Kann der Mensch frei entscheiden, wird es auch Fehlentscheidungen geben. Die individuelle, freie Entwicklung des Menschen, wird eben "bezahlt", mit dem Risiko "falscher" (wobei allein das schon zutiefst Definitionssache ist) Entschlüsse und "Unvernünftigkeiten". Ist dieser Preis wirklich zu hoch? Damit müssen wir Leben, das ist das Leben, DAS ist der Mensch! Zwei Seiten der selben Medaille. Nimmst du das eine weg, verschwindet das andere. Nehme ich den freien Willen, nehme ich den Mensch!!

Wie kann ich vorgeben den Menschen schützen zu wollen, wenn das "Schutzgut" selbst durch eben diesen "Schutz" inexistent wird? Oder geht es am Ende gar nicht um den Schutz des Menschen (rein rhetorisch gefragt )? Ist das Ziel vielleicht viel eher die Schaffung willenloser Roboter in Menschengestalt? (black01_next.gif»Equilibrium«) Roboter lassen sich programmieren und stellen somit den Idealzustand des Untertanen dar!

Wie Arrogant muß man sein, irgendjemandem sein Leben derart vorschreiben zu wollen, von Geburt an? Wer, zum Teufel nochmal, gibt ihnen das Recht dazu?? Was für ein anmaßender Machtmißbrauch!!! Und ich verwette meinen Arsch, daß, sollte sich solcherlei (oder vergleichbare) Vorgehensweisen durchsetzen, dies nur der erste Schritt wäre!! Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt! Behinderte könnte man beispielsweise auch schon im fötalen Stadium "entfernen". . Behinderte kosten Geld! "Wir basteln uns den perfekten Lakaien" ... man-o-man ... versuche mal jemand dagegen anzugehen, daß entsprechende Gesetz -- alles schön nach Gesetz und Ordnung, wie es sich gehört -- wird dich zum Verbrecher machen!!

"Früher war eben alles besser, sogar die Zukunft"!!

Zitat Demolition Man
 
Wait a minute.

You're the guy outside Pizza Hut.

What do you want?

You weren't part of the Cocteau plan.

Greed, deception, abuse of power.

That's no plan.

-That's why you're here?

-That's right.

See....

According to Cocteau's plan......l'm an enemy because I like to think.

I like to read.

I'm into freedom of speech and choice.

I like to sit in a greasy spoon......and think, "Should I have steak or barbecued ribs with gravy fries?"

I want high cholesterol.

I want to eat bacon, butter and cheese.

I want to smoke a Cuban cigar the size of Cincinnati.

I want to run through the streets naked......reading Playboy magazine because I might need to.

I've seen the future.

It's a -year-old virgin......drinking a banana-broccoli shake and singing "I'm a wiener."

Up top, you live Cocteau's way.

What he wants, when he wants, how he wants.

Your other choice: come here.

Maybe starve to death.

(>>)

1Bei all den Impfplanungen sollte etwas Grundsätzliches nicht vernachlässigt werden: black01_next.gif»Impf-Industrie: Ein Insider packt aus«

Und wenn die Babys dann staatsgerecht auf Linie "geimpft" wurden, wachsen sie in einer absolut durchleuchteten Welt auf. Im wahrsten Sinne des Wortes "durchleuchtet":black01_next.gif»Wenn Big Brother seine Bürger auspackt«. Aber was soll's, im Grunde kommt es darauf auch nicht mehr an. Bei der Liste, die in Großbritannien schon beinahe Standard ist -- und bei uns bald sein wird --, fällt eine Maßnahme mehr oder weniger auch nicht mehr ins Gewicht: black01_next.gif»Das wahre Gesicht des Überwachungsstaats [Update]« (hammerhart, wie ich finde!!!). Der Artikel schließt mit den Worten...

Wer nichts zu verbergen habe, den würden die Kameras schon nicht stören. Und wer alles richtig mache, der brauche die Stimme der Obrigkeit nicht zu fürchten. Es muss halt nur jemand festlegen, was »alles richtig« bedeutet. Das aber wäre nichts anderes als der Abschied von der aufgeklärten Gesellschaft. Der Staat, in dem sich die Bürger als freie Subjekte begreifen, die sich selbst Regeln geben und die sich daran halten zum Nutzen aller, dieser Staat wandelt sich allmählich zurück zu dem Typus »Wohlfahrtsstaat« zur Zeit Kaiser Wilhelms I.: ein Gemeinwesen, das zwar sozialen Ausgleich kannte, seine Bürger aber wie Kinder behandelte – und daher das Recht hatte, sich in alle Lebensbereiche einzumischen. War Aufklärung noch die Emanzipation von der Obrigkeit, so kehren die Bürger nun aus Angst vor Terror, Kriminalität und Dreck ohne Murren zurück unter den Schutz eines strengen Vaters – sie opfern Freiheit für das Versprechen von Sicherheit. Man kann Middlesbrough als Experiment betrachten: Wie viel Beobachtung lassen die Menschen zu, bevor sie die Gegenwart des Staates nicht mehr als Schutz, sondern als Einmischung begreifen? Bisher, so scheint es, ist der Punkt noch nicht erreicht. Es gibt praktisch keine Opposition…

 ..die mithin in die richtige Richtung gehen, die ich jedoch für immer noch -- beinahe hochgradig  -- untertrieben halte! Ich denke, oben verwendetes Bild, des entstehenden, völlig willenlosen "Roboters", ist nicht zu hoch gegriffen!! Zumindest als angestrebtes Ziel.

Dem entgegen zu wirken, ist villeicht folgende Seite recht hilfreich: »Überwachung – Fragen und Antworten / verbreitete Irrtümer und Populismus«

Die Masse muss endlich mal aufwachen!!!





 

 

   » 14. Januar 2007 « 

 

 

 Wie angekündigt, vermutlich die letzte Aktualisierung für die nächsten zwei, drei, vier Wochen!

 

 

 


                                Orwell in Deutschlands Schulen (-- und nicht nur dort!)


Schon im Herbst 2008 wollen die Kultusminister alle jungen Menschen in einem "nationalen Bildungsregister" erfassen - vom fünfjährigen Vorschüler bis zum 30-jährigen Doktoranden.

black01_next.gifKomplett...

Des Pudels Kern, der ganz allgemein einer DER Knackpunkte beim Thema "Big Brother" ist:

"Daten werden zu einem bestimmten Zweck erhoben, und später dienen sie der Polizei zur Ermittlung." Zu besichtigen sei dies aktuell bei den Mautdaten. Ursprünglich allein zur Abrechnung der Brummi-Gebühren erhoben, sollen sie jetzt in die neue Antiterrordatei einfließen. [...] "Daten, die erst mal da sind, werden auch polizeilich genutzt."

Die Krake hat in ihrer Unersättlichkeit dermaßen viel Tentakel, daß die Zusammenführung der Vielzahl an einzelnen -- für sich genommen vielleicht sogar noch sinnvollen -- Datenblöcke das unausweichliche Ergebnis ist. Die zwangsläufige Folge könnt ihr rechts "bestaunen"!!

Und damit sich das auch weiterhin und vermehrt rechtfertigen läßt, wird allenthalben fleißig daran gearbeitet, das tatsächliche Bild völlig zu verzerren:

„Die medialen Bilder des Kriminalitätsgeschehens sind […] drastisch verzerrt. In ihnen dominieren Mord- und Tötungsdelikte sowie schwere Sexualstraftaten, die nur einen sehr kleinen Anteil des tatsächlichen Kriminalitätsgeschehens […] ausmachen.“ Diese stark verzerrte Darstellung der Kriminalitätslage erweckt „bei vielen Menschen – entgegen den vorliegenden Fakten – den Eindruck einer sich stetig verschlimmernden Lage“. „Eine solche […] selektive Berichterstattung trägt dazu bei, dass die Auffassungen der Bürger zur Struktur der Kriminalität, der Größenordnung von Opferrisiken und ihrer Entwicklung weit entfernt von der tatsächlichen Lage sind.“ [...]
Der Sicherheitsbericht weiter: „Solche fehlerhaften Einschätzungen der Bürger haben auch kriminalpolitische Auswirkungen, da die so gespeiste öffentliche Meinung Druck auf die Politik zu entfalten vermag. Insofern sind gerade Gewaltdelikte von kriminalpolitisch hoher Bedeutung. International wird dies als ein wichtiger Hintergrund dafür gesehen, dass trotz sinkender Kriminalitätszahlen in vielen Ländern gleichwohl die Gefangenenzahlen anwachsen.“ Dass trotz sinkender Kriminalität zunehmend härter bestraft wird, führen die Kriminologen also darauf zurück, dass Gewaltkriminalität in den Medien überbetont wird.
Noch eine politisch wichtige Tatsache hat die Forschung herausgefunden: Die von den Menschen geforderte Sicherheits- und Strafrechtspolitik hängt nicht von der Einschätzung ihres persönlichen Kriminalitätsrisikos ab, sondern von der geglaubten Kriminalitätslage insgesamt. Glauben wir also irrig, dass Deutschland unsicher ist und dass die Kriminalität zunimmt, dann fordern wir weiter gehende Sicherheitsmaßnahmen des Staates. Weil unsere Kriminalitätseinschätzung von der Mediendarstellung abhängt, machen also letztlich die Medien die Sicherheitspolitik in unserem Land.

Mit dem gewollten Resultat:

Die Regierung hängt also weiterhin dem Glauben an, verschärfte Sicherheitsgesetze könnten das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken. Dabei zeigt der Sicherheitsbericht, dass das Sicherheitsgefühl der Menschen mit der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung nichts zu tun hat. Wenn man aber eine Rechtfertigung für weitere Verschärfungen der Sicherheitsgesetze sucht, kann das Sicherheitsgefühl stets angeführt werden. Nimmt es ab, so muss etwas gegen diese Entwicklung getan werden. Fühlen sich die Bürger sicherer, so ist dies das Ergebnis der vergangenen Verschärfungen und diese müssen so fortgesetzt werden. Die wirkliche oder gefühlte Kriminalität kann zu- oder abnehmen – stets lässt sich sicherheitspolitischer Aktionismus rechtfertigen.

Ein absolut lesenswerter Artikel!!! Ihr solltet euch die Zeit nehmen und ihn euch komplett zu Gemüte führen:

black01_next.gif»Kriminalität? Die Bürger haben andere Sorgen – Zur inneren Unsicherheit in Deutschland«

 

Desweiteren einfach noch ein paar Links;

black01_next.gif»Big Brother total, aber in neuer Qualität Deutschlands oberster Datenschützer ist alarmiert«

black01_next.gif»"USA brechen Flugdaten-Abkommen"«

black01_next.gif»MI5 Geheimdienst läßt Mailadressen von US-Werbefirma verwalten«

black01_next.gif»Microsoft Zusammenarbeit mit der NSA machte Vista sicherer«

 

Im Übrigen und zu guter letzt nochmals der Hinweis auf die "Standardquellen" zur "Selbstrecherche"!

 

 

   » 21. Dezember 2006 « 

 

 

IN EIGENER SACHE!!

Ich danke ganz, ganz herzlichst dem »anonymen, treuen Leser und Briefschreiber«!!!! Gehe ich recht in der Annahme, daß du nichts dagegen hast, wenn ich mich damit an black01_next.gifdiese hier wende? Ich setzte dein Einverständnis einfach mal voraus. Wird schon passen! Nochmals, vielen Dank!!! Ich werde mich auch zukünftig weiterhin bemühen!!

Apropos bemühen!
Für etwaig nicht beantwortete Mails (black01_next.gifmein Hirn), Dreckfuhler und Schreibrechtsfehler , beschissene Formatierungen und Formulierungen, evtl. ausgelöste Langeweile, Themenverfehlungen, Verständnis- und Erklärungsprobleme meinerseits, logische Fehler, falsche Sichtweisen, tote Links, Erdbeben und schlechtes Wetter (ach ne, Tschuldigung, das war ja die CIA ) die black01_next.gifSchlechtigkeit der Welt, usw. usf. etc...eben für all das, was ich zwar zu vermeiden versuche, sich aber irgendwie nicht vermeiden läßt, bitte ich um Verzeihung und Nachsicht!! Ich kündige hiermit schonmal an, daß dies auch zukünftig nicht ausbleiben wird . Es aber in halbwegs akzeptablen Grenzen zu halten, werde ich mich auch weiterhin bemühen!!

Ausdrücklich bedanken möchte ich mich auch noch bei allen, die mich -- gewissermaßen -- "unterstützt" haben. Sei es per Mail, durch gelegentliches vorbeischauen (ohne daß ab und an jemand mitliest, wäre daß äußerst motivationstötend), oder wie auch immer sonst!! Mercieeeeee!!!

Ich wünsche allen von ganzen Herzen frohe und friedvolle Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Dies schon jetzt, da ich mich in die "Winterpause" verabschiede. Ein bißchen Abstand gewinnen, kann nicht schaden!! Wie lange kann ich leider nicht genau sagen. Wahrscheinlich (wie sicher, weiß ich allerdings noch nicht) folgt Ende der 1.KW 2007 noch ein hiesiges "Update".
---- Danach Fische ich aktualisierungsmäßig allerdings noch mehr im Trüben. Aus beruflichen Gründen werde ich, wenn's "schlecht" läuft, eventuell erst wieder Anfang/Mitte Februar zu was kommen können. Ich will aber nicht zu viel versprechen , ich weiß es einfach noch nicht genau. Jedenfalls, falls ich bis dahin wirklich nichts von mir hören lasse, bitte nicht wundern. Ansonsten bleibt nur, immer mal vorbeizuschauen. Vielleicht klappt ja doch was. Genauer geht's von meiner Seite im Augenblick nicht! Sorry!! ----

Also, ich begebe mich ins temporäre Nichtstun . Vorher jedoch noch kurz ein aufmunternder Seelenschmeichler: 

 »Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.«
Xhosa (Südafrika, Botswana und Lesotho) (>>)

 In diesem Sinne: schönes Leben, bis nächstes Jahr!!

P.S.:
Mehr als das, was ihr halt eben unten seht, habe ich einfach nicht mehr hinbekommen. In der Tat habe ich die Pause dringend nötig. Kennt ihr das Gefühl, daß der Kopf mit Watte verstopft zu sein scheint und irgendwie nichts mehr richtig reinpasst und gescheit verarbeitet werden kann? An diesem Punkt bin ich gerade.

 

 

 


                                Der große Hunger -- Die neuen Schäuble-Forderungen


[...] Derzeit arbeitet das dem Bundesinnenministerium unterstehende Bundeskriminalamt (BKA) an einem "Projekt", das zum Ziel hat, unentdeckt mittels des Internets in Computer von "Verdächtigen" einbrechen zu können - ein Traum, der seit September dieses Jahres auch von dem nordrhein-westfälischen Innenminister Ingo Wolf geträumt wird. Demnach soll das BKA die Möglichkeit erhalten, den Inhalt von an das Internet angeschlossenen Computern mittels eingeschleuster Trojaner oder unter Ausnutzung bekannter und unbekannter Sicherheitslücken von Betriebssystem und anderer Software auszuspionieren. [...]

black01_next.gifKomplett...

Wir erinnern uns an vorgenanntes black01_next.gif»Neues Tool«?? Kaum vorgestellt, schon wird's akut damit. Bloß gut, daß ich mich erstmal in die Winterpause verabschiede. Anderenfalls besteht die Gefahr des Amoklaufs... Ich fühle mich so richtig müde und ausgelutscht. Und das liegt nicht nur an der "normalen" Arbeit, sondern zu einem Gutteil auch an den ganzen Pappnasen, die diese Sche... verbocken!!

Einen diesbezüglich durchaus erwähnenswerten Rundumschlag gibt's auch noch hier zu lesen:


                                Kirchturmpolitikerin Merkel beschenkt Leuchtturmwirtschaft


[...] Den Gipfel der "Förderungswürdigkeit" aus CDU-Sicht bilden Orwellsche Biometrieanwendungen im so genannten Antiterrorkampf der Polizei. 45 Seiten wirtschafts- und polizeiorientierte Sprechblasen, ein bürgerferner Flickenteppich von mittelmäßigen Kommerz-Projekten und repressiven Maßnahmen der Inneren Sicherheit, das ist die geistige Grundlage der IKT-Politik dieser großen Koalition. Kein Wunder, dass bei einer derart konfusen Diskussionsgrundlage Datenschützer oder NGOs gar nicht erst zum IT-Gipfel eingeladen wurden. Die CDU wollte mal zeigen, dass es auch ohne Partizipation und Zivilgesellschaft geht. [...]
An der Spitze der Gesellschaft sammelt sich dagegen eine kleine, per
SMS-vernetzte (Heise Online), verlogene Clique von verfilzten PolitikerInnen, ManagerInnen und UnternehmerInnen, die sich immer hemmungsloser aus schwarzen Kassen bereichern und unser sauer verdientes Geld heimlich unter dem Vorwand der Förderung des Auslandsgeschäfts auf ihre Privatkonten ins Ausland, nach Zypern oder auf die Bahamas transferieren. Vorbild sind wohl die mit Interpol-Steckbrief gesuchten und von der CIA gedeckten russischen Oligarchen. In den Medien (Handelsblatt, Wirtschaftswoche, Capital, Tagesspiegel ...) wird das auch noch frech verteidigt, weil in der globalisierten Wirtschaft "das ja alle so machen".

black01_next.gifKomplett...

Und weil das eben alle machen, gab's auch in diesem Jahr wieder die...

 


                                BigBrotherAwards


...zu denen ich nur mal verlinke, da es ziemlich umfangreich ist (mehrere Kategorien, mit z.T. mehreren "Gewinnern").

Zusätzlich -- gerade auch wegen obiger Meldungen --  könnte für den ein oder anderen folgender Verweis der selben Seite von Interesse sein:

black01_next.gif»FoeBuD entwickelt "PrivacyDongle" gegen Vorratsdatenspeicherung«

 

Ansonsten, wegen oben genannter Watte im Hirn, möchte ich nur noch einfach mal ein paar Quellen zeigen, bei denen ich häufiger vorbeischaue. Vielleicht guckt ihr ja mal vor dort vorbei!?!!? Nicht das es euch langweilig wird .

 

 

   » 05. Dezember 2006 « 

 

 

 


                                Polizei-Psychologin ohne Skrupel


Die „Prävention“ möglicher Straftaten von potentiellen Mördern und Vergewaltigern.

[...] In London will nun eine britische Polizeipsychologin das durchsetzen, was im Nazi-Deutschland unter Hitler deutsche Psychologen ausgedacht und angestrebt hatten: Die „Prävention“ möglicher Straftaten von potentiellen Mördern und Vergewaltigern. Die Prävention als Vorwand zur Durchsetzung der Nazi-Ideologie. Damals zählten vor allem Juden, Schwule und politisch Andersdenkende zu den potentiellen Straftätern. Das Mittel, um sie zu stellen, waren besonders Denunziationen ehemaliger Beziehungspartner wie Nachbarn, Arbeitskollegen und Ex-Ehefrauen. Nun will Scotland Yard an die tragischen Erfolge der Nazis anknüpfen und nach Mördern und Vergewaltigern fahnden, ehe sie überhaupt straffällig geworden sind. [...]

black01_next.gifKomplett...

Ich bezweifel zwar mehr als stark, daß sich die braune Kac.. dergleichen »...ausgedacht...« hat (black01_next.gifhier und black01_next.gifhier), aber als alarmgebendes Extrembeispiel sollte es uns aus dem Dämmerzustand schrecken. Es ist einfach unglaublich, was heuer so alles ernsthaft und ohne jegliche Scham spruchreif wird.

Bloß, ich höre quasi schon wieder die Argumentation »Ich habe nichts zu verbergen«, also "What shall's"? Das betreffend gibt es zum Thema black01_next.gif»Datenspeicherung oder die totale Kommunikationsüberwachung« einen wirklich lesenswerten Kommentar, zu dem mir spontan mal wieder ein gewisses Zitat einfällt. Auch wenn ich es schön des öfteren "vorgestellt" habe, es passt einfach so gut hier her:

Als die Nazis die Kommunisten abholten, habe ich geschwiegen, ich war kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten abholten, habe ich geschwiegen, ich war kein Sozialdemokrat.
Als sie die Katholiken holten, habe ich geschwiegen, ich war kein Katholik.
Als sie die Juden abholten, habe ich geschwiegen, denn ich war kein Jude.
Als sie mich dann holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte!


Martin Niemöller (>>)

Auch und gerade wenn wir dazu noch das black01_next.gif»Geheimprojekt Personenkennziffer (Ab Juli 2007 angeblich zentraler Schritt zum gläsernen Bürger)« zur Kenntnis nehmen "dürfen" (ist zwar so geheim und neu nicht mehr, Wiederholungen können jedoch nicht schaden!!). Schei... egal »Ich habe nichts zu verbergen«. Mir geht's gut, wird mich schon nicht treffen! Was mich aber wirklich, aus tiefster Seele, anstinkt, black01_next.gifist...... Für alle Anderen wird ein black01_next.gif»Neues Tool« möglicherweise immer interessanter, daß »Internet-Zensoren austrickst.«

black01_next.gifMööööäääähhhhhh...

 

 

   » 18. November 2006 « 

 

 

 


                                Die Vorratsdatenspeicherung auf dem Sprung


Das ist mittlerweile wirklich nicht mehr auszuhalten!! Ich habe echt kein Bock mehr, weshalb ich für heute auch nur mal die Links setze und mich auf das Zitieren eines Kommentars beschränke (unten), den ich in den digitalen Tiefen "gefunden" habe .

black01_next.gif»Die Vorratsdatenspeicherung auf dem Sprung« (<= die Seite brauch ab und zu ein bißchen Zeit zum Laden!!)
black01_next.gif»E-Mail-Konto nur noch gegen Personalausweis?«

Und zur Überraschung aller noch dies:

black01_next.gif»Britische RFID-Pässe geknackt«

In nur 48 Stunden schafften es Spezialisten, die Daten der neuen britischen Ausweise aus dem enthaltenen RFID-Chip auszulesen. Während das Innenministerium die Risiken abwiegelt, sind dennoch einige Szenarien denkbar, in denen der angeblich gestiegene Schutz vor Identitätsdiebstahl durch die E-Pässe ins Gegenteil verkehrt wird.

 

Zitat des Kommentars:

Ich werd waaaaahnsinnig! Langsam kann diese Regierung froh sein, dass ich (noch) kein Scharfschützengewehr zuhause habe!

Mehr und mehr kann ich's nachvollziehen, obschon ich mich selbstredend meilenweit davon distanziere :-)!

P.S.: Ach ja, wie immer herzlichen Dank an...du weist schon...für den Themenhinweis »E-Mail-Konto nur noch...»!!

 

 

   » 08. November 2006 « 


Beginnen will ich heute mal mit einem Satz, der bezeichnender kaum sein könnte. Er stammt aus...

 


                                Datenschutz-Studie...


...Deutschland überraschend beste Nation in der Kategorie Datenschutz

und lautet:

Überraschend, wenn ausgerechnet Deutschland in Zeiten der geplanten Protokollierung unserer Telekommunikationsdaten, des grossen Lauschangriffes, Hartz IV und der damit verbundenen Offenlegung der privaten Lebens- und Vermögensverhältnisse der Bürger an der Spitze der datenschützenden Nationen stehen soll. Das lässt nichts wirklich Gutes vermuten. Wenn wir trotz diverser Untaten unserer Politikerinnen und Politiker Weltmeister beim Schutz der Privatsphäre sein sollen - welche Untiefen tun sich dann bitte dazu im Vergleich anderorts auf?

black01_next.gifKomplett...

Im übrigen noch schnell dies daraus: »Die Schlusslichter stellen die Nationen China, Malaysia, Russland und Singapur dar. Die Datenkraken aus den USA und Israel sind ebenfalls ziemlich weit unten auf Platz 30 bzw. 28 von insgesamt 36 aufgelisteten Ländern gelandet.«

Zu oben genannten Beispielen des "Schutzes der Bevölkerung" vor...ja vor was eigentlich??...ach ja, richtig, vor dem hier: black01_next.gif»Mit Mautdaten gegen Terror -- Bundesrat hält Terrorismus für dauerhafte Bedrohung«...tritt demnächst ein weiteres "Bausteinchen" ins Rampenlicht (ein weiteres mal Mercie an Martin S.!!)

 


                                Personenkennziffern ab Juli 2007 beschlossen


Schon vor über vier Jahren berichteten wir an dieser Stelle über die damals noch geplante Einführung der Wirtschaftsnummer. Mit der damaligen Änderung der Abgabenordnung ist diese zentrale Personenkennziffer schon am 15.12.2003 in §139d AO und in §5 EGAO festgeschrieben worden, weitgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt. Jetzt ist die tatsächliche Einführung dieser Personenkennziffer zum 1. Juli 2007 beschlossen worden.

Danach erhält ab diesem Datum jede in Deutschland gemeldete Person vom Bundeszentralamt für Steuern aufgrund der Meldedaten eine lebenslang geltende Wirtschaftsnummer. Zugleich sollen die bisher noch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gestalteten Steuernummern vereinheitlicht werden. Daß gerade eine Steuerbehörde mit eigentlich melderechtlichen Aufgaben belastet wird, wundert nicht, denn ganz offenbar will man auf diese Art auch Steuersünder fangen - und die allgemeine Überwachung erhöhen, denn natürlich lassen sich diese Daten auch mit bestehenden Dateien abgleichen. Die Einführung der Personenkennziffer sol bis Ende September 2007 abgeschlossen sein.

black01_next.gifKomplett...

Wie Deutschland angesichts dessen, in genannter Studie, tatsächlich als beste Nation abschneiden kann, passt mitnichten in meinen naiven Denkapparat. Mit ein klein wenig Phantasie und unter Einbeziehung von RFID-Chips (z.B. per Einpflanzung unter die Haut) wirkt nebenstehendes Bild beinahe schon antiquiert und niedlich.

Und soll keiner sagen, daß dergleichen Vorstellungen völlig abstruse Hirngespinste seien, die jeglichen Realitätssinn vermissen lassen . Vor gar nicht mal allzu langer Zeit, war untenstehendes auch noch den "spinnerten Fiktionären" vorbehalten, die ja überall "weiße Mäuse" sehen und überhaupt und generell maßlos übertreiben.

 


                                
Facettenreiche Verhaltensüberwachung mit Videokameras


[...] Dabei steht die Erkennung auf Gewalt hindeutender Aktivitäten im Mittelpunkt, denn damit kann man Videoüberwachung am Besten verkaufen und Forschungsgelder erhalten. Letzlich ist "Gewalt" durch jeden anderen Verhaltenstyp austauschbar.

Wie das System technisch dazu in die Lage versetzt werden soll, beschreibt der Artikel so:

[Die Wissenschaftler] entwickelten eine Software, die jeden Bildframe analysiert und Pixelcluster identifiziert, die mit einem groben Modell des menschlichen Körpers übereinstimmen. Sie untersucht dann das Zusammenspiel sich voneinader unterscheidender Pixelcluster, um die Interaktionen zwischen Individuen zu klassifizieren.

Viele Interaktionen können jedoch zweideutig sein. Eine Person, der jemand einen Kaugummistreifen oder eine Zigarette anbietet, kann ähnlich aussehen wie eine Person, die zum Beispiel mit einem Messer bedroht wird. Um das zu meistern, beschlossen [die Wissenschaftler], ein Profil für jeden Verhaltentstyp zu konstruieren.

Parks (einer der Wissenschaftler) nennt das eine "semantische Analyse" der Interaktion. Das bedeutet, dass mehrere, verschiedene Faktoren einbezogen werden. Zum Beispiel müssen sich bei der Identifizierung von zwei Personen, die sich die Hände schütteln, deren Hände nicht nur geschlossen haben, sondern sich auch synchron bewegen.

[Die Wissenschaftler] kodierten präzise eine Beschreibung dieser Schlüsselmerkmale, nach denen die Software sucht, wenn sie eine Szenerie analysiert. Das erlaubt die Zuordnung eines Wahrscheinlichkeitswerts, dass eine bestimmte Aktivität beobachtet wird.

Bei Tests mit sechs verschiedenen Paaren, die 54 verschiedene, inszenierte Interaktionen darboten, konnte bis jetzt eine 80% Genauigkeit der Erkennung der korrekten Aktivität erzielt werden. Mit einem kommerziellen Einsatz rechnet man in ein paar Jahren.

Interessant ist die Antwort von Parks auf die Kritik eines Kollegen, die "Vision" Kapazität des Systems müsse wesentlich verfeinert werden: Er arbeite an einer Verbesserung, die vom Einsatz vieler Kameras mit verschiedenen Blickwinkeln profitiert.

Immer mehr installierte, technisch hochgezüchtete Videoüberwachungskameras ziehen also eine ausgefeiltere und umfassendere Bobachtung und Beurteilung des Verhaltens nach sich und neue "intelligente Software" zur videogestützten Verhaltensanalyse fordern mehr Kamerainstallationen. [...]

 black01_next.gifKomplett...

Offenbar ist das nicht an den Haaren herbeigezogen!!


                                Millionen von Kameras


[...] Das System des Unternehmens, das der ehemalige israelische Geheimdienstoffizier Gadi Talmon 2003 gründete, wird u. a. vom US-Ministerium für Energieversorgung, dem israelischen Justizministerium, in der U-Bahn von Houston und in den israelischen Gefängnissen eingesetzt und laut des Artikels Video surveillance systems seen eliminating security guards der Internetzeitung World Tribune im Rahmen eines Pilotprojekts landesweit in den USA getestet. Ziel des Pilotprojekts ist wohl die Erprobung der Vernetzung Tausender von Kameras, die an Bahnhöfen, Flughäfen und Kraftwerken installiert sind und die automatisierte Erkennung von Bedrohungen ohne großen Einsatz menschlichen Personals. Der Unternehmer Talmon zur World Tribune:

"Mit einer Kamera oder nur ein paar Kameras und intelligenter Videotechnik kann man Hunderte von Orten ohne einen einzigen Sicherheitswachmann effizient schützen.
Die Marktdurchdringung mit intelligenter Videotechnik liegt heute bei nur 2 - 3%. Ausgehend von dem, was wir von Experten und Kunden hören, wird die Durchdringung auf 25% anwachsen oder sogar höher in einigen Marktbereichen. Am Ende des Weges ist der Tag absehbar, an dem alle Kameras weltweit intelligent sein werden."

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Auf all das -- mit Verlaub -- ein kräftiges   !!!

Nicht damit einverstanden? Du willst dich Verstecken? Verweigerung in Betracht gezogen? Oder gar aktive Aktionen? Hast du's nicht gesehen, bist du ein Krimineller -- oder wenigstens ein "potentieller", da zumindest verdächtig!!

Wie oder was zum Teufel kann getan werden??

Ehrlich gesagt, ich bin einigermaßen ratlos!! Ohne massenweisen Widerstand wird da nichts zu holen sein. Und den kann ich wahrlich nicht ausmachen. Zumal ich selbst absolut nicht sagen kann, wo mein persönliches "bis-hier-hin-und-nicht-weiter" liegt und -- vor allem -- was ich denn tatsächlich und konkret bereit wäre zu tun, wenn "es" denn überschritten würde (was "es" im Grunde, mindestens bereichsweise, schon längst ist). Bin ich / seit ihr bereit in den Knast zu gehen? Im hypothetischen schlimmsten aller Fälle, wäre wirklich "der Untergrund" die Folge meiner "Zivilcourage"? Hab ich überhaupt eine? Und wenn ja, wie "groß" ist sie? Fragen über Fragen, die sich unendlich fortsetzen ließen und auf die ich einfach keine Antworten finde!!

Vielleicht -- aber auch wirklich nur vielleicht!! -- die einzige Chance diesem 1984'er-Szenario zu entfleuchen, sehe ich im Zusammenbruch der bestehenden Strukturen (Staatsbankrott etc.). Das wäre dann das berühmte "vom Regen in die Traufe". Was für Aussichten!!

 

 

   » 29. Oktober 2006 « 

 

 

-- Vorab vielen Dank an Martin S., der mich auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat! --

 

 

 


                                Schon 14.000 Unterschriften gegen Staatsstreich mit Wahlmaschinen!


Am 19. Oktober, also vor sieben Tagen, habe ich hier dazu aufgerufen, eine Bundestagspetition gegen § 35 Bundeswahlgesetz zu unterschreiben, der den Einsatz von elektronischen Wahlmaschinen bei Wahlen zuläßt. Womit Manipulationen à la USA klammheimlich Tür und Tor geöffnet wurden. Klammheimlich deshalb, weil der massenhafte Einsatz dieser Geräte ohne jede öffentliche Diskussion erfolgte. Wie die elektronischen Wahlmaschinen erstmals 2005 im großen Stil  in die Wahllokale eingeschleust wurden, ist schon ein Skandal für sich und nur mit einem Staatsstreich auf leisen Sohlen zu vergleichen. Jawohl: Der Einsatz dieser Wahlgeräte ist ein Staatsstreich, und Paragraph § 35 Bundeswahlgesetz  ist dafür die Grundlage, die zwar schon länger existiert, aber erst mit den undurchsichtigen elektronischen Geräten ihr volles Putsch-Potential entfaltet.

black01_next.gifKomplett...

Okay, ich weiß nicht recht, ob seine "Fragestellungen", die vergangene Wahl betreffend, unbedingt logisch klingen. Doch das grundsätzliche Problem bleibt davon natürlich gänzlich unberührt, weshalb ich den für mich wichtigsten Absatz mal herausziehe:

Da der Input geheim ist (nämlich die Stimmabgabe) kann er nicht mit dem Output (nämlich dem "Ausspucken des Wahlergebnisses" durch die Wahlmaschine) verglichen und damit das Ergebnis des Wahllokales überprüft werden. Wahlzettel und andere schriftliche Belege über die Stimmabgabe gibt es nicht mehr. Eine Nachzählung, die den Namen verdient, ist damit unmöglich.

Das ist es!!!! Innerhalb dieser Maschinen kann sonst was passieren, ohne daß dies auch nur irgendwer nachvollziehen könnte. Theoretisch könnten die Stimmangaben schon vorher einprogrammiert sein. Oder sie zählt nach einem vorbestimmten Algorithmus, der absolut nichts mehr mit der tatsächlichen Abgabe zu tun hat. Oder sonst was andres mehr, was sich meiner/unserer Phantasie entzieht.

Noch ein Link zu Thematik: black01_next.gif»Kann man mit Wahlcomputern in Deutschland geheim wählen?«

"Staatsstreich" scheint mir für den Augenblick zwar noch etwas weit hergeholt, aber diese neue "Innovation" macht ihn im Planungsfalle ungleich einfacher!!! Deshalb meine ich, daß erwähnte Petition Unterstützung finden sollte:

 

 

   » 14. Oktober 2006 « 

 


                                Gefährlicher Reisepass -- Wie sich der neue Chip einfach kopieren lässt


Als sichere Neuheit wurde der elektronische Reisepass gefeiert [nicht hier und bei Leuten mit gesundem Menschenverstand]. Denn: Der RFID-Chip im Pass soll angeblich fälschungssicher sein. Zwar können die Daten immer noch nicht verändert werden, doch mit einfachen Hilfsmitteln ist es möglich, Informationen auszulesen und ganze Chips samt Daten zu kopieren. Reisepass, elektronische Hotelschlüssel und andere Chipkarten – schnell geklont.

 

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Da schau her! So etwas bei SAT1 -- kaum zu glauben.
Nicht das dies eine neue Erkenntnis darstellt, aber es wird trotzdem mal wieder deutlich, daß es bei derlei Unfug wie dem ePass kaum um eine Steigerung der Sicherheit für die breite Masse gehen kann. Wer die Logistik und den sonstigen Aufwand für den 9/11 etc. hinbekommt (wer immer das auch war ), der sollte auch kein Problem damit haben, die komischen Pässe zu vervielfältigen usw. Selbst mit Fingerabrücken ist das kein Problem, wie ich auch schon black01_next.gif verlinkt hatte. Auf der Strecke bleibt dabei aber selbstredend das "gemeine Volk", daß irgendwann keinen unbeobachteten Schritt mehr machen kann. Wobei es nicht darauf ankommt, daß jede Bewegung auch tatsächlich zeitgleich unter "Obhut" steht, sondern daß das Ausmachen jeder Bewegung im »Bedarfsfall« der daran  Interessierten ermöglicht wird. Und der Bedarfsfall wird nicht von dir und mir festgelegt werden, vielmehr von den gesetzlich bestimmten Volkserziehern, die die Gesetzte praktischerweise auch noch selbst machen!!

 

 

   » 26. September 2006 « 

 


                                Studie: Videoüberwachung kaum von Nutzen


In Anbetracht der aktuellen politischen Diskussion über verstärkte Videoüberwachung in Deutschland sollte die im Auftrag des britischen Innenministeriums im Jahr 2005 erstellte, umfassende wissenschaftliche Untersuchung der Auswirkungen von Videoüberwachung” erneut gelesen werden. Untersuchungsleiter war Martin Gill, Professor für Kriminologie an der University of Leicester. Eine deutsche Zusammenfassung der Studie liegt – soweit ersichtlich – bisher nicht vor, was an dieser Stelle nachgeholt werden soll.

black01_next.gifKomplett...

Trotzdem schreitet alles in Siebenmeilenstiefeln voran und wird immer ausgefuchster.


                                Schreiende Videoüberwachungskameras


[...] Im Mai 2005 gab der Stadtrat von Westminster bekannt, man werde im Londoner Stadtbezirk Soho beginnen, Videokameras mit Mikrofonen ausstatten, um z. B. die Gegend von Pubs zu belauschen – zur Bekämpfung "antisozialen Verhaltens".
Was bedeutet, dass man es erst seit ein paar Jahren mit einer neuen Qualität der Überwachung öffentlicher Räume zu tun hat. Videoüberwachungskameras beäugen nicht mehr nur passiv ein Geschehen, Personen und ihr Verhalten, sondern können aktiv in die Vertraulichkeit von Gesprächen in öffentlichen Räumen eingreifen. Der Druck, sich äußerlich wohl verhalten zu müssen, kann auf das gesprochene Wort ausgedehnt werden. Er verstärkt sich durch die Unwissenheit, ob nun eine Kamera gleichzeitig mit Mikrofonen auf einen zielt oder nicht, wenn einem die neuen Ansätze zur Audioüberwachung bewußt sind. [...]
In George Orwells Heimatland ist man laut des Daily Mail Artikels
Big Brother is shouting at you dabei, den zweiten Audiokanal zu öffnen. Sehen Videoüberwachungskameras immer mehr und beginnen zu hören, sollen sie in Großbritannien auch bald an die Überwachten Anordnungen erteilen, um sie zu Verhaltensänderungen zu veranlassen und um ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie jederzeit von (noch menschlichen) Überwachern audiophon in der Öffentlichkeit bloßgestellt und aus der Anonymität der Innenstädte herausgehoben werden können.

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Unglaublich! Es wage sich einer, einen Furz zu lassen. Packe jetzt noch ein RFID-Lesegerät in die Kameras, entwickle RFID-Chips und Empfänger, die über größere Entfernungen funktionieren, pflanze jedem Menschen so ein Ding ein, und schon ist die Totalkontrolle so gut wie perfekt! Aber auch in diese Richtung wird "geforscht"!! Vielleicht noch nicht explizit, aber es läuft darauf hinaus!!


                                EU erforscht und forciert Überwachungstechnologie


Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit hat die EU-Kommission ein „EU-Sicherheitsforschungsprogramm“ (EU Security Research Programme, ESRP) eingerichtet. Gefördert wird die Entwicklung äußerst problematischer Überwachungstechnologien. Das Programm wird nicht demokratisch verwaltet, sondern von einem Gremium, dem hauptsächlich Vertreter der Industrie und der staatlichen „Bedarfsträger“ (Polizei usw.) angehören. In einem Bericht vom April 2006 machte die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch auf die Hintergründe dieses Programms aufmerksam. Die Verfasser des Berichts warnen:

Das Resultat wird eine Vielzahl von lokalen und globalen Überwachungssystemen sein, die Einführung biometrischer Identifikationsmechanismen, RFID-Funkchips, elektronische Kennzeichnung und Satellitenüberwachung, „weniger als tödliche Waffen“, paramilitärische Ausrüstung zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und zur Krisenbewältigung sowie die Militarisierung der Außengrenzen. Diese Technologien sind nur selten neutral. Sehr schnell werden neue Technologien zu politischen Zwängen; ihr zuvor noch umstrittener Einsatz erscheint zunehmend unausweichlich.

 

black01_next.gifKomplett...

 


                                USA dürfen auf vorratsgespeicherte Kommunikationsdaten zugreifen


Auf Vorrat gespeicherte Kommunikationsdaten können "im Rahmen bestehender Rechtshilfeabkommen in Strafverfahren ausgetauscht werden", unter anderem mit den USA. Dies bestätigte auf Nachfrage EU-Innenkommissar Frattini. Laut EG-Richtlinie vom März 2006 zufolge soll ab Mitte 2007 EU-weit über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gespeichert werden, wer mit wem per Telefon, Handy oder Email in Verbindung gestanden hat.

"Frattini macht dankenswerterweise deutlich, dass die Bundesregierung bereit ist, die Privatsphäre aller EU-Bürger an die US-Geheimdienste zu verscherbeln. Aus ähnlichen Skandalen der jüngsten Zeit hat man offenbar nichts gelernt. Einmal mehr wird den USA die Möglichkeit zur Wirtschaftsspionage auf dem goldenen Tablett serviert"

black01_next.gifKomplett...

Apropos USA! Passt zwar nicht ganz hier her, macht aber nix. Hab's halt gerade parat!


                                Al-Masri Entführung – Auf der Spur der CIA-Kidnapper

 

„Das war schon ein unglaublicher Fall. Vor fast 3 Jahren wird der deutsche Khaled Al-Masri in Mazedonien entführt. Er wird nach Afghanistan verschleppt und fast ein halbes Jahr gefangen gehalten. Ohne, dass er irgendetwas getan hätte. Entführt wurde er – so wie es aussieht – vom amerikanischen Geheimdienst CIA. Soweit ist die Geschichte bekannt. Nun möchte man ja annehmen, es würde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Entführer festzunehmen. Aber weit gefehlt. Seit 2 Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft München. Bislang offenbar ohne großen Erfolg. US Behörden mauern, lehnen Hilfe ab. Masris Verschleppung könnte ungestraft bleiben. Aber ist es wirklich so schwer die Entführer zu finden? Die PANORAMA- Autoren John Götz und Volker Steinhoff haben sich auf eine spannende Spurensuche begeben.“

black01_next.gifKomplett...

Schade das es diesen Beitrag nicht als Stream gibt. Ihr hättet wirklich sehen müssen, wie der zitierten Staatsanwalt rumgedruchst hat. „Wir haben im Moment noch Aufklärungsbedarf und aus dem Grund werden wir noch mal nachfassen.“ Blablablablubbblabbb!

 

 # 01.09.06 # 

 

 

Propaganda!!

Jetzt wird es etwas delikat, weil durch zitieren dieses Schriftstückes evtl. ein falscher (!!) Eindruck enstehen könnte.
Es geht um Hitlers "Mein Kampf".
Bevor eben jener falscher Eindruck enstehen kann, möchte ich meine Sichtweise und Standpunkt anhand von folgendem Ausschnitt klar machen...

    So schrieb beispielsweise der jüdische Autor C. C. Aronsfeld 1972 in der Zeitschrift "Prejudice" des Institute of Jewish Affairs: "Die deutschen Behörden widersetzen sich der Wiederveröffentlichung dieses Buches in dem Glauben, dass es für eine Freundschaft und Verständigung schädlich sein könnte. Diese Zweifel können wir verstehen, aber nicht teilen. Der Ursprung Hitlers ist fast irrelevant. Was wichtig ist, ist die Tatsache, dass er existierte, dass er seinem Volk und der Welt Unheil brachte und dass es immer noch Anhänger in vielen Teilen der Welt gibt. ,Mein Kampf' ist ein Handbuch ihrer Vorurteile und ihrer Unwissenheit, ob sie nun der deutschen, britischen oder irgendeiner anderen Nation angehören. Es ist deshalb notwendig, dass Hitler ... verstanden werden sollte. ,Mein Kampf' ist eine Einführung in seinen Geist und seine Methoden und sollte als solches zum Studium verfügbar sein." Und Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, schlug mir 1959 vor, "Mein Kampf" zu kommentieren und herauszugeben. "Ein besseres Mittel gegen eine Renaissance Hitlerischer Vorstellungen als ,Mein Kampf'", so meinte Heuss, könne es kaum geben. (>>)

 ...dem ich mich vollumfänglich anschließe!! Ich denke, ihr könnt mich mittlerweile ganz gut einschätzen und wißt wie ich einzuordnen bin.
Wir sollten davon und daraus lernen!! Wie sonst kann man effektiver verhindern - oder zumindest erkennenbar machen, es passiert ja eigentlich ständig -, daß so etwas - oder Vergleichbares - jemals wieder irgendwo passiert?

    "Nichts trägt mehr dazu bei, einen Menschen weise werden zu lassen, als wenn er immer einen Feind in seinem Blickfeld hat" Lord Halifax

In diesem Falle ist der "Feind" wohl klar, und seine Methoden (=Propaganda) im Blickfeld zu haben, kann zukünftig vielleicht helfen!!
Es sei noch angemerkt, daß...

  • ... es im Folgenden ausschließlich um die Passagen geht, die sich mit "Propaganda" beschäftigen. Deshalb habe ich auch beinahe ausschließlich nur diese Textstellen gelesen! Zum Rest (insg. mehrere hundert Seiten) kann ich demnach fast nichts sagen!! Außer vielleicht, daß das Bißchen, was ich ansonsten kurz "querlesen" mußte, für mein Dafürhalten reichlich krank und paranoid daherkommt! (gilt z.T. auch für hier zitiertes)
  • ... ich durchaus der Meinung bin, daß in Hitlers Ausführungen (wie gesagt, es geht nur um die unten zitierten Stellen, die Propaganda betreffend!!!!) leider mehr er- und aufschreckende Wahrheit liegt, als so manchem lieb sein wird. Ich glaube nicht, daß sich diesbezüglich seit damals wesentliches geändert hat - zumindest nicht, was die "menschliche" Komponente angeht!1. Wir sollten also tatsächlich aus der Vergangenheit lernen und das Lesen des Textes als abschreckende Lehre ansehen und aus diesem Blickwinkel dementsprechend Nutzen daraus ziehen. Schaue ich mir die aktuellen Geschehnisse und Entwicklungen so an, ist dies durchaus dringendst geboten!!! Ich jedenfalls kann sagen, daß ich es in diesem Sinne recht lehr- und aufschlußreich fand!
  • ... ich ganz bewußt keine eigenen Kommentare hinzugefügt habe, die z.B. Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigen könnten. Mache sich - beispielsweise von im Text erwähnten Flugblättern - jeder sein eigenes BILD !
  • ... hier die Quellen zu finden sind: html, zip (ausgepackt als pdf)
    • 1bis auf die, nicht ganz so unwesentliche, Tatsache, daß heutzutage natürlich ganz andere, "bessere" mediale - und psychologische - Möglichkeiten bestehen. Nicht nur, aber vor allem, ist hier das Fernsehen zu nennen, daß damals noch nicht voll zur Verfügung stand. Eine "eins zu eins" Übertragung auf heute ist so gesehen zu vermeiden, die Prinzipien bestehen aber nach wie vor gänzlich, meine ich!

 Ok, ich denke, ihr wißt was ich sagen will. Genug gelabert! Lest selbst!!!

_______________________________________

Erster Band

[3.Kapitel]
Was wir immer mit dem Worte "öffentliche Meinung" bezeichnen, beruht nur zu einem kleinsten Teile auf selbstgewonnenen Erfahrungen oder gar Erkenntnissen der einzelnen, zum größten Teil dagegen auf der Vorstellung, die durch eine oft ganz unendlich eindringliche und beharrliche Art von sogenannter "Aufklärung" hervorgerufen wird.

So wie die konfessionelle Einstellung das Ergebnis der Erziehung ist und nur das religiöse Bedürfnis an sich im Innern des Menschen schlummert, so stellt auch die politische Meinung der Masse nur das Endresultat einer manchmal ganz unglaublich zähen und gründlichen Bearbeitung von Seele und Verstand dar.

Der weitaus gewaltigste Anteil an der politischen "Erziehung", die man in diesem Falle mit dem Wort Propaganda sehr treffend bezeichnet, fällt auf das Konto der Presse. Sie besorgt in erster Linie diese "Aufklärungsarbeit" und stellt damit eine Art von Schule für die Erwachsenen dar.

[6.Kapitel]
Die zweite Frage von geradezu ausschlaggebender Bedeutung war folgende: An wen hat sich die Propaganda zu wenden? An die wissenschaftliche Intelligenz oder an die weniger gebildete Masse? Sie hat sich ewig nur an die Masse zu richten! Für die Intelligenz, oder was sich heute leider häufig so nennt, ist nicht Propaganda da, sondern wissenschaftliche Belehrung. Propaganda aber ist so wenig Wissenschaft ihrem Inhalte nach, wie etwa ein Plakat Kunst ist in seiner Darstellung an sich. Die Kunst des Plakates liegt in der Fähigkeit des Entwerfers, durch Form und Farbe die Menge aufmerksam zu machen. Das Kunstausstellungsplakat hat nur auf die Kunst der Ausstellung hinzuweisen; je mehr ihm dies gelingt, um so größer ist dann die Kunst des Plakates selber. Das Plakat soll weiter der Masse eine Vorstellung von der Bedeutung der Ausstellung vermitteln, keineswegs aber ein Ersatz der in dieser gebotenen Kunst sein. Wer sich deshalb mit der Kunst selber beschäftigen will, muß schon mehr als das Plakat studieren, ja, für den genügt auch keineswegs ein bloßes "Durchwandern" der Ausstellung. Von ihm darf erwartet werden, daß er in gründlichem Schauen sich in die einzelnen Werke vertiefe und sich dann langsam ein gerechtes Urteil bilde.

Ähnlich liegen die Verhältnisse auch bei dem, was wir heute mit dem Wort Propaganda bezeichnen.

Die Aufgabe der Propaganda liegt nicht in einer wissenschaftlichen Ausbildung des einzelnen, sondern in einem Hinweisen der Masse auf bestimmte Tatsachen, Vorgänge, Notwendigkeiten usw., deren Bedeutung dadurch erst in den Gesichtskreis der Masse gerückt werden soll.

Die Kunst liegt nun ausschließlich darin, dies in so vorzüglicher Weise zu tun, daß eine allgemeine Überzeugung von der Wirklichkeit einer Tatsache, der Notwendigkeit eines Vorganges, der Richtigkeit von etwas Notwendigem usw. entsteht. Da sie aber nicht Notwendigkeit an sich ist und sein kann, da ihre Aufgabe ja genau wie bei dem Plakat im Aufmerksammachen der Menge zu bestehen hat und nicht in der Belehrung der wissenschaftlich ohnehin Erfahrenen oder nach Bildung und Einsicht Strebenden, so muß ihr Wirken auch immer mehr auf das Gefühl gerichtet sein und nur sehr bedingt auf den sogenannten Verstand.

Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe um so tiefer zu stellen sein, je größer die zu erfassende Masse der Menschen sein soll. Handelt es sich aber, wie bei der Propaganda für die Durchhaltung eines Krieges, darum, ein ganzes Volk in ihren Wirkungsbereich zu ziehen, so kann die Vorsicht bei der Vermeidung zu hoher geistiger Voraussetzungen gar nicht groß genug sein.

Je bescheidener dann ihr wissenschaftlicher Ballast ist, und je mehr sie ausschließlich auf das Fühlen der Masse Rücksicht nimmt, um so durchschlagender der Erfolg. Dieser aber ist der beste Beweis für die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Propaganda und nicht die gelungene Befriedigung einiger Gelehrter oder ästhetischer Jünglinge.

Gerade darin liegt die Kunst der Propaganda, daß sie, die gefühlsmäßige Vorstellungswelt der großen Masse begreifend, in psychologisch richtiger Form den Weg zur Aufmerksamkeit und weiter zum Herzen der breiten Masse findet. Daß dies von unseren Neunmalklugen nicht begriffen wird, beweist nur deren Denkfaulheit oder Einbildung.

Versteht man aber die Notwendigkeit der Einstellung der Werbekunst der Propaganda auf die breite Masse, so ergibt sich weiter schon daraus folgende Lehre: Es ist falsch, der Propaganda die Vielseitigkeit etwa des wissenschaftlichen Unterrichts geben zu wollen.

Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergeßlichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag. Sowie man diesen Grundsatz opfert und vielseitig werden will, wird man die Wirkung zum Zerflattern bringen, da die Menge den gebotenen Stoff weder zu verdauen noch zu behalten vermag. Damit aber wird das Ergebnis wieder abgeschwächt und endlich aufgehoben.
[...]
Was aber war die Folge dieser Halbheit? Die breite Masse eines Volkes besteht nicht aus Diplomaten oder auch nur Staatsrechtslehrern, ja nicht einmal aus lauter vernünftig Urteilsfähigen, sondern aus ebenso schwankenden wie zu Zweifel und Unsicherheit geneigten Menschenkindern. Sowie durch die eigene Propaganda erst einmal nur der Schimmer eines Rechtes, auch auf der anderen Seite zugegeben wird, ist der Grund zum Zweifel an dem eigenen Rechte schon gelegt. Die Masse ist nicht in der Lage, nun zu unterscheiden, wo das fremde Unrecht endet und das eigene beginnt. Sie wird in einem solchen Falle unsicher und mißtrauisch, besonders dann, wenn der Gegner eben nicht den gleichen Unsinn macht, sondern seinerseits alle und jede Schuld dem Feinde aufbürdet.
[...]
Das Volk ist in seiner überwiegenden Mehrheit so feminin veranlagt und eingestellt, daß weniger nüchterne Überlegung als vielmehr gefühlsmäßige Empfindung sein Denken und Handeln bestimmt. Diese Empfindung aber ist nicht kompliziert, sondern sehr einfach und geschlossen. Es gibt hierbei nicht viel Differenzierungen, sondern ein Positiv oder ein Negativ. Liebe oder Haß, Recht oder Unrecht, Wahrheit oder Lüge, niemals aber halb so und halb so oder teilweise usw.
[...]
Aber alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg führen, wenn nicht ein fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier wie bei so vielem auf der Welt die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg.
[...]
Propaganda ist jedoch nicht dazu da, blasierten Herrchen laufend interessante Abwechslung zu verschaffen, sondern zu überzeugen, und zwar die Masse zu überzeugen. Diese aber braucht in ihrer Schwerfälligkeit immer eine bestimmte Zeit, ehe sie auch nur von einer Sache Kenntnis zu nehmen bereit ist, und nur einer tausendfachen Wiederholung einfachster Begriffe wird sie endlich ihr Gedächtnis schenken.

Jede Abwechslung darf nie den Inhalt des durch die Propaganda zu Bringenden verändern, sondern muß stets zum Schlusse das gleiche besagen. So muß das Schlagwort wohl von verschiedenen Seiten aus beleuchtet werden, allein das Ende jeder Betrachtung hat immer von neuem beim Schlagwort selber zu liegen. Nur so kann und wird die Propaganda einheitlich und geschlossen wirken.

Diese große Linie allein, die nie verlassen werden darf, läßt bei immer gleichbleibender konsequenter Betonung den endgültigen Erfolg heranreifen. Darin aber wird man mit Staunen feststellen können, zu welch ungeheuren, kaum verständlichen Ergebnissen solch eine Beharrlichkeit führt.

Jede Reklame, mag sie auf dem Gebiete des Geschäftes oder der Politik liegen, trägt den Erfolg in der Dauer und gleichmäßigen Einheitlichkeit ihrer Anwendung.

[10.Kapitel]
Man ging dabei von dem sehr richtigen Grundsätze aus, daß in der Größe der Lüge immer ein gewisser Faktor des Geglaubtwerdens liegt, da die breite Masse eines Volkes im tiefsten Grunde ihres Herzens leichter verdorben als bewußt und absichtlich schlecht sein wird, mithin bei der primitiven Einfalt ihres Gemütes einer großen Lüge leichter zum Opfer fällt als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügt, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würde. Eine solche Unwahrheit wird ihr gar nicht in den Kopf kommen, und sie wird an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei anderen nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendeine Ursache doch noch als wahr annehmen; daher denn auch von der frechsten Lügenvereine dieser Welt nur zu genau kennen und deshalb auch niederträchtig zur Anwendung bringen.

[12.Kapitel]
Verzichtet die Propaganda auf die Urwüchsigkeit der Ausdrucksweise, findet sie nicht den Weg zum Empfinden der breiten Masse. Verwendet sie hingegen in Wort und Gebärde die Derbheit des Gefühls der Masse und seiner Äußerungen, so wird sie von der sogenannten Intelligenz als roh und ordinär abgelehnt. [...] Man muß sich aber immer vor Augen halten, daß selbst der schönste Gedanke einer erhabenen Theorie in den meisten Fällen seine Verbreitung nur durch kleine und kleinste Geister finden kann. Nicht darauf kommt es an, was der geniale Schöpfer einer Idee im Auge hat, sondern auf die Form und den Erfolg, mit denen die Verkünder dieser Idee sie der breiten Masse vermitteln.

Die starke werbende Kraft der Sozialdemokratie, ja der gesamten marxistischen Bewegung überhaupt, beruhte zum großen Teil in der Einheit und damit Einseitigkeit des Publikums, an das sie sich wandte. Je scheinbar beschränkter, ja bornierter ihre Gedankengänge dabei waren, um so leichter wurden sie von einer Masse aufgenommen und verarbeitet, deren geistiges Niveau dem des Vorgebrachten entsprach.

Damit aber ergab sich für diese neue Bewegung ebenfalls eine einfache und klare Linie: Die Propaganda ist in Inhalt und Form auf die breite Masse anzusetzen und ihre Richtigkeit ist ausschließlich zu messen an ihrem wirksamen Erfolg. In einer Volksversammlung der breiten Schichten spricht nicht der Redner am besten, der der anwesenden Intelligenz geistig am nächsten steht, sondern derjenige, der das Herz der Masse erobert.

Zweiter Band

[6.Kapitel]
Ich habe damals in kurzer Zeit etwas Wichtiges gelernt, nämlich dem Feinde die Waffe seiner Entgegnung gleich selber aus der Hand zu schlagen. Man merkte bald, daß unsere Gegner, besonders in Gestalt ihrer Diskussionsredner, mit einem ganz bestimmten "Repertoire" auftraten, in welchem immer wiederkehrende Einwände gegen unsere Behauptungen erhoben wurden, daß die Gleichartigkeit dieses Vorgangs auf eine zielbewußte einheitliche Schulung hinwies. Und so war es ja auch. Wir konnten hier die unglaubliche Diszipliniertheit der Propaganda unserer Gegner kennenlernen, und es ist heute noch mein Stolz, das Mittel gefunden zu haben, diese Propaganda nicht nur unwirksam zu machen, sondern ihre Macher endlich selbst damit zu schlagen. Zwei Jahre später war ich Herr in dieser Kunst.

Es war wichtig, sich in jeder einzelnen Rede vorher schon klar zu werden über den vermutlichen Inhalt und die Form der in der Diskussion zu erwartenden Gegeneinwände und diese dann in der eigenen Rede bereits restlos zu zerpflücken. Es war dabei zweckmäßig, die möglichen Einwände selbst immer sofort anzuführen und ihre Haltlosigkeit zu beweisen; so wurde der Zuhörer, der, wenn auch vollgepfropft mit den ihm angelernten Einwänden, aber sonst ehrlichen Herzens gekommen war, durch die vorweggenommene Erledigung der in seinem Gedächtnis eingeprägten Bedenken leichter gewonnen. Das ihm eingelernte Zeug wurde von selbst widerlegt und seine Aufmerksamkeit immer mehr vom Vortrag angezogen.
[...]
Was dem Marxismus die Millionen von Arbeitern gewonnen hat, das ist weniger die Schreibart marxistischer Kirchenväter als vielmehr die unermüdliche und wahrhaft gewaltige Propagandaarbeit von Zehntausenden unermüdlicher Agitatoren, angefangen vom großen Hetzapostel bis herunter zum kleinen Gewerkschaftsbeamten und zum Vertrauensmann und Diskussionsredner; das sind die Hunderttausende von Versammlungen, bei denen, in qualmender Wirtsstube auf dem Tische stehend, diese Volksredner auf die Massen einhämmerten und so eine fabelhafte Kenntnis dieses Menschenmaterials zu gewinnen wußten, was sie erst recht in die Lage versetzte, die richtigsten Angriffswaffen auf die Burg der öffentlichen Meinung zu wählen. Und das waren weiter die gigantischen Massendemonstrationen, diese Hunderttausend-Mann-Aufzüge, die dem kleinen, armseligen Menschen die stolze Überzeugung einbrannten, als kleiner Wurm dennoch Glied eines großen Drachens zu sein, unter dessen glühendem Atem die verhaßte bürgerliche Welt dereinst in Feuer und Flammen aufgehen und die proletarische Diktatur den letzten Endsieg feiern werde.
[...]
Es entspricht ganz der verbohrten Weltfremdheit unserer deutschen Intelligenz, zu glauben, daß zwangsläufig der Schriftsteller dem Redner an Geist überlegen sein müsse. Diese Auffassung wird in köstlichster Weise durch eine Kritik der schon einmal erwähnten nationalen Zeitung illustriert, in welcher festgestellt wird, daß man so oft enttäuscht sei, die Rede eines anerkannt großen Redners plötzlich im Druck zu sehen. Mich erinnert das an eine andere Kritik, die ich im Laufe des Krieges unter die Hände bekam; sie nahm die Reden Lloyd Georges, der damals noch Munitionsminister war, peinlichst unter die Lupe, um zur geistreichen Feststellung zu kommen, daß es sich bei diesen Reden um geistig und wissenschaftlich minderwertige, im übrigen banale und selbstverständliche Produkte handle. Ich bekam dann in Gestalt eines kleinen Bändleins einige dieser Reden selbst in die Hand und mußte hellauf darüber lachen, daß für diese psychologischen Meisterstücke seelischer Massenbeeinflussung ein normaler deutscher Tintenritter kein Verständnis besaß. Dieser Mann beurteilte diese Reden eben ausschließlich nach dem Eindruck, den sie auf seine eigene Blasiertheit hinterließen, während der große englische Demagoge sich einzig darauf eingestellt hatte, auf die Masse seiner Zuhörer und im weitesten Sinne auf das gesamte untere englische Volk eine möglichst große Wirkung auszuüben. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, waren die Reden dieses Engländers aber wunderbarste Leistungen, da sie von einer geradezu staunenswerten Kenntnis der Seele der breiten Volksschichten zeugten. Ihre Wirkung ist denn auch eine wahrhaft durchschlagende gewesen.

Man vergleiche damit das hilflose Gestammel eines Bethmann Hollweg. Scheinbar waren diese Reden freilich geistreicher, in Wirklichkeit aber zeigten sie nur die Unfähigkeit dieses Mannes, zu seinem Volke zu sprechen, das er eben nicht kannte. Trotzdem bringt es das durchschnittliche Spatzenhirn einer deutschen, wissenschaftlich natürlich höchst gebildeten Schreiberseele fertig, die Geistigkeit des englischen Ministers nach dem Eindruck abzuschätzen, den eine auf Massenwirkung abzielende Rede auf sein vor lauter Wissenschaft verkalktes Innere hinterläßt und in Vergleich zu bringen zu der eines deutschen Staatsmannes, dessen geistreiches Geschwätz bei ihm natürlich auf einen empfänglicheren Boden trifft. Daß Lloyd George an Genialität einem Bethmann Hollweg nicht nur ebenbürtig, sondern tausendmal überlegen war, bewies er eben dadurch, daß er in seinen Reden jene Form und jenen Ausdruck fand, die ihm das Herz seines Volkes öffneten und dieses Volk endlich restlos seinem Willen dienen ließen. Gerade in der Primitivität dieser Sache, der Ursprünglichkeit ihrer Ausdrucksformen und der Anwendung leicht verständlicher, einfachster Beispiele liegt der Beweis für die überragende politische Fähigkeit dieses Engländers. Denn die Rede eines Staatsmannes zu seinem Volk habe ich nicht zu messen nach dem Eindruck, den sie bei einem Universitätsprofessor hinterläßt, sondern an der Wirkung, die sie auf das Volk ausübt. Und dies allein gibt auch den Maßstab für die Genialität des Redners.

Die staunenswerte Entwicklung unserer Bewegung, die erst vor wenigen Jahren aus einem Nichts heraus gegründet wurde und heute schon für wert gehalten wird, von allen inneren und äußeren Feinden unseres Volkes auf das schärfste verfolgt zu werden, ist der steten Berücksichtigung und Anwendung dieser Erkenntnisse zuzuschreiben.

So wichtig auch das Schrifttum der Bewegung sein mag, so wird es doch in unserer heutigen Lage größere Bedeutung für die gleiche und einheitliche Erziehung der oberen und unteren Führer haben als für die Gewinnung gegnerisch eingestellter Massen. Nur in den seltensten Fällen wird ein überzeugter Sozialdemokrat oder ein fanatischer Kommunist sich herbeilassen, eine nationalsozialistische Broschüre oder gar ein Buch zu erwerben, dieses zu lesen und daraus einen Einblick in unsere Weltauffassung zu gewinnen oder die Kritik der seinen zu studieren. Selbst eine Zeitung wird nur ganz selten gelesen werden, wenn sie nicht von vornherein den Stempel der Parteizugehörigkeit trägt. Übrigens würde dies auch wenig nutzen, denn das Gesamtbild einer einzigen Zeitungsnummer ist ein so zerrissenes und in seiner Wirkung so zersplittertes, daß man von einmaliger Kenntnisnahme keinen Einfluß auf den Leser erwarten dürfte. Man darf und soll aber niemandem, für den schon Pfennige eine Rolle spielen, zumuten, daß er, nur aus dem Drang nach objektiver Aufklärung, dauernd eine gegnerische Zeitung abonniert. Es wird dies unter Zehntausenden kaum einer tun. Erst wer der Bewegung bereits gewonnen ist, wird das Organ der Partei, und zwar als laufenden Nachrichtendienst seiner Bewegung, dauernd lesen.

Ganz anders ist es schon mit dem "geredeten" Flugblatt! Das wird der eine oder andere, besonders wenn er es unentgeltlich bekommt, viel eher in die Hand nehmen, um so mehr, wenn schon in der Überschrift ein Thema, das augenblicklich in aller Leute Mund ist, plastisch behandelt ist. Nach mehr oder weniger gründlicher Durchsicht wird er vielleicht durch ein solches Flugblatt auf neue Gesichtspunkte und Einstellungen, ja auch auf eine neue Bewegung aufmerksam gemacht werden können. Allein auch dadurch wird, selbst im günstigsten Fall, nur ein leiser Anstoß gegeben, niemals jedoch eine vollendete Tatsache geschaffen. Denn auch das Flugblatt kann nur zu etwas anregen oder auf etwas hinweisen, und seine Wirkung wird nur eintreten in Verbindung mit einer nachfolgenden gründlichen Belehrung und Aufklärung seiner Leser. Diese ist und bleibt aber immer die Massenversammlung.

Die Massenversammlung ist auch schon deshalb notwendig, weil in ihr der einzelne, der sich zunächst als werdender Anhänger einer jungen Bewegung vereinsamt fühlt und leicht der Angst verfällt, allein zu sein, zum erstenmal das Bild einer größeren Gemeinschaft erhält, was bei den meisten Menschen kräftigend und ermutigend wirkt. Der gleiche Mann wird im Rahmen einer Kompanie oder eines Bataillons, umgeben von allen seinen Kameraden, leichteren Herzens zum Sturm antreten, als er dies, ganz auf sich allein angewiesen, täte. Im Rudel fühlt er sich immer noch etwas geborgen, und wenn auch in der Wirklichkeit tausend Gründe dagegen sprächen.

Die Gemeinsamkeit der großen Kundgebung aber stärkt nicht nur den einzelnen, sondern sie verbindet auch und hilft mit, Korpsgeist zu erzeugen. Der Mann, der als erster Vertreter einer neuen Lehre in seinem Unternehmen oder in seiner Werkstätte schweren Bedrängnissen ausgesetzt ist, bedarf notwendig jener Stärkung, die in der Überzeugung liegt, ein Glied und Kämpfer einer großen umfassenden Körperschaft zu sein. Den Eindruck dieser Körperschaft erhält er jedoch erstmalig nur in der gemeinsamen Massenkundgebung. Wenn er aus seiner kleinen Arbeitsstätte oder aus dem großen Betrieb, in dem er sich recht klein fühlt, zum ersten Male in die Massenversammlung hineintritt und nun Tausende und Tausende von Menschen gleicher Gesinnung um sich hat, wenn er als Suchender in die gewaltige Wirkung des suggestiven Rausches und der Begeisterung von drei- bis viertausend anderen mitgerissen wird, wenn der sichtbare Erfolg und die Zustimmung von Tausenden ihm die Richtigkeit der neuen Lehre bestätigen und zum erstenmal den Zweifel an der Wahrheit seiner bisherigen Überzeugung erwecken - dann unterliegt er selbst dem zauberhaften Einfluß dessen, was wir mit dem Wort Massensuggestion bezeichnen. Das Wollen, die Sehnsucht, aber auch die Kraft von Tausenden akkumuliert sich in jedem einzelnen. Der Mann, der zweifelnd und schwankend eine solche Versammlung betritt, verläßt sie innerlich gefestigt: er ist zum Glied einer Gemeinschaft geworden.

[11.Kapitel]
Die Propaganda versucht eine Lehre dem ganzen Volke aufzuzwingen, die Organisation erfaßt in ihrem Rahmen nur diejenigen, die nicht aus psychologischen Gründen zum Hemmschuh für eine weitere Verbreitung der Idee zu werden drohen.

Die Propaganda bearbeitet die Gesamtheit im Sinne einer Idee und macht sie reif für die Zeit des Sieges dieser Idee, während die Organisation den Sieg erficht durch den dauernden, organischen und kampffähigen Zusammenschluß derjenigen Anhänger, die fähig und gewillt erscheinen, den Kampf für den Sieg zu führen.

Der Sieg einer Idee wird um so eher möglich sein, je umfassender die Propaganda die Menschen in ihrer Gesamtheit bearbeitet hat und je ausschließlicher, straffer und fester die Organisation ist, die den Kampf praktisch durchführt. Daraus ergibt sich, daß die Zahl der Anhänger nicht groß genug sein kann, die Zahl der Mitglieder aber leichter zu groß als zu klein wird.

Wenn die Propaganda ein ganzes Volk mit einer Idee erfüllt hat, kann die Organisation mit einer Handvoll Menschen die Konsequenzen ziehen. Propaganda und Organisation, also Anhänger und Mitglieder, stehen damit in einem bestimmten gegenseitigen Verhältnis. Je besser die Propaganda gearbeitet hat, um so kleiner kann die Organisation sein, und je grö- ßer die Zahl der Anhänger ist, um so bescheidener kann die Zahl der Mitglieder sein und umgekehrt: Je schlechter die Propaganda ist, um so größer muß die Organisation sein, und je kleiner die Anhängerschar einer Bewegung bleibt, um so umfangreicher muß deren Mitgliederzahl sein, wenn sie überhaupt noch auf einen Erfolg rechnen will.

Die erste Aufgabe der Propaganda ist die Gewinnung von Menschen für die spätere Organisation; die erste Aufgabe der Organisation ist die Gewinnung von Menschen zur Fortführung der Propaganda. Die zweite Aufgabe der Propaganda ist die Zersetzung des bestehenden Zustandes und die Durchsetzung dieses Zustandes mit der neuen Lehre, während die zweite Aufgabe der Organisation der Kampf um die Macht sein muß, um durch sie den endgültigen Erfolg der Lehre zu erreichen. 
[...]

 

 # 23.08.06 # 

 

 

Umfrageergebnisse & mehr!!

  •  Umfrage bei n-tv (>>):
     
    • Auf die Frage: Sind Sie für eine schärfere Kontrolle von Bahnhöfen durch Videokameras?

      haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

         

         

         

         

        Ja 80%

         

         

         

         

         

         

         

         

        Nein 20%

         

         

         

         

Noch krasser per Telefon:

  • Umfrage bei n-tv (>>):
     
    • Auf die Frage: Bundesinnenminister Schäuble hat nach der Festnahme eines der mutmaßlichen Kofferbombenleger erneut die Einführung einer zentralen Anti-Terror-Datei gefordert. Glauben Sie, dass eine solche Datei, genutzt von Polizei und Geheimdiensten, die Gefahr terroristischer Anschläge verringern kann?

      haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

         

         

         

         

        Ja 71%

         

         

         

         

         

         

         

         

        Nein 29%

         

         

         

         

  • Umfrage bei n-tv (>>):
     
    • Auf die Frage: Haben Sie Angst vor zu viel staatlicher Überwachung durch eine Anti-Terror-Datei?

      haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

         

         

         

         

        Ja 47%

         

         

         

         

         

         

         

         

        Nein 53%

         

         

         

         

Bestätigt werden diese Daten durch einen Spiegel-Bericht: "Mehrheit wünscht sich Überwachungskameras".
Tja, offensichtlich liest die Mehrheit aus Sätzen wie diesem "Akzeptanz ohne Terroranschläge nicht denkbar" etwas völlig anderes heraus, als unsereins (wenn sie überhaupt liest?).
Denn bei komischen, libanesischen Tüten und dubiosen arabischen Schriftzeichen-Telefonnummern-Zetteln (>>), kommt mir unweigerlich der ungeheuer überlebensfähige Paß eines der "Entführer" beim WTC in den Sinn, der doch tatsächlich das Flammeninferno unbeschadet überstanden hat und unversehrt in der Nähe der Trümmer gefunden wurde (>>, >>). Das kann glauben wer will.... Jedenfalls, mir fallen da sofort diverse Schlapphüte aus Pullach und die verschiedensten Pendants dazu ein.

    [...] Irgendwie riecht die Sache einmal mehr nach Theater. Dennoch wäre einem jungen Libanesen, der in seiner bombardierten Heimat gerade Angehörige verloren haben soll, eine solche Tat auch zuzutrauen. Die dilettantische Gasflaschen-Bombe spricht für einen Amateur; die im Koffer deponierten, in Richtung Libanon deutenden Elefantenspuren allerdings dagegen, denn so dämlich kann nicht einmal der dümmste Amateurbomber sein. Wenn der Hinweis auf ihn aber tatsächlich von einem ausländischen Geheimdienst kam, würde das Ganze wieder Sinn machen - doch dann spricht einiges dafür, dass es sich nicht um einen echten "Terroristen", sondern um einen nützlichen Idioten handelt. (>>)

Zudem muß es sich auch noch um einen völlig verblödeten Idioten handeln, der tatsächlich so bescheuert war, nach Deutschland zurückzukehren, nachdem er sich schon in den Libanon, (>>) oder Istanbul (>>), abgesetzt hatte. Wie nett von ihm! Mal ehrlich, sooo dämlich kann doch kein Mensch sein! Ganz abgesehen von der "Tatsache", daß er und sein "Kumpel" grundsätzlich nicht als "Terroristen" taugen.

    [...] da können Sprengstoffexperten ruhig hundert Mal erzählen, dass man mit dem Feuer aus zwei Litern Benzin eine Gasflasche nicht sprengen kann. Es war einfach ganz furchtbar knapp und wir können froh sein, dass wir noch am Leben sind. „Spiegel“ sei dank. (>>)

Derartige Stümperei ist also der "Terrorismus", vor dem uns die Staatsgewalt zu schützen gedenkt und dafür auch noch die Mehrheit hinter sich sieht? Das kann glauben wer will... Da ist doch was nicht ganz koscher.

Und während längst hinter uns geglaubte Relikte der Vergangenheit ("Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden"), als Folge dieses Theaters unglaublicherweise anscheinend wieder en vogue werden ("Großbritannien erwägt schärfere Kontrollen für bestimmte Fluggäste" & "Terrorhysterie - Menschen in Panik"), nimmt "Der große Bruder und die Matrix" immer konkretere Gestalt an. Beispielsweise so:

Und alles unter gütiger Mithilfe, oder/und wenigstens im höchsten Maße letargischer Ignoranz, eben jener, oben abstimmender Mehrheit (es sei denn, die Schlapphüte, oder andere Interessierte, haben selbst Hand angelegt ).

Angesichts dieser Umfrageergebnisse usw. etc. beschleicht mich, langsam aber sicher, ein immer stärker werdendes Gefühl der Resignation (Grüße an Eddie: vielleicht sollte ich, den dieses Thema betreffenden Teil, doch noch mal überdenken ).

Es ist mal wieder an der Zeit, LeBon zu Worte kommen zu lassen.

    "Der Schein hat in der Geschichte immer eine größere Rolle gespielt als das Sein. Das Unwirkliche hat stets den Vorrang vor dem Wirklichen." 
    [...] "Seit der Morgenröte der Kultur sind die Völker immer dem Einfluss von Täuschungen ausgesetzt gewesen. Den Schöpfern von Täuschungen haben sie die meisten Tempel, Bildwerke und Altäre errichtet."
    [...] "Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie auzuklären sucht, stets ihr Opfer." 

Das hilft zwar nicht gegen die aufkommenden Kapitulationsanwandlungen (ganz im Gegenteil sogar, es reißt einen eher noch tiefer rein, findet die Allgemeingültigkeit doch größtenteils Bestätigung in der Realität ), aber passen tut's super .
So langsam habe ich echt kein Bock mehr.

Natürlich ist es teilweise ungemein schwer, als Einzelner konkret dagegen vorzugehen. Aber wenn schon die Mehrzahl "der Einzelnen" diese Grundeinstellung aufzeigt, dann...

... machen "wir" es ihnen von vornherein definitiv zu leicht. Da die oberen Zehntausend prinzipiell zum Opportunismus neigen (müssen), blieben gegenteilige Umfragewerte sicher nicht ohne Wirkung.

 

... sagt das so einiges über den Informationsstand der Masse aus. In diesem Superstar suchenden, BILD lesenden, 9Live ermöglichenden Dämmerzustand, ist die "Schöne neue Welt" wirklich nicht mehr weit!

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Forschungsprojekt Foto-Fahndung

Kurz zur Info! Auch solcherlei Meldungen müssen mal sein!
Wenigstens können wir in einem Punkt wohl vorerst mal Entwarnung geben. Nach Meldung von dpa scheinen RFID-Chips in Euro-Banknoten nicht zum Einsatz zu kommen, weil schlicht zu teuer.

    Wenig aussichtsreich sind die viel diskutierten Chips, die man in Geldscheine einbauen könnte. Der Chip speichert von der Zentralbank eine Seriennummer. Lesen später Computerscanner diese Nummer, können sie die Echtheit der Note zweifelsfrei bestimmen. Die RFID-Chips sind aber nur 0,4 mal 0,4 mal 0,06 Millimeter groß - mit bloßem Auge wären sie nicht zu sehen und nicht zu fühlen. Zudem ist ihre Herstellung zu teuer für den Einsatz im Bargeld. Eine Banknote kostet laut Bundesbank zwischen 5 und 9 Cent. (>>)

Wir werden sehen, ob dies tatsächlich den Fakten entsprechen wird. So ganz traue ich dem Braten noch nicht !

 

 # 07.08.06 # 

 

 !!Vorsicht, Verschwörungsspinnerei!!

Forschungsprojekt Foto-Fahndung

Ich hatte das ja schon weiter unten. Diesmal aber kann mit der offiziellen Verlautbarung des BKA aufgewatet werden.

    Das Bundeskriminalamt bittet um Ihre Unterstützung beim Test biometrischer Gesichtserkennung Oktober 2006 - Januar 2007
    Komplett...

Und wie es der Zufall so will, stehen kurz zuvor in ein paar Bahnhöfen irgendwelche ominösen Koffer-Bomben herum. Koffer-Bomben, die aufgrund ebenso ominöser Konstruktionsfehler nicht funktionierten. Seltsam, seltsam!!??
Selbstverständlich kann das tatsächlich alles nur Zufall sein, Verrückte gibt es schließlich genug.
Aber wir sollten auch die Möglichkeit einer Inszenierung nicht völlig ausschließen. Denn nur mit einem ständig vorhandenen Bedrohungsszenario - seit jahrtausenden erfolgreich eingesetzt - lassen sich die diversen Orwell-Maßnahmen in der Gesellschaft ohne größere Widerstände durchsetzen. Wer sollte denn auch was gegen den Schutz vor solchen Spinnern haben?

    Die Bundesregierung prüft offenbar schon seit längerem, ob in Zukunft Eisenbahnzüge per Video überwacht werden sollen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble soll dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben haben. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union Wolfgang Bosbach macht sich für mehr Überwachung auf Bahnhöfen stark.
    Komplett...

-- Verschwörungsspinnerei ENDE --

 Und wer schützt uns vor den "Beschützern"?

EU-PässeFingerabdrücke ab 12 Jahren geplant

Der für mich entscheidende Absatz:

    Laut Tony Bunyan von Statewatch beziehen sich die Debatten bezüglich Altersgrenzen der Fingerabdruckerfassung ausschließlich auf die technischen Möglichkeiten. Moralische oder politische Aspekte würden nicht erörtert. Er wies darauf hin, dass die Entscheidungen auf der Basis geheimer Dokumente in nicht öffentlichen Treffen gefällt würden und die Interessen der Bürger oder der Parlamente nicht berücksichtigen.

Entscheidend deshalb, weil uns damit nun endgültig klar sein sollte, daß erstens das Ganze absolut nichts mehr mit Demokratie zu tun hat, und zweitens, daß es nur noch um die Machbarkeit, nicht mehr um die Richtigkeit geht. Was auch nur irgendwie machbar erscheint, wird umgesetzt werden. Auf jeden Fall wird es versucht.
Noch (!!) scheinen letzte Reste des "Rechtsstaates" übrig zu sein. Wenn auch mit mäßigem Erfolg: "Verfassungsbeschwerde gegen Telekommunikationsgesetz weitgehend erfolglos".

Und sind solche Maßnahmen erst mal installiert, gibt es kein halten mehr...

    Die Telekommunikationsunternehmen müssen die Daten ihrer Kunden zusammen mit der zugeteilten Rufnummer in eine Datenbank einstellen, auf die eine Vielzahl staatlicher Stellen Zugriff hat, darunter Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurde die Datenbank letztes Jahr 3,4 Mio. mal (9.000mal am Tag) abgefragt. Die Zahl der Abfragen verdoppelt sich alle drei Jahre.

 ...und werden sowieso nie mehr deinstalliert!! Im Gegenteil, sie werden dann nach gut Dünken ausgeweitet. Ein "schönes" Beispiel dafür ist die LKW-Maut: "Verbrecherjagd mit Maut-Daten". Hurtig die Gesetze geändert und schon können wir uns wieder ein Stück sicherer fühlen . Genauso wie diese Entwicklung absehbar war, gehe ich jede Wette ein, daß dies ganz und gar nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Schließlich fahren 'zig Millionen PKW in der BRD herum, in denen allenthalben potentielle Verbrecher sitzen!! Die PKW-Maut wird kommen!!! Zu diesem Zeitpunkt wird die Datenerfassung bereits für die staatlichen Kraken zugänglich sein und lediglich durch die PKW-Daten erweitert werden - wenn dies nicht sogar schon im anstehenden Gesetz integriert werden wird.
Wie die Kraken wachsen und gedeihen, können wir hier nachlesen: "Regierung beschließt Ausweitung von Gesinnungsschnüffelei".

    Nochmal: "Und wer schützt uns vor den "Beschützern"?"

Um dieser Frage - falls noch nötig - zusätzliches Gewicht zu verleihen, folgt die Vision der Bundesdruckerei.

    Ab 2010...

    Die Grenzen der Industriestaaten werden von der Bundesdruckerei mit automatischen Erkennungssystemen ausgestattet, die Personen quasi im Vorbeigehen identifizieren.
    Dazu gehören auch Identitätskarten mit Chips, die dreidimensionale biometrische Merkmale speichern.
    Zehn Jahre später sind solche Ausweise nicht mehr nötig. Maschinen sind in der Lage, Menschen zweifelsfrei zu erkennen. Vollelektronische Systeme ermöglichen vielfältige Zugangskontrollen im privaten und staatlichen Bereich. 
    (>>)

Das ist einfach nur noch 

 

 # 18.06.06 # 

 

Die Bequemlichkeiten des Martin K. - Oder wieviel Überwachung braucht der Mensch

    [...] Martin Robert König fand sich nun im Europolrevier der Stadt wieder. Ein Polizist hatte sich als Kommissar Schoppmann vom Dezernat für Finanzverbrechen vorgestellt. "So, Herr König, raus mit der Sprache. Für wen arbeiten Sie? Oder sind Sie vielleicht sogar der Auftraggeber für Argon?" "Aber ich habe doch nichts..." Der Polizist fiel ihm ins Wort: "Natürlich haben Sie. Oder wollen Sie etwa leugnen, das Sie diesen 50 Euro-Schein in ihrem Besitz hatten? Mit Hilfe der RFID-Tags können wir das problemlos nachweisen." "Nein, ich will nicht leugnen. Aber ich habe ihn doch gefunden." "Gefunden nennen Sie das also. Ich sage Ihnen was", der Kommissar zog an seinem Zigarillo,"dieser 50 Euro-Schein war bis vor kurzem noch im Besitz von Helmut Argon. Wissen Sie, was der gerade macht?" Schoppmann schlug mit der Faust auf den Tisch und gab sich selbst die Antwort:"Er sitzt im Gefängnis! Und zwar wegen Geldwäsche. Er hat versucht Geld zu waschen, welches aus einem Beutezug der Gung-Ho-Triaden stammt." Der Polizist lächelte zufrieden. "Seit der Einführung der RFID-Tags ist unsere Arbeit leicht geworden. Und Sie können sich gleich zu Ihrem Kollegen Argon gesellen. Die Beweise sind eindeutig." [...]

    Komplett...

Utopie? Von wegen!!
"Schon wird selbst über RFID-Chips in Euro-Scheinen nachgedacht, die eine lückenlose Verfolgung von Bargeldflüssen möglich machen würden.", sagte die Welt am 27.03.2006. Offenbar plant Schweden in die selbe Richtung:  "Sweden considering RFID in their banknotes".

Und wie schnell man von einem unbescholltenen Bürger, mit seinem natürlichen Recht auf Privatsphere, zu einem subversiven, verbrecherichen Element wird, zeigt dieser Artikel.

    UK-Regierung im Kampf gegen Kryptographie

    In Großbritannien geht der Kampf gegen die Privatsphäre der Bürger weiter. Ein brisanter Gesetzesvorstoß sieht vor, dass den Behörden kryptographische Schlüssel offen gelegt werden müssen.

    Nach dem erschreckenden Zugriff auf die Daten von Bankkunden durch die britischen Behörden, ist nun eine weitere Hürde auf dem Weg zum totalen Überwachungsstaat gefallen: Das Innenministerium bereitet gerade die Inkraftsetzung eines bedenklichen Gesetzesteils vor. Der Teil ist "Part 3" des "Regulation of Investigatory Powers Act", kurz RIPA. Dieses Gesetz war schon 2000 erlassen worden, doch "Part 3" blieb bisher ohne Anwendung.

    Komplett...

Kurzerhand ein paar Gesetze geändert, und schon ist die selbe Person, die gestern noch ein rechtschaffender Bürger war, heute ein VERBRECHER!! Ratzfatz geht das!!!

Aber wen interessiert das schon? Ein schönes Beispiel für besagtes Desinteresse ist die WM!! Für "Brot und Spiele" werden völlig gleichmütig recht fragwürdige Maßnahmen hingenommen.

Die entscheidende Textstelle ist diese:

    Da keine Alternative angeboten wird, stehen die Fußball-Fans vor der Alternative, entweder ihre Daten preiszugeben, oder auf die Teilnahme an WM-Spielen zu verzichten.

GENAU! Und was passiert? Die Stadien sind voll ! Wobei ich in diesem Fall die konkrete Vorgehensweise noch nicht mal als das ärgste Problem ansehe. Das wirkliche Problem ist vielmehr folgendes:

    Bei der Fußball-WM wird versucht, über die WM-Tickets, die jeder Fan haben will, RFID-Technologie in Deutschland zu etablieren - denn die RFID-Lesegeräte in den Stadien werden wohl kaum zum Ende der WM wieder abgebaut. So wird - mit Millionen von Fußballfans als Testobjekten - eine potentielle Überwachungs- und Kontrollstruktur salonfähig gemacht.

Ganz generell geltend: Die langsame, schrittweise Gewöhnung und die dadurch ausbleibende, frühzeitige "Gegenwehr", ist das eigentliche Problem. Dadurch wird peu à peu die Akzeptanz in den Köpfen der Menschen erreicht. Es sind immer nur kleine Schrittchen, jeder für sich genommen im Grunde gar nicht so schlimm. Doch zusammengenommen, ergeben die vielen kleinen Schrittchen nach einer Weile urplötzlich einen großen Sprung.

Im Kontext dieser "kleinen Schrittchen", sollte auch dieser Artikel gesehen werden: "Das große Gesundheitsversprechen und seine große Täuschung - Die eCard"

    Im Dienst ergraute Mediziner kennen ihn noch, den Versuch, bei dem ein Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser geworfen wird. Reflexartig rettet sich der Frosch mit einem Sprung aus dem Topf, ohne dabei den geringsten Schaden zu nehmen.

    Nun wird ein Frosch in einen Topf kalten Wassers gesetzt und dieses erhitzt. Das Tier paddelt in diesem Topf herum, unternimmt aber keinen Versuch herauszuspringen; er wird buchstäblich gesotten und platzt letztendlich – je nach Konstitution bei etwa 65 º Celsius.

    Unmenschlich, meinen Sie? Zugegeben, aber sind BürgerInnen dieses Landes (und nicht nur dieses) in einer so viel anderen Situation? (>>)

    Als die Nazis die Kommunisten abholten, habe ich geschwiegen, ich war kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten abholten, habe ich geschwiegen, ich war kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Katholiken holten, habe ich geschwiegen, ich war kein Katholik.

    Als sie die Juden abholten, habe ich geschwiegen, denn ich war kein Jude.

    Als sie mich dann holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte!

    Martin Niemöller (>>)

Kann man es besser ausdrücken??
Wie heißt es im einleitenden Artikel doch noch: "Ein ganz normales Schäfchen in der Herde also."

 

 # 28.05.06 # 

Biometrie / Der Schnüffelstaat schaut beim Surfen zu

Ein Forenbeitrag (>>) (Dank an Martin S. ):

    Folgendes Schreiben - der Inhalt spricht für sich selbst - erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Mainz am 19.05.2006:

    Stadtverwaltung, Mainz, 19.05.2006

    An alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

    Biometrische Gesichtserkennung

    Der Präsident des Bundeskriminalamtes hat die Stadt Mainz um Unterstützung gebeten. Gesucht werden 200 Freiwillige, die an einem Test zur Biometrischen Gesichtserkennung am Mainzer Hauptbahnhof teilnehmen.

    Herr Oberbürgermeister Beutel (SPD) unterstützt dieses Anliegen.

    Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Schreiben des Bundeskriminalamtes

    Im Auftrag
    ...
    _______________________________________________

    Bundeskriminalamt BKA

    Das Bundeskriminalamt bittet um Ihre Unterstützung beim Test biometrischer Gesichtserkennung Oktober 2006 - Januar 2007

    Mit Hilfe der Biometrie wird die automatisierte Wiedererkennung von Personen anhand von individuellen Körpermerkmalen ermöglicht.
    Das Bundeskriminalamt (BKA) testete bereits erfolgreich den Einsatz biometrischer Gesichtserkennungssysteme für die Zutrittskonrolle. Nun soll auch untersucht werden, ob moderne Gesichtserkennungssysteme die Polizei bei der Suche nach bestimmten Personen unterstützen können.
    Künftige Anwendungen dieser Technologie wären beispielsweise das Auffinden hilfloser Personen oder die Erkennung polizeilich gesuchter Personen (z.B. Hooligans auf dem Weg ins Stadion).

    Was ist das Ziel des Projekts?
    Das Projekt soll zeigen, ob gesuchte Personen zuverlässig automatisch wiedererkannt werden können.

    Wie funktioniert der Test?
    Um die Produkte verschiedener Hersteller unter realistischen Bedingungen zu testen, werden Fotos von Testteilnehmern in den Systemen gespeichert. Die Gesichter sollen automatisch in der Menschenmenge am Bahnhof erkannt werden.
    Hierzu werden Kameras der Testsysteme auf eine Teil der Treppen der Eingangshalle ausgerichtet. Diese Kameras nehmen die Passanten beim Durchqueren der Eingangshalle in Richtung Ausgang auf.

    Wo findet der Test statt?
    Die Eingangshalle des Hauptbahnhofes Mainz bietet ein geeignetes Testszenario. Personen, die nicht von den Testsystemen aufgenommen werden möchten, können entsprechend ausweichen.

    Wer macht mit?
    Hoffentlich Sie! Für eine erfolgreiche Durchführung werden 200 Freiwillige gesucht, die die Eingangshalle des Hauptbahnhofes Mainz während der Testphase von 12 Wochen (wenn möglich einmal pro Werktag) passieren.

    Wer führt die Untersuchungen durch?
    Das BKA führt das Projekt durch. Im BKA ist der Fachbereich KI 16 des Kriminalistischen Institutes für die Durchführung des Projektes verantwortlich.

    Welcher Aufwand kommt auf Sie zu, wenn Sie teilnehmen?
    Von jedem Testteilnehmer wird ein Foto gemacht. Die Aufnahme erfolgt nach Terminabsprache am Bahnhof Mainz durch Mitarbeiter des BKA. Der Gesamtzeitaufwand wird auf ca. 10 Minuten geschätzt.
    Für den Testzeitraum von Okt. 06 bis Jan. 07 erhalten Sie einen Transponder (Sender), den Sie beim Durchqueren der Eingangshalle des Hauptbahnhofes bei sich tragen.

    Welche Daten werden gespeichert?
    Von den Testteilnehmern werden Bilder in den biometrischen Systemen gespeichert. Zusätzlich werden alle den Überwachungsbereich durchquerenden Personen auf Video aufgezeichnet sowie die Seriennummer des Transponders der Testteilnehmer mit aktueller Uhrzeit zu Kontrollzwecken protokolliert. Die biometrischen Systeme speichern die Gesichtsbilder erkannter Personen ab. Dies kann auch nicht beteiligte Personen betreffen. Die aufgenommenen Daten werden auf einen Rechner im Kriminalistischen Institut des Bundeskriminalamt übertragen, um die Erkennungsleistungen der biometrischen Testsysteme bewerten zu können.

    Wie lange werden die aufgenommenen Daten gespeichert?
    In Übereinstimmung mit datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden die Aufzeichnungen unbeteiligter Personen nach spätestens 48 Stunden gelöscht. Videoaufzeichnungen, Bild- und Bewegungsdaten aller Testpersonen werden spätestens nach Projektabschluss gelöscht.

    Wer hat Zugriff auf die Daten?
    Ausschließlich die am Projekt unmittelbar beteiligten Mitarbeiter des BKA haben Zugriff auf die gesammelten Daten. Es existiert keine Verbindung zu echten polizeilichen Fahndungsdaten.

    Was erhalten Sie für Ihre Teilnahme?
    Für eine regelmäßige Teilnahme erhalten Sie nach Ende der Testphase ein attraktives Präsent, das Sie bereits bei der Anmeldung aus einer Auswahl aussuchen können.

    Wenn Sie Fragen haben oder als Freiwilliger an diesem Projekt teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des BKA am Informationsstand in der Eingangshalle. Zusätzliche Informationen finden Sie im Internet unter www.bka.de.

    Vielen Dank für Ihr Interesse

    Kontakt:
    Bundeskriminalamt Wiesbaden
    KI 16
    65173 Wiesbaden

    E-Mail: foto-fahndung@bka.bund.de
    Internet: www.bka.de
    Telefon: (0611) 5514477
    (Mo - Fr 10:00 - 14:00)

Ok, in diesem Fall kann ich nicht verifizieren, ob die Sache tatsächlich stimmt. Der Verfasser sagt: "...es ist echt! Ich habe das Original von einem mir persönlich bekannten Mitarbeiter der Stadt Mainz!". [Ergänzung vom 29.05.06: Nach persönlicher Anfrage wurde mir die Echtheit nochmals bestätigt, inkl. des Angebots, eine Kopie des Originals zu erhalten. Hielt ich erstmal nicht für nötig. Kann aber - für die großen Zweifler - im Bedarfsfall organisiert werden!]
Wie auch immer, daß dererlei Bestrebungen grundsätzlich wahrlich keine Hirngespinste sind, sollte uns spätestens bei einem Blick zu den "sauberen" Schweizern klar werden:

     "Dort soll in den nächsten Jahren auch eine bisher einmalige Sammlung von Porträtbildern aller Schweizer Bürger entstehen." [...] Voraussichtlich 2008 tritt das Schengener Abkommen in Kraft, das die Zusammenarbeit von Polizeistellen in der Schweiz und der EU neu regelt. Ab dann wird die Schweiz nur noch biometrische Pässe ausstellen. Ganz automatisch wird nach und nach in Bern eine vollständige Datensammlung mit den Fotos und Körpermerkmalen aller Bürger und Bürgerinnen entstehen.

Und ist eine solche Sache erstmal eingeführt, wird sie, ursprünglich gesetzlich vielleicht sogar noch recht restrektiv vorgesehen, nach und nach immer weiter aufgeweicht. Das war schon immer so!!

    Gefährlich seien die geplanten staatlichen Datensammlungen wegen der Begehrlichkeiten, die sie weckten, sagt Menna. [...] Mit seinen wachsenden Datensammlungen kann der Staat immer präzisere Profile seiner Bürger erstellen. [...] Wie mit Datensammlungen umgegangen wird, entscheidet jedoch nicht die Technik, sondern Politik und Zeitgeist. Beide können sich schnell ändern, wie die Erfahrung zeigt es braucht bloss einen Auslöser. In den Vereinigten Staaten wandelt sich der Staat seit dem 11. September 2001 zum Totalüberwacher seiner Bürger. In Europa werden immer mehr Telefonate abgehört, mit Italien als Spitzenreiter: Im vergangenen Jahr horchten Ermittler dort bei über 100 000 Anrufen mit.

    "Der Schnüffelstaat schaut beim Surfen zu"

Der Weg ist vorgezeichnet! AUCH BEI UNS!!!! Nicht umsonst dürfen wir für den Reisepass nur noch "Normgesichter" haben (Bild links, Klick!!). Normmenschen machen sich einfach besser in einer Datenbank!!

Der nächste Schritt ist ebenfalls bald Realität:

            Der neue Personalausweis wird den Identitätsbetrug erschweren – im Internet wie in der realen Welt. Denn er soll – wie schon heute der Reisepass – biometrische Daten enthalten, die sicher feststellen lassen, ob Ausweis und Person zusammengehören. (>>)

Und die auch alles andere "sicher feststellen" lassen. Beispielsweise ob ich am Tag X, zur Y-Uhrzeit vom Mainzer Hauptbahnhof nach sonstwohin zu meiner/m Geliebten gefahren bin.
Und lasst euch bloß keinen Bart wachsen - ich spreche die Herren der Schöpfung an -, denn ein nicht identifizierbares Gesicht ist höchst Terrorverdächtig!!!
Interessiert's jemanden? Kein Schwein!!!

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US-Regierung setzt PayPal unter Druck

Die US-Regierung setzt ihren Kampf gegen elektronische Währungen fort. Dies überrascht angesichts der gefährlichen Instabilität des US-Wirtschafts- und Währungssystems nicht. Nun ist PayPal an der Reihe, nachdem e-gold mittels Durchsuchung und Beschlagnahmung zu weitgehender Kooperation gezwungen wurde. Nach anfänglichen Widerständen ist bei PayPal mit vollkommener Kooperation zu rechnen, d.h. vollständige We